Nach Abschluss der letzten Arbeiten an der Urnenanlage war nun der Übergabetermin an die Gemeinde. Bürgermeister Gottfried Härtl freute sich über das gelungene Projekt und dankte besonders Erwin Otte für die Gestaltung, Planung und künstlerische Umsetzung. Lob zollte das Gemeindeoberhaupt auch Markus Münchmeier für die technische Betreuung und Ines Neugirg von der Firma Dumler, für die Pflaster- und Erdarbeiten. Des Weiteren waren an der Baumaßnahme die Firma Punzmann und die Firma Alfons Meierhöfer beteiligt.
Die Vertreter der Gemeinde freuten sich bei der Abnahme über die zügige Abwicklung bei diesem sehr sensiblen Projekt. Bürgermeister Härtl betonte, dass Feuerbestattungen mit anschließender Urnenbestattung vermehrt gewünscht würden. Viele Friedhöfe hätten auf den Trend bereits reagiert. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Urnenbestattungen habe man sich deshalb auch im Erholungsort für den Bau einer Urnenanlage entschlossen.
Fragen aufgeworfen
Bürgermeister Härtl: "Der jetzige Standort warf aber eingangs schon Fragen für alle Beteiligten auf." Letztlich sei die Umsetzung bezüglich des Gefälles und der Anbindung an die Gräber sehr gut gelungen. Die ersten Kommentare aus der Bevölkerung seien sehr positiv."
Planer Erwin Otto hatte sich bei der Umsetzung der Urnenanlage von folgendem Grundsatz leiten lassen: "Die bestehende Begräbnisstätte soll durch die Urnenanlage ,Licht der Sonne' deutlich aufgewertet werden und in Richtung ,Friedhof mit Zukunft' führen", so der Künstler.
Und dies ist ihm nach Meinung der Anwesenden gut gelungen: Markus Münchmeier: "Die anfänglichen Bedenken wegen der Enge haben sich nicht bestätigt und obwohl es ein kleines Projekt war, hatte es durchaus Tücken. Der untererdig eingebrachte Metallrahmen zur Stabilisierung der Namens- und Erinnerungstafeln, musste wegen des Gefälles stetig angepasst und eingearbeitet werden. Ein Verrutschen oder eine Verschiebung der Tafeln bei Frost, ist dadurch ausgeschlossen. Die Anpassung zu den anschließenden Gräbern musste ebenfalls gelöst werden.
Auf Trend reagiert
Sollte sich die Tendenz der Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung fortsetzen, so hat die Gemeinde Friedenfels bereits Vorsorge getroffen. Durch die Friedhofsmauer in nördlicher Richtung kann ein Durchgang gebrochen werden und hier die Urnenanlage im neuen Friedhof fortgesetzt werden. Ein Planungsvorschlag zur Erweiterung liegt uns schon vor, informierte das Gemeindeoberhaupt. Gottfried Härtl verwies dabei auch auf ein neues Gesamtkonzept des Friedhofs, wo bestehende Lücken und Freiräume nicht mehr vergeben werden. "Hier werde man Sitzmöglichkeiten und Begrünungen schaffen, was eine Auflockerung des Friedhofs bedeute und dem Ziel einer kleinen Parkanlage näher komme.
Mit einer Überraschung wartete Erwin Otte auf, nachdem er seine Philosophie zum Objekt "Licht der Sonne" (siehe Kasten) ausführlich dargelegt hatte. "Ich habe um den Kreuzbereich der Urnenanlage 132 Narzissenziebeln eingebracht. Im kommenden Frühjahr und zur Osterzeit bringen sie mit ihrer Farbe Leben in den Friedhof. Zudem erzeugt die allmorgendliche Sonne mit ihren ersten Strahlen durch das gelbe Glas der Urnenanlage, ein einzigartige Stimmung und Atmosphäre im Friedhof." Sein abschließender Dank galt den Verantwortlichen der Gemeinde Friedenfels für den Auftrag sowie dem Granitwerk Friedenfels, für die Schaffung der großen Granit-Sitzbank, die Granit-Wange zur Glasaufnahme und der 30 Namenstafeln.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.