18.04.2019 - 09:50 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Erfolg mit der richtigen Strategie

Wie organisiere ich einen Bio-Erlebnistag? Was darf ein Bio-Betrieb und was darf er nicht? Diese und andere Fragen beantwortete ein Strategie-Seminar.

Nach dem Mittagessen (feines Bio-Rinder-Gulasch) führte Thomas Schultes (letzte Reihe, rechts), Geschäftsführer der Friedenfelser Betriebe, die Workshop-Teilnehmer durch die Friedenfelser Brauerei.
von Jochen NeumannProfil

"Bio ist in aller Munde", stellte Projektleiterin Elisabeth Waldeck von der Öko-Modellregion Steinwald bei der Eröffnung des Strategie-Seminars im Brauerei-Museum Friedenfels fest. In Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung für ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) organisierte die Öko-Modellregion Steinwald diesen aufschlussreichen Workshop.

"Was ein Bio-Betrieb alles darf und nicht darf, wie die biologische Wirtschaftsweise funktioniert und was alles dahinter steckt, können sich Verbraucher bei einem der vielen Bio-Erlebnistage in Bayern direkt vor Ort anschauen", so Waldeck. Denn hier öffnen Bio-Höfe, Bio-Verarbeiter und Bio-Läden in Bayern extra dafür jedes Jahr bei den Bio-Erlebnistage-Wochen der Landesvereinigung für ökologischen Landbau (LVÖ) ihre Türen und Hoftore.

Auch aus Unterfranken

Beim Strategie-Seminar konnten sich interessierte Bio-Betriebe Tipps und Informationen aus erster Hand für diese Art von Veranstaltungen holen. Bis aus Unterfranken kamen die Teilnehmer beim Strategie-Seminar zur Durchführung eines Bio-Erlebnistages ins Brauerei-Museum. Ein Winzer in der Umstellung auf den ökologischen Landbau möchte seine Heckenwirtschaft richtig vermarkten, zwei Bio-Landwirte mit Direktvermarktung wollen ein Hoffest organisieren und ein Bio-Tierhalter-Ehepaar möchten sich auf Märkten und Veranstaltungen gut darstellen.

Dafür hatte LVÖ-Geschäftsführerin Cordula Rutz den Referenten Stefan Rettner, Berater für Direktvermarkter, eingeladen, der zusammen mit den schon geübten Bio-Erlebnistage-Veranstaltern Friedenfelser Betriebe und Öko-Modellregion Steinwald durch den Tag führte.

Check-Liste

"Ein Hoffest braucht einen geeigneten Rahmen und natürlich ein gutes Motto", stellte Rettner fest. Neben einer Check-Liste für die Organisation einer Veranstaltung hatte er eine Zusammenstellung zu rechtlichen Fragen und betriebswirtschaftlichen Kalkulationen im Gepäck. Von der Öko-Modellregion Steinwald und den Friedenfelser Betrieben konnten sich die Teilnehmer Anregungen und Ideen für einen Bio-Erlebnistag holen.

Mohnblütenfest

So gab es in Friedenfels zum Beispiel vergangenes Jahr den Friedenfelser O'schnitt mit einem Bio-Quiz und guter Verpflegung mit dem Bio-Rindfleisch aus dem Steinwald. Heuer ist am ersten Juli-Wochenende ein Mohnblütenfest geplant. Die Projektmanager Günther Erhardt und Elisabeth Waldeck berichteten über ihr Bio-Erleben-Programm und die Bio-Kochkurse. Mit den Kinderkochkursen "Burger, Pasta & Co." haben sie im Februar auf der "Biofach" sogar den Preis für die schönste Veranstaltung bei den Bio-Erlebnistagen Bayern von Staatsministerin Michaela Kaniber überreicht bekommen. Die Verpflegung beim Workshop war natürlich Bio: Es gab ein Bio-Rinder-Gulasch aus dem Bio-Rindfleisch-Projekt der Öko-Modellregion und für den süßen Nachtisch Mohnkuchen aus dem eigenen Bio-Mohn. Dafür hatte Thomas Schultes, Geschäftsführer der Friedenfelser Betriebe, gesorgt.

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