01.01.2019 - 14:06 Uhr
FreudenbergOberpfalz

"Wunderbar geborgen" ins neue Jahr

Es ist wieder ein Abend für alle Sinne - zum Träumen, Dankbar sein, Lachen, aber auch zum Trauern. Der Jahresrückblick in Freudenberg zeigt das Leben im Dorf in all seinen Facetten.

Einer der Interviewgäste beim Jahresrückblick war Dr. Reiner Albrecht. Moderator Andreas Hahn (links) fragte ihn, wie es nun mit seiner Arztpraxis in Freudenberg weitergeht.
von Autor (gri)Profil
Das alte und das neue "Freudenberger Urgestein": Hermann Koch hat die Trophäe 2017 erhalten, Franz Luber (vorne, links) wurde diesmal mit dem Ehrenamtspreis geehrt.

Jedes Jahr kurz vor Silvester treffen sich die Freudenberger und Wutschdorfer auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins (HKV) im Pfarrheim, um die großen und kleinen Ereignisse des abgelaufenen Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen. Sie tun das mit einer Choreographie wie in einer Fernsehshow - mit Musik, mit Bildern für jedes einzelne Quartal, mit Interviewgästen auf der Bühne und mit der Verleihung des Ehrenamtspreises "Freudenberger Urgestein."

Wer den Preis bekommt, war bis zuletzt geheim gehalten worden. Die Spannung stieg, als Ex-Bürgermeister Norbert Probst auf die Bühne trat, um die Laudatio zu halten. Er sprach über einen langjährigen Weggefährten, einen, der Freudenberg und Wutschdorf über Jahrzehnte geprägt hat: Franz Luber. Am augenfälligsten werde das Wirken des Bauunternehmers, wenn der Musikverein Freudenberg auftritt. Luber habe erheblichen Anteil daran, dass es das Orchester überhaupt gibt, er habe die Blasmusik in Freudenberg etabliert und pflege sie bei vielen Gelegenheiten bis heute.

"Er ist bis heute geschätzter Ratgeber. Sein Wort hat Gewicht", sagte Probst über den Geehrten, der das Zusammenwachsen der Großgemeinde als Gemeinderat begleitet und auch das religiöse Leben als Mitglieder der Kirchenverwaltung mit gelenkt habe. Bei der Übergabe des Preises gab es langanhaltenden Applaus des Publikums - der Pfarrsaal war dabei überfüllt, die Gäste standen sogar noch in den Gängen. Moderator Andreas Hahn holte verschiedene Leute auf die Bühne, die 2018 für Gesprächsstoff gesorgt haben, darunter Dr. Reiner Albrecht, der sich nach mehr als 30 Jahren als Allgemeinarzt in Freudenberg aufhört. "Es geht weiter mit der Praxis", verkündete Albrecht. Schon im Frühjahr werde seine Nachfolgerin übernehmen. Eines der wichtigsten Themen war die Fusion der Pfarreien Wutschdorf-Etsdorf, Lintach und Pursruck. Robert Kratzer erzählte, wie er mit seiner neuen Rolle als Pfarrvikar zurechtkommt und auch, wo er das manuskriptfreie Predigen im Mittelgang der Kirche gelernt hat. Sein Plädoyer für das noch engere Zusammenwachsen der Nachbarorte Lintach und Freudenberg bedachten die Gäste mit viel Applaus.

Auf der Bühne auch Kindergarde-Trainerin Daniela Brunner mit dem Kinderprinzenpaar Leonhard Kaa und Theresa Leitl. Die Kinder verkauften während der Veranstaltung Armbänder zugunsten der Aktion Sternstunden. Fast 600 Euro kamen zusammen. Wie immer wurden am Ende all diejenigen Dorfbewohner in Erinnerung gerufen, die 2018 verstorben sind. Höhe- und Schlusspunkt war am Ende das gemeinsame Singen des Liedes "Von guten Mächten wunderbar geborgen". Dieser Titel sei das ideale Motto für den Start in ein neues Jahr, freute sich am Ende HKV-Vorsitzender Uli Piehler.

Der Wutschdorfer Pfarrsaal konnte die Gäste gar nicht alle fassen. Die Resonanz beim Jahresrückblick des Heimat- und Kulturvereins war riesig.
Fast Euro kamen zusammen, als das Kinderprinzenpaar Leonhard und Theresa spontan im Saal Spenden für die Aktion Sternstunden sammelte.
Auch Pfarrvikar Robert Kratzer war einer der "Menschen des Jahres" in Freudenberg-Wutschdorf.
Franz Luber aus Wutschdorf ist das "Freudenberger Urgestein 2018". Lob und Anerkennung gab es auch für seine Frau.
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