Friedenfels
13.12.2018 - 10:50 Uhr

Fehlbeträge zwingen zu Erhöhung

Leicht fallen die Beschlüsse nicht. Die Gemeinderäte haben die Zukunft im Blick, als sie den neuen Beiträgen und Gebühren zustimmen. Instandsetzungen und Sanierungen bei Kanal- und Wasseranlagen machen es nötig, dass die Preise steigen.

Ab dem 1. Januar steigen im Erholungsort die Wassergebühren. Umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen an der Wasserversorgungsanlage, wie am Hochbehälter auf dem Schusterberg (Bild), sind dafür verantwortlich. Bild: bsc
Ab dem 1. Januar steigen im Erholungsort die Wassergebühren. Umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen an der Wasserversorgungsanlage, wie am Hochbehälter auf dem Schusterberg (Bild), sind dafür verantwortlich.

Sowohl beim kostbaren Lebensmittel Trinkwasser als auch beim Abwasser wurden die Gebühren gründlich geprüft. Nach Ablauf des Kalkulationszeitraums von drei Jahren (2016 bis 2018) wurde eine Nachkalkulation erstellt. Es ergaben sich Fehlbeträge, informierten Bürgermeister Gottfried Härtl und Kämmerer Bernhard Schmidt nun in der Gemeinderatssitzung. Beim Trinkwasser waren dies 14.033 Euro und beim Abwasser 20.468 Euro. Die sind in der neuen Vorkalkulation (2019 bis 2021) zu berücksichtigen, argumentierten die Verantwortlichen. "Zudem sind die anstehenden und umfangreichen Sanierungsprojekte am Wasser-Hochbehälter auf dem Schusterberg, der Einbau einer UV-Anlage für keimfreies Trinkwasser in der Entsäuerungsanlage sowie die Fertigstellung und der Bau der Ringleitung Sonnengasse/Unterneumühle zu beachten."

Auf der Grundlage der Gebührenkalkulation wurde der Preis beim Trinkwasser deshalb von derzeit 1,95 Euro auf 2,32 Euro pro Kubikmeter angehoben. Auch die Grundgebühr für den Wasserbezug wurde je nach der Größe des Wasserzählers geändert. "Bei 99 Prozent der Haushalte sind dies künftig 32,40 Euro. Bei den größeren Einrichtungen und Firmen betragen die Grundgebühren künftig 76,80 Euro oder 129,60 Euro sowie 648,00 Euro", wusste Bürgermeister Gottfried Härtl. Der Abwasserpreis wurde von 2,06 Euro auf 2,22 Euro je Kubikmeter angehoben. Alle Entscheidungen und Preisänderungen wurden vom Gremium einstimmig verabschiedet. Die neuen Preise gelten ab dem 1. Januar 2019.

Erster Ablesetag

Zügig voran schreitet der Einbau der neuen Funk-Wasserzähler. Derzeit seien sie bereits in 217 Haushalten und Einrichtungen installiert worden, informierte Bürgermeister Gottfried Härtl weiter. Um den Bürgern eine eigene Überprüfung ihres Jahresverbrauchs zu ermöglichen, wollte Otmar Zeitler (Freie Wähler) den Erfassungstag wissen. Seitens der Verwaltung wurde der 19. Dezember 2018 genannt. Die komfortable, zukunftssichere Funkablesung erfolge dabei ohne Betreten der Wohnung.

Benennen musste das Gremium einen Datenschutzbeauftragten. "Öffentliche Stellen sind dazu verpflichtet", informierte Bürgermeister Gottfried Härtl. Er erklärte aber auch, dass diese Aufgabe künftig ausgelagert und voraussichtlich vom Landkreis übernommen werde. "Bei einer Bürgermeisterbesprechung fanden hierzu die ersten Gespräche statt." Bis diese Aufgabe jedoch vom Landkreis übernommen wird, musste eine Person bestimmt werden. Nach Vorschlag von Bürgermeister Gottfried Härtl wird ab 1. Januar 2019 Irene Wenning mit dieser Aufgabe betraut. Aus den Reihen der Zuhörer wollte Bernhard Stilp beim letzten Tagesordnungspunkt, "Bürger fragen" wissen, bis wann mit der Sanierung und Instandsetzung der Sonnengasse und des Vogelherdweges zu rechnen sei. "Diese Maßnahmen werden wir frühestens 2021 in Angriff nehmen", ließ Bürgermeister Härtl wissen und verwies auf die der Kommune noch immer nicht vorliegende Regelung der Abrechnung nach Abschaffung der Straßenausbaubeiträge.

 
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