26.02.2020 - 08:59 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Samenspende soll ökologisches und nachhaltiges Grünflächenmanagement in der Gemeinde Freudenberg fördern

Öffentliche Grünflächen müssen nicht grün und arbeitsintensiv sein und können trotzdem einen Mehrwert für Mensch und Natur leisten. Um dies zu erreichen, richtet die Gemeinde Freudenberg ein Grünflächenmanagement ein.

Vertreter der Obst- und Gartenbauvereine aus dem Bereich der Gemeinde Freudenberg tauschen ihr fachliches Wissens mit (von rechts) Richard Lehmeier vom Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach und Bürgermeister Alwin Märkl sowie der Gartenfachberaterin Michaela Basler (hinten rechts) aus.
von Alfred SchornerProfil

Vertreter der Obst- und Gartenbauvereine aus Aschach, Etsdorf, Freudenberg, Hiltersdorf und Lintach trafen sich auf Einladung von Bürgermeister Alwin Märkl, um über das Anlegen eines modernen, ökologischen und nachhaltigen Grünflächenmangements zu diskutieren. Dabei wurden sie fachlich vom Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Amberg-Sulzbach, Richard Lehmeier, und der Garten-fachberaterin Michaela Basler unterstützt.

Märkl will mit diesem Schritt Häuslebauer und Gartenbesitzer sensibilisieren und zum Nachahmen im eigenen Bereich anregen. Bei einer Ideensammlung war schnell klar, dass die Gemeinde Vorreiter für die Schaffung ökologischer und nachhaltiger Flächen sein sollte. Über Grundsätzliches zur Anlage und Pflege informierte Richard Lehmeier. Wenn eine Fläche naturschutzfachlich aufgewertet werden soll, ist vor allen anderen Schritten zunächst zu prüfen, welches Verfahren dabei erfolgversprechend ist. Vor Beginn einer Maßnahme soll ein ökologisch ausgebildeter Fachmann das betreffende Areal begutachten und entscheiden, auf welche Art und Weise aufgewertet wird. Vielversprechendes Kriterium ist dabei die Bodenbeschaffenheit. Hat die Fläche noch Potenzial, sich ohne Neuanlage in eine artenreiche Fläche zu entwickeln?, lautet eine wichtige Frage.

Michaela Basler wies darauf hin, dass Blühmischungen nicht nur graue und karge Flächen verschönern, sondern dass sie auch wesentlich zur Verbesserung des Lebensraumes von Nützlingen beitragen. Man unterscheide zwischen einjährigen, zweijährigen und mehrjährigen Samen. Je weniger die Standzeit betrage, desto bunter erscheine die Bepflanzung. Ein Hauptaugenmerk sollte auf einheimische Sorten gelegt werden.

Bürgermeister Alwin Märkl fiel am Ende der Zusammenkunft die Entscheidung leicht. Nachdem die Teilnehmer bereits Vorschläge von im gemeindlichen Besitz befindlichen Standorten für Vorbildflächen vorgebracht hatten, will er diese prüfen und umsetzen lassen. Bei den anstehenden Jahreshauptversammlungen sollten die Mitglieder der Obst- und Gartenbauvereine darüber unterrichtet werden und weitere geeignete Flächen an die Gemeinde melden. Ziel sollte es auch sein, zur Veranschaulichung Flächen mit Modelcharakter für die Umsetzung in den Privatgärten anzulegen. Gerda Eiber aus Aschach ging noch einen Schritt weiter: Die Gemeinde könnte diese wichtige Umweltmaßnahme für Menschen und Tiere mit einer „Samenspende“ fördern.

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