08.07.2021 - 11:20 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Friedenfelser Bürgerfest und Weihnachtsmarkt derzeit nicht vorstellbar

Corona hat die Vereine in der Gemeinde Friedenfels ausgebremst. Der Wille zum Neustart ist da. Freilich kann einiges nicht stattfinden. Mit 19 Vereinen war die Versammlung des Vereinskartells gut besucht.

Das alle drei Jahre stattfindende Friedenfelser Bürgerfest (im Bild das Fest von 2018) sollte in diesem Sommer wieder steigen. Coronabedingt erteilte Bürgermeister Oskar Schuster in der Versammlung des Vereinskartells jedoch eine Absage.
von Bernhard SchultesProfil

Bürgermeister Oskar Schuster freute sich zu Beginn der Vereinsvertreter-Zusammenkunft über den guten Besuch – trotz Corona. Positiv vermerkte das Gemeindeoberhaupt die spürbare Aufbruchsstimmung. Gleich mehrere Vereine wagen in den nächsten Wochen mit kleinen Veranstaltungen einen Neustart.

Trotz vieler Corona-Lockerungen zeigten sich einzelne Gruppierungen aber bei Terminen und Veranstaltungen noch zurückhaltend und unentschlossen. Denn nicht nur für die Vereine aus dem Erholungsort sei es derzeit schwer, einen Überblick zu behalten, wie Oskar Schuster aus den Reihen der Versammlung erfuhr. Neben der Einhaltung von häufig wechselnden Bestimmungen bei einfachen Vereinssitzungen, über Jahreshauptversammlungen bis hin zu kleinen vereinsinternen Feiern, gebe es Begrenzungen und Teilnehmerzahlen zu beachten.

Weniger Probleme hätten derzeit Vereine, die sportliche Veranstaltungen oder kontaktfreien Sport unter freiem Himmel ermöglichen, wusste Bürgermeister Oskar Schuster. Ein zweitägiges Eisstockturnier plant deshalb noch im Juli die TSV-Sparte Eisstock auf der Asphaltanlage vor der Steinwaldhalle, wie Spartenleiter Martin Streim in der Kartellversammlung ankündigte. Monika Seidel vom Mütterverein verwies auf ein Kaffeekränzchen auf der Terrasse hinter dem Jugendheim.

Abstand halten

Coronabedingt veranstaltet der Förderverein Freibad seine Jahreshauptversammlung erstmals im Freibad, teilte Vorsitzende Lisa Rauh mit. Nicht in ihren Vereinsheimen und Vereinslokalen wollen auch der Turn- und Sportverein sowie die Frauenreuther Sportschützen ihre anstehenden Jahreshauptversammlungen abhalten. "Aus Platzgründen und zur Einhaltung der Abstandsregelung weichen wir auf die große Steinwaldhalle aus“, teilten Johannes Härtl und Wolfgang Schlicht mit.

Altkleidersammlung

Weniger Probleme sah Kolping-Vorsitzender Reiner Gärtner bei der im September anstehenden Altkleidersammlung. „Die hierbei benötigte geringe Helferzahl sowie der Einsatz unter freiem Himmel ermöglichten die Sammlung bereits im letzten Jahr, wo ebenfalls Auflagen zur Pandemie beachtet werden mussten.“ Nach dem coronabedingten Ausfall der großen Lokalschau im vergangenen Jahr hofft Ramona Bauer, Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins, auf einen Neustart im November. Bauer fügte ergänzend an: „Wir würden die beliebte Schau auch mit einer geringeren und begrenzten Besucherzahl auf die Beine stellen.“

Allen Vereinen, die in den nächsten Wochen und Monaten ihr Vereinsleben wieder ankurbeln, dankte Bürgermeister Oskar Schuster für ihre Bemühungen. Hier eingeschlossen sah das Gemeindeoberhaupt das Engagement des BRK-Ortsverbandes mit dem Betreiben der Corona-Teststation sowie das Schwimmtraining für Kinder im Friedenfelser Freibad durch die Wasserwacht. „Bereits seit einer Woche betreibt die Ortsgruppe der Wasserwacht dieses Schwimmtraining, das Kindern weitere Grundkenntnisse im Schwimmen ermöglicht", wie der Vorsitzende der Wasserwacht, Markus Münchmeier, anmerkte.

Die Gemeinde-Partnerschaft mit dem österreichischen Raggal war Gottfried Härtl wichtig. Bürgermeister Oskar Schuster merkte hierzu an, man stehe in telefonischem Kontakt. "Die gewohnten gegenseitigen Besuche mit Bussen zu Bürgerfesten oder Gemeindefeierlichkeiten sind derzeit jedoch nicht möglich.“ Oskar Schuster weiter: „Coronabedingt entfällt in diesem Jahr das turnusgemäß anstehende Bürgerfest.“ Zum Friedenfelser Weihnachtsmarkt und großen Bergfeuer auf dem Schusterberg sei noch keine Entscheidung gefallen, betonte Oskar Schuster. Wegen der umfangreichen Planungen und Vorbereitungen erachtete er eine Durchführung als nicht realistisch.

„Lustige Ferien“

Anbieten will die Gemeinde Friedenfels in diesem Jahr wieder ein Ferienprogramm, wie Bürgermeister Oskar Schuster weiter hervorhob. Voraussichtlich sechs Vereine werden das Programm „Lustige Ferien“ mit Veranstaltungen bereichern. Der Fichtelgebirgsverein und die Theatergruppe werden sich erst 2022 wieder am Ferienprogramm beteiligen, ließ Manfred Lang wissen. Überarbeitet wurde in der Versammlung des Vereinskartells der Belegungsplan für die Sporthalle. Die anwesenden Vereine gaben die in der Steinwaldhalle benötigten Zeiten an. Erneuert werden muss in den nächsten Wochen das erweiterte Führungszeugnis für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendarbeit, wie Oskar Schuster informierte. Dabei verwies er auf die 2014 geschlossene Vereinbarung des Kreisjugendamtes mit den Vereinen über eine fünfjährige Gültigkeit des Führungszeugnisses.

Aufgrund des derzeitigen Wetters gebe es täglich viele Nachfragen, ob das Freibad tatsächlich auch um 13 Uhr geöffnet werde, berichtete die Vorsitzende des Freibad-Fördervereins, Lisa Rauh. Sie erkundigte sich, ob ein Hinweis zur Öffnung des Freibads an jedem Vormittag auf der Homepage der Gemeinde eingestellt werden könnte. Bürgermeister Oskar Schuster wusste von den Anfragen und sicherte eine Überprüfung des Vorschlags zu.

Wieder aktiv ist die BRK-Sportgruppe Friedenfels

Friedenfels
Nach dem coronabedingten Ausfall im vergangenen Jahr fand in Friedenfels wieder eine Versammlung des Vereinskartells statt. Rege diskutierten dabei 19 Vereinsvertreter mit Bürgermeister Oskar Schuster (rechts).
Erneut ausfallen dürfte das große Bergfeuer am Jahresende auf dem Schusterberg.

„Wir würden die beliebte Schau auch mit einer geringeren und begrenzten Besucherzahl auf die Beine stellen.“

Ramona Bauer, Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins

 

 

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