10.05.2020 - 13:26 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Zusammen 90 Jahre im Freudenberger Gemeinderat

Sieben Mitglieder scheiden aus dem Freudenberger Gemeinderat aus. Zusammen können sie auf insgesamt 90 Jahre Ratstätigkeit in dem Gremium zurückblicken.

In Zeiten von Corona ein alltägliches, aber dennoch ungewohntes Bild: Bei der letzten Sitzung der abgelaufenen Legislaturperiode tagt der Gemeinderat in der Schulturnhalle der Grund- und Mittelschule Freudenberg. Bild: sche
von Alfred SchornerProfil

Bürgermeister Alwin Märkl würdigte das Engagement und Verantwortungsbewusstsein der scheidenden Freudenberger Gemeinderatsmitglieder. Es verdiene Respekt und Anerkennung, viel von der eigenen Zeit und Kraft aufzuwenden, um bürgerschaftlich und ehrenamtlich tätig zu sein. Er versprach, nach der Corona-Krise eine standesgemäße Verabschiedung nachzuholen.

In der letzten Sitzung der ablaufenden Legislaturperiode mussten alle Anwesenden in der Turnhalle der Freudenberger Schule den nötigen Abstand wahren. Udo Hartmann vom Ingenieur-Büro Renner + Hartmann informierte über die geplante Ausschreibung für die Wasserversorgung. Im Bereich Engelsdorf und Lintach sei die Errichtung eines Pumpwerkes notwendig. Im Rahmen der Wasserleitungsarbeiten Richtung Geiselhof könne auch die Abwasserleitung kostengünstig verlegt werden. Gemeinderat Peter Göbl (CSU) erkundigte sich, ob bei der geplanten Pumpstation auch die Errichtung einer Photovoltaikanlage technisch berücksichtigt wurde. Dies sei zum derzeitigen Zeitpunkt nicht der Fall, die Statik auf dem Gebäudedach lasse es aber zu. Auf Nachfrage von 2. Bürgermeister Franz Weiß (CSU) hinsichtlich der Förderung der Leitung zwischen Paulsdorf und Lintach, stellte die Verwaltung fest, dass diese nicht förderfähig sei, da es sich um einen Neubau und keine Sanierung handle.

Im Zuge der Sanierung der Brücke über den Krumbach bei der Greßmühle müsse auch die Oberflächenwasserableitung neu verlegt werden. Durch das Amt für ländliche Entwicklung wird die Maßnahme mit geschätzten Gesamtkosten von rund 20 000 Euro mit 75 Prozent gefördert. Das Gremium genehmigte die vorgelegte Aufstellung der über- und außerplanmäßigen Ausgaben des Haushaltsjahres 2019. Die Ausgaben waren unabweisbar und durch Ausgabeeinsparungen beziehungsweise Mehreinnahmen gedeckt. Von der Jahresrechnung 2019, die mit der Summe von 13 039.00,37 Euro im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt abschließt, nahm das Gremium Kenntnis. Der Rechnungsprüfungs-ausschuss wird beauftragt, die örtliche Rechnungsprüfung durchzuführen. Durch den Verein der Freunde der Glyptothek Etsdorf ist geplant, ein weiteres Wegekreuz entlang des öffentlichen Feld- und Waldweges "Fritzenleite" zur Asphaltkapelle zu errichten. Im persönlichen Gespräch mit der Jagdgenossenschaft konnte eine Einigung erzielt werden.

Für die Besetzung eines Jugendhilfeausschusses des Landkreises für 2020 bis 2026 können sich interessierte Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, melden. Für die im Zuge der Flurbereinigung Schwand veränderten öffentlichen Feld- und Waldwege wurden bei einer der letzten Sitzungen irrtümlich die jeweiligen Eigentümer als Baulastträger benannt. Der Gemeinderat beschloss, den Beschluss zu korrigieren und als Straßenbaulastträger die Gemeinde im Bestandsverzeichnis einzutragen. Bürgermeister Märkl berichtete von einer Versammlung der Feldgeschworenen, bei der Alois Heldmann aus Lintach für den bisherigen verstorbenen Feldgeschworenen Franz Rambach gewählt wurde.

Abschied:

Die scheidenden Gemeinderäte:

Gerhard Dotzler (SPD, 18 Jahre), Hubert Eckl (CSU, 18 Jahre), Hans Gebhard (FW, 18 Jahre), Josef Schäffer (CSU, 18 Jahre), Matthias Singer (FW, 6 Jahre), Christian Tröster (CSU, 6 Jahre), Josef Zeitler (CSU, 6 Jahre).

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