17.09.2020 - 11:22 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Friedenfelser Kinderkrippe bis 2022 ausgebucht

An ungewohnter Stelle tagte am Mittwoch der Gemeinderat. Dabei erfuhren die Besucher: In der Kinderkrippe besteht Handlungsbedarf. Die Nachfrage ist enorm, eine Erweiterung wohl unumgänglich.

An die Kapazitätsgrenze stößt mittlerweile das Kinderhaus Friedenfels. Die Kinderkrippe kann bis Januar 2022 keine weiteren Kinder aufnehmen.
von Bernhard SchultesProfil

Johannes Härtl (CSU) rückt für den verstorbenen langjährigen CSU-Gemeinderat Karl Wittmann in den Friedenfelser Gemeinderat nach. In der Sitzung am Mittwochabend leistete Härtl den Amtseid. Mehrere Monate lang war die CSU wegen der Erkrankung von Karl Wittmann nur mit vier Personen im Gemeinderat vertreten. Bei jeder Sitzung hofften seine Freunde auf eine baldige Rückkehr des sympathischen CSU-Vertreters, der seit Oktober 2006 dem Gremium angehört hatte. Die Genesungswünsche waren aber vergebens.

CSU-Nachrücker Johannes Härtl (links) leistete vor Bürgermeister Oskar Schuster (rechts) den Amtseid.

Nach dem Tod Wittmanns musste nun ein Nachrücker das CSU-Team komplettieren. Erster Nachrücker wäre nach dem Ergebnis der Kommunalwahlen 2020 Altbürgermeister Gottfried Härtl gewesen. In einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung hatte er jedoch die Übernahme des Ehrenamtes aus persönlichen Gründen abgelehnt. Seinen bald bevorstehenden Ruhestand und eine weiterhin von ihm gewünschte Verjüngung der CSU nannte er unter anderem als Gründe. Der nächste Nachfolger auf der Kandidatenliste war Johannes Härtl. Er gehörte bereits von Mai 2014 bis April 2020 dem Gemeinderat an.

Für Sitzung umgerüstet

Die Sitzung am Mittwoch brachte eine weitere Neuerung mit sich. Wegen der Renovierung der Steinwaldhalle hatte sich die Verwaltung um einen Ersatzraum für die Gemeinderatssitzung bemühen müssen. Nach anfänglichem Suchen in Gaststätten bot sich der große Mehrzweckraum in der Grundschule Friedenfels an. Gemeindebedienstete funktionierten am Mittwoch nach Schulschluss den Mehrzweckraum zum Sitzungsraum um und sorgten für die erforderliche Bestuhlung. Noch vor Schulbeginn am Donnerstag wurde er nach den Hygienevorschriften gereinigt und mit der Schulbestuhlung seiner alten Bestimmung übergeben.

Reparatur in Kläranlage

Keine Einwände hatten die Gemeinderäte am Mittwoch bei der Genehmigung einer Rechnung für Ausgaben für die Kläranlage. Hintergrund: Überraschend war ein Getriebe am Rechen der Kläranlage defekt geworden. Um eine weitere Beschädigung des Rechens zu verhindern, musste schnellstmöglichst gehandelt und die benötigten Ersatzteile und Motoren beschafft werden, informierte Bürgermeister Oskar Schuster. Eine Fachfirma hat die beschädigten Teile ausgebaut und neu montiert. Der Preis betrug 4063 Euro.

Beamer für die Schule

Die Grundschule liegt den Räten am Herzen. Zum Preis von 3651 Euro werden im Rahmen des Förderprogramms „Digitalbudget für das Digitale Klassenzimmer“ zwei Beamer, zwei Dokumentenkameras und zwei Lautsprechersysteme angeschafft. Die Maßnahme wird von der Regierung der Oberpfalz mit einem Pauschalbetrag in Höhe von 2696 Euro gefördert.

Atemschutzgeräte

Auch die Feuerwehr wurde bei der jüngsten Sitzung bedacht: Ankauf von vier neuen Atemschutzgeräten. Dies sei kein Luxus, wie die beiden Bürgermeister Oskar Schuster und Christian Bischof betonten. Die derzeit vier vorhandenen Atemschutzgeräte wurden bereits vor 22 Jahren angeschafft und sollen nun durch modernere und vor allem sicherere Überdruckschutzgeräte ersetzt werden. Der Anschaffungspreis beläuft sich auf 10.100 Euro.

Wir haben hier mittlerweile Zustände wie in Ballungsräumen.

Bürgermeister Oskar Schuster

Besonders interessant für die Besucher der Sitzung im Mehrzweckraum der Grundschule war der Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben“ mit Details aus vorangegangenen nichtöffentlichen Sitzungen. So ist nach Aussage der geschäftsleitenden Beamtin Regina Wildenauer die Kinderkrippe bereits bis Januar 2022 komplett belegt. „Wir haben hier mittlerweile Zustände wie in Ballungsräumen“, sagte daraufhin Bürgermeister Oskar Schuster und wusste von Anfragen von Eltern für einen Krippenplatz, deren Kinder überhaupt noch nicht geboren sind. Das Gemeindeoberhaupt sah deshalb in absehbarer Zeit eine Erweiterung des Kinderhauses als Aufgabe. Diese Aussage veranlasste Karl Zeh (Grüne/Neue Wege) unter viel Beifall zum Aufruf: „Dann schaut’s, dass ihr recht bald ins geplante Rathaus umzieht." Gemeint war das Lehrerwohnhaus. "Die Räumlichkeiten könnten dann für das Kinderhaus genutzt werden.“

Wegesanierung

Freuen dürfte Anwohner und Benutzer die nun anstehende Sanierung und Instandsetzung der nicht befestigten Wege in Frauenreuth, Altenreuth und Bärnhöhe. Oskar Schuster: „In der nächsten Woche beginnt die beauftragte Firma mit der Ausbesserung.“

Stützmauer

Nicht endgültig einigen konnte sich das Gremium bei einem von Uwe Heider (CSU) beantragten Parkverbot durch Hinweisschilder beim Schwimmbad (ortsauswärts auf der rechten Fahrbahnseite). Bürgermeister Oskar Schuster möchte hier mit verschiedenen Maßnahmen das Verantwortungsbewusstsein der Freibadbesucher wachrütteln. „Der beliebte Spazier- und Wanderweg 'Kapellenweg' wuchert zu“, wusste Gemeinderat Erwin Bächer. Die von ihm vorgeschlagene großflächige Rückschneidung durch den Maschinenring wird die Gemeindeverwaltung prüfen. Die erforderliche Stützmauer noch vor der Sanierung der Sonnengasse wird auf Kosten der Gemeinde errichtet, war eine weitere Bekanntgabe aus der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates.

Hier ein Bericht über die Bürgerversammlung in Friedenfels

Friedenfels
Mit „Nachsitzen in der Schule“ kommentierten einige Gemeinderäte scherzhaft ihr Treffen am Mittwochabend. Wegen der Renovierung der Steinwaldhalle war ein Ersatzraum nötig. Im Mehrzweckraum der Grundschule konnten die erforderlichen Hygiene- und Schutzvorschriften bestens eingehalten werden.
Rasches Handeln war geordert nach einem Defekt am Rechen der Kläranlage. Nachträglich genehmigte der Gemeinderat die Instandsetzungskosten.

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