26.04.2020 - 16:47 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Großer Applaus für Bürgermeister Gottfried Härtl

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen und die Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte waren die Hauptpunkte der letzten Gemeinderatssitzung. Zum Schluss der Amtsperiode wurde wegen der Coronakrise erneut der Sitzungsort verlegt.

Bei der letzten Gemeinderatssitzung der laufenden Amtsperiode würdigte der Fraktionssprecher der Freien Wähler, Oskar Schuster (rechts), die Leistungen und 24-jährige Tätigkeit von Bürgermeister Gottfried Härtl (links). Da das traditionelle Abschiedsessen nach einer Amtsperiode für die scheidenden Gemeinderäte und den scheidenden Bürgermeister wegen der Coronakrise dieses Mal nicht möglich war, überreichte er vorab ein kleines Präsent für die Ehefrau des Bürgermeisters, Gabi Härtl.
von Bernhard SchultesProfil

Ein letztes Mal leitete Bürgermeister Gottfried Härtl die Sitzung des Gremiums und musste zum Ende seiner Amtszeit nochmals wortgewandt argumentieren. Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wegen Corona fand die Gemeinderatssitzung in der großen Turnhalle der Steinwaldhalle statt. Dieser Umstand erfordert ohne Lautsprecheranlage eine deutlich lautere Aussprache von den Teilnehmern.

Kommandanten bestätigt

Jeder Gemeinderat hatte einen großen eigenen Tisch zur Verfügung und zum Nachbarn waren weitere drei Meter Abstand. Eine formelle Angelegenheit war eingangs die Bestätigung der neu gewählten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Friedenfels. Bürgermeister Gottfried Härtl: "Nach der Wahl durch die Feuerwehr müssen die beiden Kommandanten nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz durch die Gemeinde und dem Kreisbrandrat bestätigt werden. Der Kreisbrandrat wurde bereits gehört." Die Bestätigungen von Christian Bischof als Kommandant und Jürgen Schultes als Stellvertreter erfolgte ohne Bedenken einstimmig. Einvernehmen herrschte auch hinsichtlich der Jahresrechnung 2019. Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte das umfangreiche Zahlenwerk bereits geprüft. Das Gremium fasste auch deshalb die Entlastungsbeschlüsse einstimmig.

Gemeinsames Öko-Konto

Grünes Licht erteilten die Ratsmitglieder ferner für ein gemeinsames Öko-Konto unter dem Dach der Steinwald-Allianz. Das Gremium stimmte dabei einer Zweckvereinbarung für ökologische Ausgleichsmaßnahmen zu. Bürgermeister Gottfried Härtl unterrichtete dabei eingangs über eine stattgefundene Besprechung der Steinwald-Allianz am 5. Februar in Windischeschenbach. Hierbei wurde durch die Allianz vereinbart, dass geeignete Flächen angekauft und ein vereintes Öko-Konto für die Mitgliedsgemeinden eingerichtet werden soll. Die durch Kredite finanzierte Investierung muss in die Haushaltsplanung der Steinwald-Allianz aufgenommen werden. Dafür wurde eine Aufgabenübertragung an den Zweckverband notwendig, wie Gottfried Härtl erläuterte. "Durch die Zweckvereinbarung ergibt sich für die Mitgliedergemeinden die Gelegenheit, auf das gemeinsame Öko-Konto zuzugreifen".

Planungsaufträge vergeben

Beschlüsse und Vergaben, die in den letzten nichtöffentlichen Sitzungen gefasst wurden, waren ein weiteres Thema der Zusammenkunft. So wurde nach Aussage von Bürgermeister Gottfried Härtl der Planungsauftrag für die Elektroplanung der Mehrzweckhalle vergeben. Bei der anstehenden Sanierung der Mehrzweckhalle erhielten die Aufträge zur Durchführung für die Dachdeckerarbeiten die Firma Spörl aus Wiesau, für die Maler- und Lackierarbeiten die Firma Sirtl aus Waldershof, für die Fliesen und Innenausstattung die Firma Kappauf aus Hohenhard sowie für die allgemeinen Bauarbeiten die Firma Tretter aus Erbendorf. Bei der derzeit laufenden Sanierung des Hochbehälters am Schusterberg wurde mit der Innenauskleidung die Firma Frankenplast aus Würzburg beauftragt. "Hier beginnen die Arbeiten bereits im Mai", wusste Härtl. Parallel zur gemeindlichen Wasserversorgung gehört auch die Einzäunung der Wasserquellen im Steinwald. Diese werden durch den Maschinenring Tirschenreuth ausgeführt. Angeschafft wurde zudem ein Hochdruckreiniger für das Freibad, der von der Firma Malzer aus Mitterteich geliefert wird.

"Unendliche Geduld"

Bei der stattgefundenen Sitzung des Gemeinderates wurden abschließend die ausscheidenden Räte verabschiedet. Den Auftakt zu dieser am Ende einer Amtsperiode traditionellen, offiziellen Entlassung machte der Fraktionssprecher der CSU, Manfred Wiese. Dieser lobte das 24-jährige Engagement von Bürgermeister Gottfried Härtl und stellte die stattgefundenen Maßnahmen und durchgeführten Arbeiten des scheidenden Gemeindeoberhauptes während seiner Amtsperiode in den Mittelpunkt seiner Laudatio. An Kanal- und Straßenbau, Dorf und Sanierungsmaßnahmen, Bau von gemeindlichen Einrichtungen, gesellschaftliche Ereignisse und Feiern bis hin zur Gründung der Partnerschaft mit der österreichischen Gemeinde Raggal in Vorarlberg, erinnerte dabei der CSU-Politiker. Den Dankesworten schlossen sich parteiübergreifend die Freien Wähler und Bündnis 90/Die Grünen mit einem großen und langen Applaus an. Oskar Schuster (Freie Wähler) hob in seinen Dankesworten "die unendliche Geduld des scheidenden Gemeindeoberhauptes hervor - du hast nie eine Diskussionen abgeblockt".

Sein Dank galt Gottfried Härtl auch für die Konsolidierung der Gemeindefinanzen. Für die Ehefrau des Bürgermeisters, Gabi Härtl, hatte Oskar Schuster einen Blumenstock, "für die oft langen und intensiven Sitzungen ihres Mannes mitgebracht", wie er wörtlich betonte.

Lisa Rauh (Bündnis 90/Die Grünen) würdigte die stets faire, parteiübergreifende Zusammenarbeit und dankte Gottfried Härtl zudem für seine Hilfe bei ihren politischen Einstieg in die Kommunalpolitik. Gottfried Härtl selbst war es am Ende seiner letzten Sitzung vorbehalten, die scheidenden Gemeinderäte zu verabschieden.

Gemeindewappen und Urkunde

Mit einem Gemeindewappen und einer Urkunde würdigte er dabei Petra Gärtner (Die Grünen/Neue Wege und Edeltraud Kaßeckert (UFW), die seit 2018 beziehungsweise 2016 dem Gemeinderat angehörten. Da beide nicht anwesend waren, werden die Geschenke nachgereicht, versprach Härtl. Des Weiteren erhielten Johannes Härtl (CSU; 2014 bis 2020) und Manfred Wiese (CSU, 2004 bis 2020) die Abschiedsgeschenke und den Dank für ihren politischen Einsatz zum Wohle von Friedenfels.

"Politisches Urgestein"

Als ein "politisches Urgestein" würdigte Bürgermeister Gottfried Härtl abschließend den ebenfalls abwesenden Otmar Zeitler. "Von 1978 bis 1984 und von 1996 bis 2020 Gemeinderat und dazwischen zwölf Jahre Erster Bürgermeister von Friedenfels, belegen dieses Zitat", meinte Gottfried Härtl und dankte dem Mitglied der Freien Wähler für sein langes politisches Engagement.

Zum Abschluss der laufenden Amtsperiode tagte er Gemeinderat wegen der Coronakrise in der großen Turnhalle der Steinwaldhalle.
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