26.06.2019 - 10:16 Uhr
FreudenbergOberpfalz

SV Freudenberg feiert 70-Jähriges

Von einem holprigen Fußball-Acker zu einem schmucken Sportgelände: Der SV Freudenberg kann beim 70-Jährigen auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Das muss natürlich gefeiert werden.

Ein Bild aus den Anfangsjahren des SV Freudenberg. Der Heiligbergsteig und der Angerweg (im Hintergrund) sind damals noch nicht bebaut. Heute steht dort, wo auf dem Foto der Mais wächst, das Sportheim.
von Autor (gri)Profil

Der Verein feiert dieses Jubiläum mit einer Reihe von sportlichen Veranstaltungen, bei denen sich die verschiedenen Abteilungen vorstellen. Das genaue Programm kann auf der Homepage des Vereins (www.sv-freudenberg.de) eingesehen werden. Ankündigungen folgen natürlich auch in der Zeitung. Besonders weist der Vorstand auf Samstag, 6. Juli, hin, wenn nach dem Fußball-Pokalturnier ab 20 Uhr „Die Spalter“ auf dem Sportgelände für Stimmung sorgen.

Im Jahr 1949 wurde der SV zunächst als reiner Fußballverein gegründet. Gründungsvorsitzender war der in Wutschdorf als Lehrer tätige Alfons Dobmeier, der aber bald schwer erkrankte und schon 1950 verstarb. Ihm folgte Ignatz Gürtler, der den Verein mit einem Jahr Unterbrechung bis 1972 leitete. Von 1955 bis 1956 stand Werner Häuschkel an der Spitze. 1972 wurde Richard Richter zum Vorsitzenden gewählt, er hatte dieses Amt bis 1980 inne. Von 1980 bis 2003 und von 2011 bis 2017, also insgesamt 27 Jahre, lag die Vereinsführung in den Händen von Josef Neiß. Weitere Vorsitzende waren Michael Wiederer (2003 bis 2007), Franz Bruckschlegl (2007 bis 2011) und seit 2015 Christian Straller.

Der SV Freudenberg bietet seinen Mitgliedern ein breites Angebot. Von Gesundheitssport, Frauen- und Mädchenturnen, Volleyball über Eisstock, Ski und Tennis bis Kegeln reicht die Palette. Dass all dies rege in Anspruch genommen wird, zeigt die inzwischen auf rund 700 gewachsene Mitgliederzahl. In der langen Vereinsgeschichte gab es noch mehr Sparten (Faustball, Tischtennis, Schach, Schwimmen, Wandern), die aber aus verschiedenen Gründen nicht mehr existieren.

Neben dem sportlichen Bereich spielte stets das Thema Bauen eine wichtige Rolle, galt es doch, für die Vielzahl der Mannschaften und Sparten auch geeignete Anlagen zur Verfügung zu stellen. Heute kann der Verein stolz auf ein schmuckes Sportgelände mit eigenem Vereinsheim sein, das in seiner jetzigen Form mit großzügiger Unterstützung der Gemeinde Freudenberg zwischen 1995 und 1999 errichtet wurde. Dabei brachten sich die Mitgliedern mit zahllosen Stunden an Eigenleistung ein. Unermüdliche Antreiber und Vorbilder auf der Baustelle waren der inzwischen verstorbene Hans Gruber und der jetzige Ehrenvorsitzende Richard Richter. Anfang der 1980er-Jahre wurde nahe Hötzelsdorf ein neuer Trainings- und Ausweichplatz gebaut. Auch nutzt der Sportverein pachtweise die von der Gemeinde errichteten Tennisplätze mit angegliederter Asphaltbahn für die Stockschützen.

Bis zum jetzigen Zustand war es aber ein weiter Weg. Anfangs wurde auf Wiesen Fußball gespielt, bevor 1953 auf dem heutigen Standort ein eigener Platz errichtet wurde, der später mehrmals renoviert und umgebaut wurde. 1963/64 baute man beim Sportplatz ein Umkleidegebäude, das 1976 um zusätzliche Räume erweitert wurde. Dort war bis zur Einweihung der neuen Anlage im Jahr 1999 das Zuhause des Vereins.

In der Vereinsgeschichte gab es aber auch einige Rückschläge zu verkraften. 1954, nur ein Jahr nach dem Bau, wurde der neu errichtete Sportplatz durch ein Hochwasser schwer beschädigt. Im Januar 1994 deckte der Wirbelsturm Lore das Dach des alten Sportheims ab, das aber in kürzester Zeit durch eine beispielhafte Gemeinschaftsaktion wieder instand gesetzt wurde. Der Sportverein Freudenberg kann somit auf ereignisreiche Jahrzehnte mit vielen Höhen und Tiefen zurückblicken und sieht sich für die Zukunft gut gewappnet.

Das Sportgelände heute. Der SV Freudenberg hat in den vergangenen Jahrzehnten viel Geld und Arbeit in seine Anlagen gesteckt.
Die Fußballer des SV Freudenberg haben Aufstellung genommen. Im Hintergrund der Steig, der früher zur Skischanze und heute zur Schmie-Alm führt.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.