19.02.2020 - 11:51 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Freie Wähler Friedenfels wollen mehr Transparenz schaffen

Eine starke UFW-Fraktion und die aktive Mitarbeit aller Parteien im Gemeinderat - das wünscht sich Bürgermeisterkandidat Oskar Schuster.

Mit einer umfangreichen Informations- und Aufklärungsversammlung startete die Freie Wählergemeinschaft Friedenfels in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. Bürgermeisterkandidat Oskar Schuster (Zweiter von rechts) sowie die Gemeinderatskandidaten Reinhard Stumreiter (links) und Gertraud Kappauf (rechts), erhielten dabei Unterstützung von Landratskandidat Ely Eibisch (Zweiter von links).
von Bernhard SchultesProfil

Vom Tourismus über Straßensanierungen bis zur Wasserversorgung stellte er seine Ziele vor. Mit Unterstützung von Landratskandidat Ely Eibisch startete die Unabhängige Freie Wählergemeinschaft (UFW) als erste Partei im Erholungsort in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. Eine voll besetzte Veranda im Gasthof "Goldener Engel" zeigte das Interesse an den Kandidaten.

Für den Bewerber auf den Chefsessel im Rathaus war es eine Freude, neben Mitgliedern und Anhängern der UFW zahlreiche Interessierte aus anderen politischen Gruppierungen zu begrüßen: "Nur mit einer parteiübergreifenden Zusammenarbeit können wir den Ort weiter voranbringen", hatte Schuster schon im Vorfeld herausgestellt. Landratskandidat Ely Eibisch machte sich für die Fortsetzung der erfolgreichen Kreispolitik der Freien Wähler stark. Wichtig waren ihm der Erhalt von Schulen und Krankenhäusern sowie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Auch für eine Unterstützung der Landwirtschaft und Stärkung der regionalen Wirtschaft mit neuen Arbeitsplätzen möchte sich der Unternehmer einsetzen.

Mit Spannung erwarteten die Besucher die Ziele Oskar Schusters. Er präsentierte die UFW-Gemeinderatskandidaten und nannte als zentrales Thema das öffentliche Gemeindeleben. Unbedingt erhalten will er die Grundschule. Dazu zähle für ihn eine entsprechende digitale Ausstattung, die Neugestaltung des Pausenhofes und ein erweitertes Angebot wie Sport- und Schwimmunterricht im Sommer im Freibad.

Einsetzen möchte er sich für ein flexibles Angebot im Kinderhaus nach den Bedürfnissen der Eltern. Es sei wichtig, die Vorzüge der Gemeinde deutlich zu machen. "Nur dann können wir junge Menschen und Familien an den Erholungsort binden." Zu einem aktiven Gemeindeleben zählte Oskar Schuster die Vereine. Die dort geleistete ehrenamtliche Arbeit wolle er unterstützen, um auch in Zukunft Großveranstaltungen wie den Friedenfelser Bergpreis, den OVL-Cup oder überregionale Tierschauen zu ermöglichen: "Diese Veranstaltungen sind eine Werbung für unseren Ort."

Gedanken machte sich Schuster auch über den Tourismus. "Eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Vermietern durch gemeinsame Aktionen ist notwendig. Auch der Erhalt des Schwimmbades ist unbedingt erforderlich." Die im Herbst probeweise installierte Entsorgung der Grünabfälle solle zur festen Einrichtung werden. Die Einbindung der Bürger in Entscheidungen wolle er mit umfassenden Informationen unbedingt verbessern: "Große Transparenz schaffen und Bürgerbeteiligung einfließen lassen." Der Kandidat bedauerte, dass der derzeitige Bürgermeister die Möglichkeit dazu nur spärlich durch regelmäßige Bürgerversammlungen wahrgenommen habe.

Den zweiten Teil stellte Oskar Schuster unter den Schwerpunkt Investitionen und Bauvorhaben. Er werde sich diesen Belangen ausgiebig widmen. "Als angehender Rentner und Unruheständler plane ich, mindestens fünf Mal die Woche jeweils einen halben Tag im Rathaus dem Ehrenamt nachzukommen." Als absolutes Muss bezeichnete Schuster neben dem Wasserbezug von der Steinwaldgruppe die Beibehaltung der eigenen Wasserversorgung. "In Anbetracht des Klimawandels ist zu prüfen, ob nicht die restlichen vorhandenen gemeindlichen Quellen saniert und aktiviert werden könnten." Gut vorangeschritten sei bereits die Sanierung des Hochbehälters. Zur geplanten Schilfkläranlage konnte Oskar Schuster keinen genauen Baubeginn mitteilen. Erneut betonte er aber, dass das Kanalnetz und die Kläranlage nach der Fertigstellung in der Hand der Gemeinde blieben.

Ein Hauptaugenmerk will Oskar Schuster auf die Sanierung der Straßen legen. "Für 2020 ist die Sonnengasse vorgesehen." Weiter stünden die Schusterbergstraße, die Gartenstraße, der Rosenbühl und der Voglherdweg an. Eine Festlegung der Reihenfolge werde die erste Aufgaben des neuen Gemeinderats sein.

Auch der mittlerweile an den Stammtischen vieldiskutierte Umbau des Lehrerwohnhauses zum Rathaus war Thema. Auf die Frage von Zuhörer Heinz Störtzer, wie er zu der 1,9 Millionen Euro teuren Maßnahme stehe, antwortete Schuster: "Ich persönlich bin mit der Nutzung als künftiges Rathaus nicht glücklich. Das Gebäude kann jedoch nicht leer stehen bleiben." Der Kandidat präsentierte Alternativen wie Appartements für Senioren, eine Arztpraxis oder ein Haus für die Jugend und Vereine.

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