16.07.2020 - 09:58 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Wohnungsbedarf in Etsdorf soll gedeckt werden

Der Gemeinderat Freudenberg gibt grünes Licht für das neue Baugebiet Etsdorf-Süd. Außerdem geht es um ein Gewerbegebiet, das in Wutschdorf entstehen kann.

Die Notwendigkeit neben einer südlichen Ortsrandeingrünung auch eine östliche Eingrünung auf privaten Grund einzuplanen, wurde durch den Gemeinderat Freudenberg beim Bebaungsplan Etsdorf-Süd erkannt und festgesetzt.
von Alfred SchornerProfil

Im Gemeinderat Freudenberg war das Baugebiet Etsdorf-Süd Thema. Das Gremium stimmte den Abwägungsvorschlägen zu den Stellungnahmen des Landratsamtes Amberg-Sulzbach Naturschutz, der Regierung der Oberpfalz und des Regionalen Planungsverbandes Oberpfalz-Nord zu. Rainer Rubenbauer von Umwelt und Tiefbau Ingenieure (UTA) erläuterte die eingegangenen Bedenken der Träger öffentlicher Belange. Beim Schutzgut „Landschaft“ sei aufgefallen, dass lediglich im Süden eine Ortsrandeingrünung auf privatem Grund festgesetzt wird. Es wurde daher gefordert, den Bebauungs- und Grünordnungsplan zu überarbeiten und auch im Osten ergänzend festzusetzen.

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Amberg

Nach Norden grenzt das Baugebiet an die bestehende Bebauung von Etsdorf. Somit wird hier von einer Eingrünung abgesehen. Teilweise wurden von den anderen Trägern auf die ursprüngliche Stellungnahmen im Zuge der vorzeitigen Beteiligung nach dem Baugesetzbuch verwiesen. Hier ist keine Beschlussfassung erforderlich. Die Stellungnahme des Amtes für Digitalisierung, Vermessung und Breitband auf frühzeitige Festlegung von Straßenbezeichnungen wird in einem weiteren Tagesordnungspunkt der gleichen Sitzung bereits beachtet.

In Anlehnung an eine historische Flurkarte soll das Gebiet als „Dürnsloh“ bezeichnet werden. Den Namen suchten die Gemeindevertreter auch als Straßenbezeichnung für die Erschließungsstraße im Baugebiet aus.

Gewerbegebiet Wutschdorf

Eine im Ortsteil Wutschdorf liegende 1,6 Hektar große Fläche, die im Flächennutzungsplan seit 1991 als Wohnbauland dargestellt ist, soll als „Teilbereich Gewerbegebiet Wutschdorf“ ausgewiesen werden. Nachdem Bürgermeister Alwin Märkl dem Gremium den Sachverhalt ausführlich erläuterte, warteten Martina Dittrich und Stephan Dittrich vom Büro Stadt und Raum mit einem Vorentwurf zur Flächennutzungsplanänderung, bestehend aus dem Planblatt mit Zeichenerklärungen auf.

Ziel und Zweck der Änderung sollte sein, die Möglichkeit eines Erweiterungsgesuches der nördlich gelegenen landwirtschaftlichen Hofstelle, positiv zu bescheiden. Der Bedarf an zusätzlichen Flächen für Gewerbetreibende soll durch die Änderung der Gebietstypik von einem Allgemeinen Wohngebiet in ein Gewerbegebiet gedeckt werden. Der Gemeinderat billigte den Vorentwurf.

33 Kinder in Betreuuung

Seit dem Schuljahr 2018/2019 gibt es in der Grund- und Mittelschule Freudenberg die Offene Ganztagsschule im Angebot. Bei einer Bedarfsanfrage für das Betreuungsangebot im Schuljahr 2020/2021 wurden 33 Kinder angemeldet. Für Freitag wird bei Bedarf ein zusätzliches Betreuungsangebot als freiwillige Leistung angeboten. Das kostet den Eltern zehn Euro im Monat. Ebenso soll es wieder ein Mittagessen geben. Aufgrund der verbindlichen Anmeldungen werden zwei Gruppen gebildet.

Vom Staat gibt es als Förderung 5000 Euro je Gruppe, die Gemeinde selbst hat einen Anteil von 5600 Euro pro Gruppe zu tragen.

Nachdem wegen der Coronapandemie die Wahl der Feuerwehrkommandanten der Feuerwehr Aschach noch nicht stattfinden konnte, bestellte der Gemeinderat den bisherigen Kommandanten Norbert Hiller als „Notkommandant“ sowie als seinen Stellvertreter Stefan Müllner als „Notvertreter“. Beide erklärten sich zur Übernahme des Amtes bis zum 31. Dezember bereit.

Für den Bauhof wurde eine Frontkehrmaschine für den Unimog und den Lindner-Truck angeschafft. Ursprünglich war angedacht, das beim Kauf eines neuen Mixgerätes zu kaufen. Der Einsatz erscheint jedoch bei den größeren Fahrzeugen wesentlich effektiver, so Bürgermeister Märkl. Er unterrichtete den Gemeinderat, dass er den Auftrag an die Firma mit dem wirtschaftlichsten Angebot zum Preis von 12.614 Euro vergeben hat.

Für die Legislaturperiode 2020 bis 2026 wurde als Vertreter der Gemeinde in den Beirat des Wasser-Zweckverbands Mimbacher Gruppe Franz Fruth bestellt. Fruth führte das Amt bereits in der vorangegangenen Legislaturperiode aus.

Den Bauvoranfragen auf den Neubau einer Halle und der Erweiterung einer Bestandshalle in Aschach und der Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Etsdorf stimmten die Räte zu. Den Antrag auf Genehmigungsfreistellung für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage im Baugebiet Aschach-Ost nahmen sie zudem zur Kenntnis.

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