Am Sammelplatz vor dem Freibad tummelten sich bei Einbruch der Dunkelheit viele Besucher. Bürgermeister Oskar Schuster und Hans Lenk ahnten bereits, „dass ein neuer Besucherrekord erreicht werden könnte“, wie sie vor dem Abmarsch des Fackelzuges gegenüber Oberpfalz-Medien äußerten. Beim Startsignal zum Aufstieg auf den Schusterberg wurde ihre Vermutung zur Gewissheit. Eine fast endlose Karawane setzte sich in Bewegung, wohl wissend, dass vor der Schusterbergkapelle wie jedes Jahr viele Gäste aus anderen Richtungen auf den eintreffenden Fackelzug warteten.
Vor allem das kühle, schöne Winterwetter lockte in diesem Jahr die Besucher an, wie mehrere Mitwanderer bestätigten. Helga Trottmann erinnerte sich an das nasskalte Wetter im vergangenen Jahr, das sie und ihre Familie von einer Teilnahme abhielt. „In diesem Jahr passt das Wetter“, meinte die 65-jährige Friedenfelserin. Ähnlich äußerte sich Marita Frech, die mit ihrem Ehemann Reimund zum ersten Mal das Friedenfelser Bergfeuer besuchte. „Alle Jahre war etwas anderes, in diesem Jahr hat es endlich einmal gepasst“, sagte die Wiesauerin. Zum ersten Mal dabei war auch die Norwegerin Carolin Günter mit ihren Kindern. „Wir sind auf Heimatbesuch in Deutschland“, erklärte die junge Mutter und freute sich zusammen mit ihrer Familie auf das nicht alltägliche nächtliche Ereignis.
Hochbetrieb an Verkaufsständen
Nach einer zwanzigminütigen Wanderung verließ die Spitze des Fackelzugs, angeführt von Oskar Schuster und Melanie Höfer, den Wald an der ehemaligen Skiliftstation Hoschn. Bernhard Petrik entzündete den vorbereiteten großen Holzstoß auf dem Schusterberg. Der Wind fachte das lodernde Feuer an und schickte seine leuchtend gelben Flammen weit in den Himmel. Der große Feuerschein leitete den scheinbar endlosen Fackelzug sicher zum Ziel auf dem Schusterberg. An den Verkaufsständen herrschte zu diesem Zeitpunkt bereits Hochbetrieb. Viele Besucher und Vereinsabordnungen, darunter eine Vertretung des Naturerlebnisdorfs Moosbach, ließen zusammen mit Freunden bei einem wärmenden Getränk oder einem kühlen Wintertrunk das Jahr ausklingen.
Geordnetes Abbrennen
Zahlreiche Mitglieder des Tourismusvereins hatten im Vorfeld mit Vermietern und Unterstützern den Vorplatz der Kriegerkapelle hergerichtet und das Holz für das Bergfeuer aufgeschichtet. In diesem Jahr spendeten Erwin Bächer, Bernhard Stilp und die Gemeinde Friedenfels das Holz. Das Team Tourismus hatte ein besonderes Augenmerk auf den Vorplatz gelegt. Die früheren leichten Verkaufsstände wurden durch wirkungsvolle Holzbuden ersetzt. Neu war auch die Ausleuchtung des Geländes. Hans Lenk hatte energiesparende Lichtstrahler installiert, die den Kapellenvorplatz sowie die 400 Jahre alte Linde neben der Kriegerkapelle besonders in Szene setzten. Angesichts des neuen Besucherrekords meldeten bald die ersten Verkaufsstände „Ausverkauft“. Der Zuspruch und das Lob für das Event kurz vor Jahresende waren dennoch enorm: Die Verantwortlichen planten deshalb beim Abbau an Silvester bereits für die nächsten Jahre.
Ums geordnete Abbrennen des Bergfeuers sowie der zahlreichen Feuerstellen kümmerten sich Mitglieder des Teams Tourismus, überwacht von der Freiwilligen Feuerwehr Friedenfels.




























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