In Friedenfels gibt es künftig lebensrettende Geräte. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Anschaffung von drei Defibrillatoren einstimmig beschlossen. Wie Bürgermeister Oskar Schuster im Sachvortrag erklärte, sind die notwendigen Gelder im Haushalt eingestellt. Aus dem Kontingent soll ein Defibrillator zwischen dem neuen Rathaus und der Schule, an einer Außenwand der beiden Gebäude angebracht werden. Ein weiterer Defi, der ebenfalls öffentlich zugänglich ist, wird im Schwimmbad stationiert. Bei diesem Standort wurde beschlossen, das nach Schließung des Freibads (geöffnet meistens zwischen Ende Mai bis Ende August) der Defibrillator abgebaut und in der Steinwaldhalle zum Einsatz kommen soll. Im Gemeinderat wurden die zur Verfügung stehenden restlichen Monate des Jahres, als der Zeitraum bezeichnet, wo in der Steinwaldhalle gesellschaftlich und sportlich der meiste Betrieb herrscht. Die Umsiedlung und Vorgehensweise wurde deshalb „als sinnvoll und folgerichtig“ gesehen.
Den dritten Defi, der im Anschaffungspaket aufgelistet war, soll die Feuerwehr erhalten. Neben einer Eigensicherung für das mittlerweile zahlreiche Feuerwehrpersonal ist dieser Defi auch für eine Auflastung auf das Feuerwehrauto vorgesehen, wie während der sachlichen Diskussion deutlich wurde. Im Gesamtpreis von 6700 Euro ist zudem ein Außenwandschrank (für den Defibrillator zwischen Rathaus und Schule) sowie die Einweisung von bis zu 15 Personen enthalten. Auf breite Zustimmung im Gremium stieß vor der Abstimmung zur Anschaffung der drei Defibrillatoren auch die Standortwahl. Für den Defibrillator zwischen Rathaus und Schule wurde die täglich starke Frequentierung durch Gäste, Besucher des Rathauses und der Kirche sowie eine mögliche Anwendung im Ernstfall in der Schule oder angrenzenden Kinderhaus herausgestellt.
Sitzmöbel für Besucher
Zustimmung gab es auch für einen Antrag von Thomas Schraml. Der Friedenfelser möchte in Eigenregie rund 15 bis 18 Quadratmeter am Dorfweiher in Schönfuß pflastern und auf dieser Fläche eine Sitzgelegenheit für Besucher, Spaziergänger und Wanderer schaffen. Wie Bürgermeister Oskar Schuster erläuterte, kümmert sich dessen Sohn Sebastian Schraml seit Jahren um den Dorfweiher. „Nun ist sein Vater auf die Gemeinde zugekommen und hat beantragt, einen Teilbereich auf dem angrenzenden Dorfplatz, der mit uns vorher abgesprochen und festgelegt wird, in Eigenregie zu pflastern und dort eine Sitzbank mit Tisch aufzustellen.“ Die Sitzmöbel möchte Thomas Schraml in Holz gestalten. Für die Pflasterarbeiten sollen die vorhandenen, alten Betonsteine aus dem Lager der Gemeinde verwendet werden.
Alle Arbeiten würde Thomas Schraml unentgeltlich ausführen. Das Gremium stimmte zu. Schuster betonte: „Es ist wieder einmal ein Beispiel, dass in Friedenfels Eigeninitiative und Ehrenamt wirklich funktionieren. Ich bin dankbar für das breite Miteinander und das Engagement, was einige Leute investieren und bereit sind für die Gemeinschaft zu leisten. Herzlichen Dank an den Antragsteller“.
Im Bereich des Wendehammers der Ortsstraße „Am Schmierofen“ und der „Rote Lohstraße“ (Industriegebiet) kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen parkenden Autos und Lieferfahrzeugen, unterstrich Bürgermeister Oskar Schuster anschließend und verwies weiter darauf, dass die Straßen dort zudem relativ eng sind. Wie das Gemeindeoberhaupt zudem betonte, habe man schon des Öfteren versucht, auf das Problem einzuwirken. „Die Leute die dort parken sind jedoch nicht bereit, Rücksicht auf den Durchgangsverkehr zu nehmen“, sagte Schuster. „Wir haben deshalb leider keine andere Möglichkeit, als diese Bereiche mit dem absoluten Halteverbot zu belegen. Nur dann kann jeder rein und raus fahren, einschließlich des Lieferverkehrs, ohne dass es Probleme gibt.“ Die vorgeschlagene Maßnahme sah auch das gesamte Gremium als richtig an.
Berechnungen laufen
Für die beiden Ortsstraßen wurde deshalb ein absolutes Halteverbot angeordnet. Die Anordnung wird mit der Aufstellung der Verkehrszeichen wirksam, ließ Oskar Schuster abschließend wissen.
Neuste Informationen zum aktuellen Stand „Anschluss an die Kläranlage in Krummennaab“ lieferte das Gemeindeoberhaupt ferner. So werden nach Aussage von Schuster vom Ingenieurbüro Zwick derzeit Berechnungen über die Einleitung von Mischwasser und Menge der Schmutzfracht ermittelt. Als zeitlichen Ablauf schilderte das Gemeindeoberhaupt für 2027 die Ausschreibung und Planung. Den Bau selbst, der eine Rohrleitung von der jetzigen Kläranlage nach Thumsenreuth notwendig macht, kündigte er für 2028 an. Im Finanzausschuss der Gemeinde Friedenfels wurde deshalb bereits auch eine Berechnungsart erarbeitet, wie der Redner an anderer Stelle verkündete. Demnach kommen auf die Friedenfelser Bürgerinnen und Bürger drei Raten und eine Schlusszahlung – aufgeteilt auf vier Jahre – zu, so Bürgermeister Schuster. Detaillierte Informationen zum Bau, den Anschluss in Krummennaab sowie zu den Kosten, sollen die Friedenfelser in einer Bürgerversammlung am 13. April erhalten, ließ Schuster abschließend wissen.


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