20.09.2019 - 15:58 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeindepolitik an die Frau gebracht

Es war die erste Veranstaltung dieser Art, und die Resonanz war enorm. Bürgermeister Alwin Märkl stand im Gasthaus Dotzler Rede und Antwort - vor allem den Frauen aus seiner Gemeinde.

Hahn im Korb: Bürgermeister Alwin Märkl inmitten von rund 70 Frauen aus der ganzen Gemeinde. Der Rathauschef gab zu aktuellen Themen der Kommunalpolitik Auskunft.
von Autor (gri)Profil

"Dass so viele Frauen aus der ganzen Gemeinde gekommen sind, hat mich echt begeistert", zeigte sich die Vorsitzende der Frauen-Union, Gemeinderätin Barbara Gerl, beeindruckt vom großen Interesse. Der Zuspruch für ihre Idee, Gemeindepolitik für Frauen zu einer anderen Uhrzeit und mit Kinderbetreuung anzubieten, hat alle Erwartungen übertroffen.

Barbara Gerl hob hervor, dass es bei dieser Veranstaltungsform darum gehe, eine Alternative - gerade für Frauen mit Kindern oder auch alleinstehende Frauen - zur klassischen Abendversammlung anzubieten, um sich über aktuelle Themen vor Ort zu informieren. Sie rief die über 70 Anwesenden auf, auch Anliegen direkt anzusprechen und ihre Sicht der Dinge gerne in die Diskussion mit einzubringen.

Vom Wert des Wassers

Bürgermeister Alwin Märkl startete seinen Impulsvortrag - vom Thema her gar nicht "typisch Frau" - mit der Wasserversorgung und der dazu notwendigen neuen Infrastruktur. Märkl schilderte die Bemühungen der Gemeinde der vergangenen fünf Jahre, hier zukunftsfähige Lösungen zu finden. "Das hatten wir so besprochen, denn ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Frauen sehr wohl wissen möchten, wie mit so kostbaren Ressourcen wie Wasser bei ihnen vor Ort umgegangen wird, und dass sie auch an Lösungen für die nächsten Generationen großes Interesse haben", erläuterte Gerl dazu.

"Einmalig schön hier"

Im Anschluss gelang es Märkl, das breite Spektrum der Aufgaben und Projekte im gesamten Gemeindegebiet sehr kurzweilig an die Frau zu bringen. Dazu gehörten aktuelle Baumaßnahmen im Bereich Straßen und Leitungsbau und die Dorferneuerungen. Auch die Zukunft des Schulwesens und die Schulwegsicherheit sprach er an.

Beim Thema Freizeit, Radwege, Naherholung und Artenschutz brachte Konrektorin Andrea Widder aus Amberg, die als Vertreterin der Schule gekommen war, es auf den Punkt: "Ihr habt es einmalig schön und lebenswert hier in der Gemeinde vor eurer Haustür."

Märkl versprach trotzdem, Wander- und Radwege besser zu markieren und zu kartieren und das Freizeit-Wegenetz stärker auszubauen. "Wir haben uns bereits einem gemeinsamen AOVE-Projekt angeschlossen, das auch über ein Förderprogramm finanziert wird, und dazu auch schon erste Ideen gesammelt", sagte Märkl. Gleichzeitig rief er dazu auf, sich hier aktiv mit einzubringen und Vorschläge für schöne Routen, die neu mit aufgenommen werden sollten, bei der Gemeindeverwaltung einzureichen.

Die beiden Gemeinderäte Hubert Eckl und Josef Zeitler zeigten sich am Ende der Veranstaltung besonders überrascht, dass aus allen Gemeindeteilen Frauen gekommen waren. Auch die Kinderbetreuung, die Mitglieder der Frauen-Union anboten, wurde stark genutzt. Mit dem Angebot, dass es eine Wiederholung geben wird, endete der Abend.

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