Freudenberg
22.01.2019 - 13:29 Uhr

Inklusionsbeauftragte für Freudenberg

Stefanie Wiederer ist Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Freudenberg. Dies hat der Gemeinderat einstimmig so beschlossen.

Im Beisein von Georg Dietrich (rechts), Vorsitzender des Inklusionsbündnisses Amberg-Sulzbach, ernennt Bürgermeister Alwin Märkl (links) Stefanie Wiederer zur Inklusionsbeauftragten in Freudenberg. Bild: sche
Im Beisein von Georg Dietrich (rechts), Vorsitzender des Inklusionsbündnisses Amberg-Sulzbach, ernennt Bürgermeister Alwin Märkl (links) Stefanie Wiederer zur Inklusionsbeauftragten in Freudenberg.

In Anwesenheit des Vorsitzenden des Inklusionsbündnisses der Stadt Amberg und des Landkreises, Georg Dietrich, führte Bürgermeister Alwin Märkl sie in ihr Amt ein. Dietrich hatte den Rathauschef kontaktiert und ihm Stefanie Wiederer vorgeschlagen. Diese habe er als engagierte Frau kennengelernt, die eine offene und freundliche Art hat. Märkl, der die Auszubildende der Volksbank Amberg sehr schätzt, sagte, dass sie sicherlich künftig zwischen Menschen mit Handicap, deren Angehörigen und den öffentlichen Ämtern und Einrichtungen beratend und fördernd tätig und so im Bereich Inklusion einiges bewegen werde.

20 Ziele stehen auf der Agenda 20 20 20 (20 Ziele bis zum Jahre 2020) des Inklusionsbündnisses der Stadt Amberg und des Landkreises. An deren Umsetzung arbeitet das Bündnis - neben seinen sonstigen Aufgaben - seit seiner Gründung 2015 erfolgreich. "Um die Vision einer inklusiven Gesellschaft umzusetzen, braucht es außer der erforderlichen Sozialkompetenz, dem politischen Willen auch Kraft, Mut und Ressourcen, wobei die Kommunen als Motor wichtiger gesellschaftlicher Entwicklungen eine entscheidende Rolle spielen", so Dietrich.

Alle Maßnahmen zur Barrierefreiheit und Teilhabe kämen auch der immer älter werdenden Gesellschaft zugute. Jeder könne plötzlich ein Betroffener sein, machte Dietrich bewusst. Die Installation von Inklusionsbeauftragten in Amberg und den 27 Kommunen des Landkreises bezeichnete er als ein Hauptziel des Bündnisses. Darunter fällt die Barrierefreiheit, die allen nutze, und dadurch die verbesserte Teilhabe am öffentlichen Leben für Menschen mit Handicap. Nach seinen Aussagen wird das Inklusionsbündnis in den 27 Kommunen des Landkreises nicht viel von den gesteckten Zielen erreichen können, wenn vor Ort keine Kümmerer, keine Ansprechpartner und keine "Gesichter" zum Thema Inklusion zu finden seien. Rund drei Viertel der Landkreiskommunen hätten inzwischen Beauftragte installiert. Nun seien auch die restlichen gefragt, dieses Ehrenamt ebenfalls zu besetzen, forderte Dietrich.

Info:

Aufgaben von Inklusionsbeauftragten

Umsetzung der Ziele und Aufgaben nach der UN-Behindertenrechtskonvention, dem Bundesteilhabegesetz und dem Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetz; Sensibilisierung der Verwaltung und der Bevölkerung für das Thema Inklusion; Netzwerkarbeit (unter anderem Aufbau eines Netzwerks, Kontaktpflege zu Behindertenverbänden, sonstigen einschlägigen Institutionen sowie nichtkommunalen Gremien) Vertretung der Kommune in den Netzwerken auf der Ebene des Landkreises, des Bezirks Oberpfalz und des Landes Bayern; Befragungen von Menschen mit Behinderung zu Wünschen bezüglich Barrierefreiheit, Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen, Angebote im Sport und vielem mehr; Fachberatung kommunaler Dienststellen; Abruf von Fördermitteln auf Landes-, Bundes- und Europaebene; trägerübergreifende Koordinierung der vorhandenen Informationen zur Unterstützung von Beschäftigungen am ersten Arbeitsmarkt; Schulung der Mitarbeiter der Kommunalverwaltung im Umgang mit Menschen mit Behinderung.

 
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