23.01.2020 - 13:17 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Gedenkmesse an der Gefallenen-Gedenkstätte

Nicht nur die Rückschau auf das Geleistete prägt die Jahreshauptversammlung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Friedenfels. Die Mitglieder formulieren auch Ziele und Pläne.

Der Leiter der Jahresversammlung, Philipp Hausknecht (Mitte), diskutiert angeregt mit zweitem Bürgermeister Oskar Schuster (Zweiter von links) und dem Kreisvorsitzenden des BSB, Ferdinand Lienerth (Zweiter von rechts), der die Grüße des Kreisverbandes übermittelte, über die Ziele der Soldaten- und Reservistenkameradschaft. Mit im Bild Monika Schmid, die Frau des Ehrenmitglieds Manfred Schmid, und der frühere Zweite Vorsitzende Reinhard Höfer.
von Autor ROHProfil

Veränderungen im Bayerischen Soldatenbund (BSB) auf Kreis- und Landesebene beschäftigten die Kameraden der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Friedenfels bei der Generalversammlung im "Peace Rock", dem ehemaligen Schützenhaus Weißenstein. Bedauert wurde das gesundheitsbedingte Fehlen des Ehrenmitglieds Manfred Schmid, der seit 40 Jahren die Kriegsgräbersammlungen organisiert.

Grüße des Vorsitzenden Philipp Hausknecht gingen an den Kreisvorsitzenden Ferdinand Lienerth aus Falkenberg. "Es freut uns besonders, dass nach Jahren der Abstinenz wieder ein Vertreter der Kreisvorstandschaft anwesend ist." Lienerth entschuldigte sich, Terminüberschneidungen hätten verhindert, bei der Jahresversammlung in Friedenfels anwesend zu sein. Der Kreisvorsitzende schilderte die Schwierigkeiten, die beim Wechsel des Landesschießwarts, der vom Präsidenten von seinem Amt entbunden worden sei, aufträten. Nach dem Tod von Josef Peter werde am 22. März ein neuer Kreisschießwart gewählt. Lienerth schloss sein Grußwort mit dem Dank an den Vorstand der Friedenfelser Kameradschaft für die geleistete Arbeit.

Zweiter Bürgermeister Oskar Schuster würdigte die überzeugende Präsenz der Soldaten und Reservisten in schmucken Uniformen beim Volkstrauertag und bei der Kriegsgräbersammlung unter Leitung von Manfred Schmid. Wegen des schwierigen Wegs auf den Schusterberg habe sich im November nach dem Gottesdienst eine Prozession zum Gedenkstein am Eingang des Friedhof bewegt. Der kurze Weg sei bei vielen, die die Gefallenen der Steinwaldgemeinde ehren wollen, gut angekommen. Die Veranstaltung zur Kranzniederlegung am Volkstrauertag sei gelungen gewesen.

Friedenswallfahrt

Vorsitzender Philipp Hausknecht verwies im Jahresbericht auf 14 Termine. In diesem Zusammenhang kam er auch auf die Friedenswallfahrt zu sprechen. Ferdinand Lienerth schilderte den Ablauf: Aufstellung in der Ortsmitte von Konnersreuth, Marsch auf einem weniger beschwerlichen Weg zu Kirche und Ehrenmal. Die neuen Erkenntnisse bewegten den Vorstand, spontan die Beteiligung für kommenden Mai zu zusagen. Auch die gemeinsame Feier mit dem Patenkind Hohenhard sprach der Vorsitzende an. "Im Vorjahr mussten wir passen, die Feier in Friedenfels und Hohenhard fand zur gleichen Stunde statt. Eine Entzerrung wäre wünschenswert", meinte Hausknecht.

Der Gedanke, eine Gedenkmesse in Absprache mit der Pfarrei an der Gefallenen-Gedenkstätte auf dem Schusterberg bei guter Witterung im Mai - eventuell mit Frühschoppen und Gesangseinlagen - unter der großen Linde abzuhalten, soll nach eingehender Diskussion weiterverfolgt werden. Hier soll kein Ersatzvolkstrauertag konstruiert werden, ergänzte der Zweite Bürgermeister. Das erneut renovierte Denkmal für die Opfer der Weltkriege soll in den Mittelpunkt rücken und nicht in Vergessenheit geraten. Vorsitzender Hausknecht sicherte zu, im Frühjahr werde er die Verhandlungen mit Pfarrei und den infrage kommenden Vereinen aufnehmen. Es wäre auch eine Gelegenheit zur Selbstdarstellung der Soldaten- und Reservistenkameradschaft mit ihren Zielen, unter anderem der Friedenserhaltung.

Klage über Standort

Die von der SRK errichtete und unterhaltene Gedenkstein-Anlage am Friedhof stand plötzlich wieder im Mittelpunkt. Bemängelt wurde erneut der Standort vor der Kompost- und Abfallanlage. Das sei der Bedeutung einer solchen Gedenkstätte nicht angemessen. Positive Beispiele in anderen Gemeinden seien genug da, wussten Albert Trottmann, Stefan Schmalzreich und Bernhard Stilp: "Die haben einen zentralen Platz im Ortsbereich gefunden." Franz Dietz gab noch einmal zu bedenken, dass der damalige Vorsitzende Werner Schiemann intensiv versucht habe, einen Platz im Friedhof zu bekommen. Zum Bedauern der Soldaten- und Reservistenkameradschaft seien alle ins Gespräch gebrachten Standorte von der Gemeinde abgelehnt worden. Zweiter Bürgermeister Oskar Schuster bestätigte, er habe das Anliegen im Bauausschuss vorgebracht. "Man sollte das Ziel konsequent weiterverfolgen, auch wenn noch nichts passiert ist."

Rechtzeitig zahlen

Bei "Wünschen und Anträgen" meldete sich Kassier Franz Dietz zu Wort. Der Vereinsbeitragseinzug werde neuerdings mit Buchungs- und Software-Gebühren belegt. Das könne sich die Kameradschaft nicht mehr leisten, meinte Dietz, müsse man doch vom Beitrag das meiste über den Kreisverband an den Bayerischen Soldatenbund (BSB) abführen. Er plädierte für eine Barzahlung wie früher "oder die Kameradinnen und Kameraden sorgen mit einer Überweisung für den rechtzeitigen Eingang ihres Mitgliedsbeitrages".

Im Hinblick aufs Jahresprogramm 2020 beschränkte sich Vorsitzender Hausknecht auf den Hinweis, es werde in den nächsten Tagen allen Mitgliedern zugehen. Die nächste Monatsversammlung kündigte er für März an. Wie bereits erwähnt, reiht sich die Friedenfelser Kameradschaft bei der Friedenswallfahrt im Mai ab Marktplatz Konnersreuth in die Prozession ein.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.