27.12.2018 - 11:25 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeinde Freudenberg und Stadtwerke Amberg schließen Wasserpakt

Die Gemeinde Freudenberg und die Stadtwerke Amberg schließen einen Wasserpakt. Ziel ist der bestmögliche und langfristige Schutz der Trinkwasservorkommen. Damit wird auch eine langjährige Kooperation fortgesetzt.

Die Verträge für den Wasserpakt und der Trinkwasserliefervertrag werden unterzeichnet (vorn, von links): Stadtwerke-Geschäftsführer Professor Stephan Prechtl, Bürgermeister Alwin Märkl und Oberbürgermeister Michael Cerny; hinten (von links): Referatsleiter Bernhard Mitko von der Stadt Amberg und Wassermeister Thomas Lotter.

Die Stadtwerke Amberg beliefern seit vielen Jahren die Gemeinde Freudenberg mit Trinkwasser, die damit bisher rund 50 Prozent der benötigten Trinkwassermenge abdecken konnte. Ein Wasserschutzgebiet der Stadtwerke liegt im Bereich der Gemeinde Freudenberg. Bereits im April 2017 hat die Gemeinde Freudenberg zur Verbesserung der Druckverhältnisse und des Brandschutzes in Immenstetten einen Wasserlieferungsvertrag mit den Stadtwerken abgeschlossen, der auch den Anschluss des Wasserverteilnetzes der Gemeinde in diesem Ortsteil an das Stadtwerke-Netz vorgesehen hat.

Die Gemeinde hat sich nun, nach intensiver Prüfung verschiedener Varianten, dazu entschlossen, die bisher von ihr betriebenen Wassergewinnungsanlagen nicht zu sanieren und weiter zu betreiben, sondern den Trinkwasserbedarf nahezu vollständig über eine Belieferung durch die Stadtwerke zu decken. Lediglich die Ortsteile Pursruck und Schwand werden auch zukünftig durch die Mimbacher Gruppe mit Trinkwasser versorgt. Oberbürgermeister Michael Cerny und Referatsleiter Bernhard Mitko von der Stadt Amberg moderierten die Verhandlungen zwischen Freudenberg und den Stadtwerken.

Der Wasserpakt sieht vor, dass die Stadtwerke einen weiteren Brunnen in ihrem Wasserschutzgebiet errichtet, wobei sich die Gemeinde Freudenberg an Bau und Betrieb finanziell beteiligt. Die Stadtwerke übernehmen die Förderung samt Aufbereitung des Rohwassers im Wasserwerk Engelsdorf sowie den Betrieb der Druckerhöhungsanlage und bieten der Gemeinde mit der vorhandenen Brunnengalerie die erforderliche Versorgungssicherheit.

Die Gemeinde Freudenberg und die Stadtwerke Amberg verpflichten sich mit dem Wasserpakt, die Trinkwasservorkommen bestmöglich und langfristig zu sichern und die vorhandenen Ressourcen möglichst schonend und effizient zu nutzen. Außerdem sollen durch Information und Aufklärung der landwirtschaftlichen Betriebe im Wasserschutzgebiet die Versorgung mit unbelastetem Trinkwasser langfristig sichergestellt und das Grundwasservorkommen geschützt werden. Laut Bürgermeister Alwin Märkl biete der Wasserpakt, bei seine Gemeinde und die Stadtwerke gemeinsam einen Brunnen bauen und betreiben, für beide Parteien viele Vorteile. "Der Gemeinderat Freudenberg votierte einstimmig für diese Lösung, weil er hier alle seine Zielvorgaben erfüllt sieht. Wir schonen Ressourcen, erfüllen die Ziele der Ökologie und schonen die Umwelt. Trotzdem genießen wir Versorgungssicherheit mit gleicher, sehr guter Wasserqualitätund sparen enorme Investitionskosten im Vergleich zur Eigenversorgung.“ Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny ergänzte: „Die sichere und qualitativ hochwertige Versorgung der Bürger ist das vorrangige Ziel dieser Zusammenarbeit.“

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