08.09.2020 - 11:17 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Gemeinderat Freudenberg will weiße Flecken beim Breitbandausbau beseitigen

Der Gemeinderat Freudenberg will weiße Flecken, an denen das schnelle Internet noch nicht verfügbar ist, ausmerzen. Sebastian Krysa von der Breitbandberatung Bayern GmbH informierte über den Ausbaustand beim Internet in der Gemeinde.

Die Gemeinde Freudenberg will den Breitbandausbau vorantreiben.
von Alfred SchornerProfil

Mittels der Bitratenanalyse stellte Krysa dem Gremium bei dessen Sitzung den Breitbandausbau in der Gemeinde Freudenberg messbar dar und zeigte den Handlungsbedarf auf. Konnten demnach im Jahr 2010 noch 67 Prozent der Haushalte mit Raten von weniger als drei Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgt werden, waren es unter Einbeziehung der Fördermaßnahmen durch die Gemeinde und der Eigenausbauten der Telekom und von Jobst-DSL bis Ende 2019 bereits 94 Prozent der Haushalte, die mit Bitraten ab 30 Mbit/s bedient werden. Nur sechs Prozent der Anschlüsse sind weiterhin förderfähig und werden mit dem 3. Förderverfahren (Höfebonus) des Freistaats Bayern bis voraussichtlich 2023 mit Glasfaserleitungen ins Haus erschlossen.

Die Breitbandberatung Bayern hat eine Homepage erstellt, die die Entwicklung des Breitbandausbaus darstellt. Diese ist auf der Homepage der Gemeinde einsehbar. Ausdrücklich wies der Fachberater in der Gemeinderatssitzung darauf hin, dass die Bürger selbst aktiv werden müssten, wenn sie die angebotenen Datenraten nutzen wollten. Entscheidend seien die Wahl des richtigen Netzbetreibers, der richtige Tarif und die richtige Hardware.

Die Gemeinde Freudenberg befinde sich "im ländlichen Raum mit besonderem Handlungsbedarf" und könne Fördersätze von 92 Prozent im Rahmen der Gigabit-Richtlinien des Freistaate in Anspruch nehmen. Die Förderung erfolge jedoch nur bis zu 6000 Euro je Adresse. Nach jetzigem Kenntnisstand sind laut Krysa in der Großgemeinde bis zu 1300 Adressen förderfähig. Der Gemeinderat beschloss daher, in das Förderverfahren der BayGibitR einzusteigen und die Module Bestandsaufnahme und Markterkundung durchzuführen. Den Auftrag für die fachliche Begleitung der Fördermaßnahme erhält die Breitbandberatung Bayern.

Weiterhin hat der Freistaat Bayern im Dezember 2018 ein Mobilfunkförderprogramm gestartet, das die Schließung von Mobilfunklücken bis Ende 2022 zum Ziel hat. Hierfür erhält die Gemeinde einen Förderbetrag von bis zu 500 000 Euro zu einem För-dersatz von 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Nachdem die Verwaltung bereits einige Vorarbeiten erledigt hat, muss untersucht werden, ob die aus wirtschaftlicher und technischer Sicht realisierbar sind. Hierfür sind noch weitere Gespräche mit dem Mobilfunkzentrum bei der Regierung der Oberpfalz notwendig. Sind alle Vorarbeiten abgeschlossen, kommt das Thema bei einer Gemeinderatssitzung auf den Tisch.

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