(gef) Bürgermeister Alwin Märkl wies in der Gemeinderatssitzung darauf hin, dass eine Neukalkulation der Beiträge und Gebühren und der Neuerlass der Entwässerungssatzung notwendig geworden seien, da die Gemeinde in regelmäßigen Abständen eine Kostendeckung nachweisen müsse. Rückwirkend zum 1. Januar wurde die bisherige Einheitsgebühr für die Abwasserbeseitigung mit einem Satz von 2,20 Euro pro Kubikmeter Wasserverbrauch außer Kraft gesetzt und durch eine getrennte Abwassergebühr für die Schmutzwasser- und Regenwassereinleitung ersetzt. In diesem Zusammenhang wird die Einleitung von befestigten Flächen mit einer Gebühr pro Quadratmeter belegt und die Schmutzwassergebühr wie bisher nach den entnommenen Wassermengen festgesetzt. Vorangegangen ist dieser Einführung ein aufwändiges Flächenermittlungsverfahren, bei dem 1533 Selbstauskunftsunterlagen an die Bürger verschickt worden waren. Der Rücklauf betrug 97,7 Prozent. Die neuen Gebührensätze für die Abwasserbeseitigung betragen rückwirkend zum 1. Januar 2,22 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und bei Niederschlagswasser 0,24 Euro pro Quadratmeter der angeschlossenen Flächen.
Die Gebühr für Schmutzwasser nach dem Wasserverbrauch steigt folglich im Vergleich zur bisherigen Einheitsgebühr geringfügig um 0,02 Euro. Zusätzlich wird von den Nutzern der Abwasserbeseitigung die neu ermittelte Niederschlagswassergebühr von 0,24 Euro pro Quadratmeter zu erheben. Die neuen Herstellungsbeiträge im Bereich der Abwasserbeseitigung belaufen sich auf 1,64 Euro pro Quadratmeter (bisher 1,09 Euro) Grundstücksfläche und 10,18 Euro pro Quadratmeter (bisher 9,48 Euro) vorhandener Geschossfläche. Die neuen Herstellungsbeiträge treten erst zum 1. Januar 2019 in Kraft. Damit wird für den Kalkulationszeitraum von vier Jahren eine kostendeckende Gebühr für die Abwassereinrichtung nachgewiesen.
Bürgermeister Märkl zeigte sich erfreut über den weitgehend reibungslosen Verlauf der sehr arbeitsintensiven Erfassung und dankte der Bevölkerung für die gute Zusammenarbeit. Er kündigte noch für dieses Jahr Bürgerversammlungen an, bei denen auf die neuen Kalkulationen und die Investitionsmaßnahmen, unter anderem die noch ausstehende, schon oft angekündigte Beitragserhebung für Verbesserungs- und Erneuerungsmaßnahmen bei der Abwasserbeseitigung, ausführlich eingegangen wird. "Die vom Gemeinderat angedachte Vorgehensweise kann nur mit großer Transparenz und der Einbeziehung der Bevölkerung realisiert werden", betonte Märkl.
Freudenberg
19.07.2018 - 14:39 Uhr
Neue Satzung, neue Gebühren
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