07.09.2021 - 12:38 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Badesaison im Freibad Friedenfels zu Ende

Ein vollständig ungetrübter Badespaß war auch in diesem Jahr nicht möglich. Neben Corona vermieste das Wetter die ersehnten Badefreuden. Die Verantwortlichen zeigen sich aber trotzdem zufrieden mit dieser Saison.

Bürgermeister Oskar Schuster (rechts) und Bademeister Walter Etterer (links) freuen sich nach der Beendigung der Freibadsaison vor allem über den reibungslosen Ablauf in Coronazeiten. Für den Bademeister stehen in den nächsten Tagen noch zahlreiche Arbeiten an, um das Freibad sicher über den Winter bringen zu können.
von Bernhard SchultesProfil

Bereits zwei Wochen vor Schulbeginn endete in Friedenfels die Badesaison. Wenngleich sich dieser Tage endlich die Sonne von seiner besten Seite zeigt, sinken mittlerweile die Temperaturen nachts so weit, dass ein hoher Energieaufwand notwendig wäre, um das Wasser für den Tagesbetrieb auf eine angenehme Badetemperatur aufzuheizen. Die Besucherzahl in dieser Saison sei vergleichbar mit dem Vorjahr.

Trotzdem sei man zufrieden, waren sich Bürgermeister Oskar Schuster und die Vorsitzende des Fördervereins Freibad, Lisa Rauh, einig. Dabei gelte es, auch die gegebenen Umstände zu beachten: "Neben einem nicht idealen Badewetter konnte das Freibad aufgrund der Corona-Verordnungen bereits zum zweiten Mal erst verspätet in die Badesaison starten. Zudem war wieder ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept erforderlich."

"Kein positiver Fall im Freibad"

Laut Bürgermeister Oskar Schuster hätten sich die Maßnahmen bewährt: "Kein einziger positiver Fall wurde im Freibad bekannt." Lisa Rauh hätte sich gewünscht, dass die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung von Badegästen noch häufiger angewandt worden wäre. "Nur rund die Hälfte unserer Gäste hatte diese auf dem Handy und so mussten wir die Kontaktdaten oft umfangreich händisch erfassen." In diesem Zusammenhang bedankte sich die Vorsitzende bei den Mitgliedern des Förderkreises sowie den vielen Helfern und Unterstützern für ihren täglichen Einsatz im Kassenhäuschen.

Wie im vergangenen Corona-Sommer waren auch in diesem Jahr der umfangreiche und beliebte Verpflegungsservice sowie der Biergartenbetrieb eingeschränkt. "Dies führte deshalb erneut zu Einnahmeverlusten im Kiosk gegenüber früherer Jahre", sagte Rauh. Außerdem durften sich in dieser Saison nicht mehr als 150 Besucher zur gleichen Zeit im Schwimmbad aufhalten. Bademeister Walter Etterer: "Nur an den wenigen schönen Tagen kam es vereinzelt an diese Obergrenze."

Was den Bademeister und die beiden Vorsitzenden des Fördervereins, Lisa Rauh und Patricia Henze, besonders freute, waren erneut Besucher aus umliegenden größeren Städten. "Sogar Weidener und Tirschenreuther besuchten wieder unser Bad", sagte Rauh. "Auch störten sich die Badegäste nicht daran, dass Hinweisschilder zur Besucherlenkung aufgestellt waren." Dazu gehörte, dass gleich nach dem Eingang der Einlass zu den Umkleidekabinen durch große Planen, die an den Seitenwänden fest und sicher verschraubt wurden, verhindert wurde.

Sanierung erforderlich

Nach dem Hygienekonzept für 2021 war eine Benutzung der Kabinen im Gebäude nicht möglich. Rund um die Liegewiese wurden deshalb wieder die Ersatz-Kabinen aufgebaut, die den gleichen Zweck erfüllten und schneller gereinigt werden konnten. Auf der Liegewiese konnten die Besucher stets genügend Abstand halten. "Eine gewisse Lockerung und Entspannung gegenüber dem Vorjahr brachte diese Saison aber allemal", bestätigte Bürgermeister Schuster.

"Auch die in die Jahre gekommene Technik hat wieder gut funktioniert", meinte der Rathauschef augenzwinkernd weiter. Hierbei richtete er an Bademeister Walter Etterer ein Sonderlob. "Seine technischen Fähigkeiten und Erfahrungen mit dieser Uralt-Technik halfen schon oft, alles wieder in Gang zu bringen und schnell zu reparieren." Dabei stellte Schuster aber klar, dass in den nächsten Monaten eine Entscheidung fallen müsse, wie mit dem Freibad weiter umgegangen wird.

Der Bürgermeister erklärte: "Technische Anforderungen konnten dank vieler Unterstützer und mit kreativem Engagement immer wieder gelöst werden. Doch nun steht eine unausweichliche Sanierung an. Der Gemeinderat muss deshalb entscheiden und anschließend könnten wir dann einen Planer für die weitere Entwicklung beauftragen."

Zudem forderte das Gemeindeoberhaupt: "Zum einen wird landauf, landab auf das Erlernen des Schwimmens hingewiesen, doch genügend und ausreichende Fördermittel für Freibadsanierungen stehen nicht zur Verfügung."

Schwimmtraining im Freibad

Patricia Henze wusste, dass wegen Corona mittlerweile zwei Jahrgänge nicht das Schwimmen erlernen konnten. Im hiesigen Freibad gab es zumindest die Möglichkeit eines regelmäßigen Schwimmtrainings durch die Wasserwacht, wie Mitglieder des Fördervereins betonten. Lisa Rauh berichtete von einem schönen Ereignis. "Ein Monteur aus Berlin, der wegen seiner Arbeit in der Umgebung für einige Zeit Quartier in Friedenfels bezogen hatte, kam regelmäßig nach seiner Arbeit zu uns ins Freibad. Unsere Mitarbeit in der Freizeiteinrichtung beeindruckte ihn dabei so sehr, dass er eines Tages zu mir kam und mir 10 Euro Spende für die Vereinskasse in die Hand drückte."

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Friedenfels
Die beiden Vorsitzenden des Fördervereins Freibad, Lisa Rauh (mit Enkel Christian) und Patricia Henze (von rechts) dankten ihren Mitgliedern für ihr großes Engagement hinter dem Verkaufstresen.

"Technische Anforderungen konnten dank vieler Unterstützer und mit kreativem Engagement immer wieder gelöst werden. Doch nun steht eine unausweichliche Sanierung an."

Bürgermeister Oskar Schuster

 

 

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