21.05.2019 - 16:20 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Zinsen für Darlehen geringer

Sparen und Schuldendienst spielen seit jeher eine zentrale Rolle in der Gemeinde Freudenberg. Auf eine restriktive Ausgabenpolitik achten daher Bürgermeister und Verwaltung bei der Erstellung des Haushaltes 2019.

Mit viel Geld, nämlich dem Haushalt mit einem Volumen von 14 Millionen Euro, hat sich der Freudenberger Gemeinderat befasst.
von Alfred SchornerProfil

Das durch Kämmerer Richard Zweck erarbeitete umfangreiche Zahlenwerk mit einem Gesamthaushaltsvolumen von 14 Millionen Euro war Grundlage der Haushaltsberatung des Gemeinderates. Bürgermeister Alwin Märkl verwies darauf, dass nicht nur über die geplanten Ausgaben und Finanzen diskutiert werde, sondern auch über Zukunftsfragen und die Entwicklung der Gemeinde. Es gelte, die Lebensqualität zu erhalten und zu stärken, die Pflichtaufgaben vorbildlich zu erfüllen und die Kommune für die Zukunft zu positionieren. Auch im vorliegenden Haushalt gehe es um den Spagat zwischen notwendigen kommunalen Leistungen und Haushaltskonsolidierung.

Wenn auch der finanzielle Rahmen weiterhin sehr eng sei, müsse Spielraum für Gestaltung bleiben. Dazu gehörten ganz wesentlich die freiwilligen Leistungen. Sie bestimmen laut Märkl die Lebensqualität, die Attraktivität und die Standortkraft der Gemeinde. Dazu gehören gute Bildungsangebote, ein reges Vereinsleben, Kultur und Sport. Kämmerer Richard Zweck zeigte die finanzielle Entwicklung der vergangenen neun Jahren auf. Insgesamt sei die Zuführung zum Vermögenshaushalt seit 2010 erheblich angestiegen. Als erfreulich wertete er die Gewerbesteuereinnahmen, die heuer rund 865 000 Euro betragen werden. Der Einkommensteueranteil werde bei rund 2,8 Millionen liegen, was ein Höchststand sei. Zweck führte weiter aus, dass die Schlüsselzuweisungen in den vergangenen Jahren konstant geblieben seien. Die Darlehenszinsen seien von rund 184 000 auf 125 000 Euro zurückgefahren worden. Die Personalkosten und die Kreisumlageentwicklung seien durch Zuwächse im Personal sowie Erhöhung der Kreisumlage gestiegen.

Johann Gebhard, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, bemängelte, dass keine Veranschlagungen für die Ausweisung der Baugebiete Etsdorf, Freudenberg und Lintach aufgeführt seien, und kündigte an, er werde daher dem Vermögenshaushalt nicht zustimmen. Für die CSU verkündete Peter Göbl, dass seine Fraktion voll und ganz zustimmen werde. Der Haushalt sei geprägt von Leistungen, die hohe Investitionen verlangten und notwendig seien, so Gerhard Dotzler von der SPD. Erfreulich sei, dass für das Baugebiet Freudenberg/Wutschdorf 700 000 Euro Verpflichtungsermächtigungen vorgesehen seien. Die bisher geschaffenen Flächen für ein Öko-Konto reichten allerdings noch nicht aus.

Gemeinderat Rudolf Preitschaft (SPD) schlug vor, dass künftig eine vorberatende Sitzung im Gesamtgemeinderat parteienübergreifend stattfinden sollte. Das könnte zur Zeiteinsparungen des Kämmerers, zur Aufklärung und besseren Verständlichkeit des komplizierten Werkes beitragen. Alle Räte stimmten schließlich der Haushaltssatzung zu.

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