24.06.2018 - 17:03 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Zuwachs für schnelle Helfer

Mit einer weiteren erfreulichen personellen Verstärkung kann das Team der First Responder Freudenberg die zunehmenden Rettungseinsätze besser bewältigen.

Die Neuen bei den Freudenberger First Respondern (von links): Nicole Kustner, Philipp Haindl, Fabian Lenk und Tobias Kraus.

(sche) Nicole Kustner aus Wutschdorf und Tobias Kraus, Freudenberg, haben die notwendige Sanitätsausbildung durchlaufen und werden in den nächsten Monaten mit Praktika im Rettungsdienst auf den Dienst in der Ersthelfergruppe vorbereitet.

Bereits im letzten Jahr konnten Philipp Haindl aus Lintach und Fabian Lenk aus Freudenberg ebenfalls die Qualifikation zum Sanitäter erwerben und haben inzwischen erste Einsatzerfahrungen gesammelt.

Feuerwehrkommandant Armin Daubenmerkl und First-Responder-Teamleiter Tobias Hirn nahmen die neuen ehrenamtlichen Teammitglieder nun offiziell auf, dankten ihnen für ihre Einsatzbereitschaft und wünschten ihnen immer "ein ruhiges Händchen" bei den sehr unterschiedlichen und manchmal auch sehr belastenden Einsätzen.

Seit dem Jahr 2006 wird in der Gemeinde der für den Patienten kostenlose Hilfsdienst angeboten. Hintergrund war, die Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, mit qualifizierten Maßnahmen zu überbrücken und somit bei zeitkritischen Notfällen einen wichtigen Grundstein für die Genesung der Patienten zu legen. Mittlerweile wurden über 930 Einsätze abgeleistet, die teilweise auch über das Gemeindegebiet hinausreichten.

Die Dienstzeiten sind werktags von 19 bis 6 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen rund um die Uhr. Der Dienst ist rein ehrenamtlich und freiwillig, alle Teammitglieder opfern also ihre Freizeit für dieses Ehrenamt. Es bedeutet auch, dass der First Responder keine Einnahmen hat und auf Spendengelder angewiesen ist, um funktionieren zu können. Durch bisher gesammelte Gelder konnte bereits ein eigenes Einsatzfahrzeug angeschafft werden. Aber auch medizinische Gerätschaften und laufende Kosten wie Verbrauchsmaterial sowie die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte - zuletzt die Sanitätsausbildung der vier Neumitglieder - müssen finanziert werden.

Dass die Einsatzzahlen im Rettungsdienst steigen, zeigt sich auch bei den Statistiken des First Responders. So berichtet Armin Daubenmerkl, dass im vergangenen Jahr 144 Einsätze abgeleistet wurden. Auch dieses Jahr zeichne sich mit zwischenzeitlich 73 Einsätzen eine ähnlich hohe Zahl ab. Im Schnitt bedeute dies alle zwei bis drei Tage einen Einsatz. Um die Leistungsgrenze der ehrenamtlichen Helfer nicht zu überschreiten, wird zusammen mit der Leitstelle Amberg daran gearbeitet, zu Einsätzen, die zwar im Gemeindegebiet liegen, die aber durch den Rettungsdienst aus Amberg schneller erreicht werden als durch den First Responder von Freudenberg aus, nicht mehr alarmiert zu werden. Gleichwohl muss in jedem Einzelfall die Integrierte Leitstelle Amberg entscheiden, wann der Einsatz des First Responders einen Vorteil für den Patienten bringt und wann nicht.

Auch die steigenden Einsatzzahlen der gemeindlichen Feuerwehren stellen eine Belastung dar, denn jedes First-Responder-Mitglied ist gleichzeitig in der Feuerwehr aktiv.





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