10.09.2018 - 13:24 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Ein Herbstmärchen

Die einen schwärmen von Sommermärchen. Friedenfels hat sein Herbstfest. Und das ist wieder einmal traumhaft schön. Besonders der Bierwandertag am Sonntag motiviert.

Zum Wohl! Junge Teilnehmer des Friedenfelser Bierwandertags genießen Freibier und die herrliche Sonne.
von Autor ROHProfil

Eingebettet ins Herbstfest lockte der traditionelle Bierwandertag heuer zum 34. Mal. Die Veranstalter freuten sich über einen milden, traumhaft sonnigen Tag. Nur die wirklichen Frühaufsteher bekamen frische Temperaturen zu spüren. Aber auch sie genossen die Sonne. Rund 3000 Naturliebhabern, Sportlern, aber auch bewegungsfeindlichen Zeitgenossen, die sonst keinen Meter freiwillig gehen, kam das ideale Wanderwetter anscheinend sehr gelegen. Sie nutzten die Gelegenheit, im herrlichen Steinwald zu wandern. Beseelt von dem Gedanken "dabei sein ist alles" machten sie sich auf den Weg. Ein Outdoor-Erlebnis für Jung und Alt.

Kult-Status

Der einzige noch verbliebene große Wandertag in der Region hat inzwischen durch das stets große Teilnehmerfeld Kult-Status erlangt. Treue Gäste erfüllen die Idee von Emmeram Trottmann von Jahr zu Jahr mit Leben. Scharenweise machten sie sich wieder mit ihren Kindern oder auch ihrem Hund auf Tour, um den Weg Richtung Haferdeckmühle und vorbei an Voitenthan zum ersten Rastplatz anzusteuern. Hier leistete das Rote Kreuz Schwerstarbeit. Heiße Suppe aus großen Bottichen wurde in Becher aufgeteilt und an die durstigen Gäste ausgegeben. Rotes Kreuz und Jugendrotkreuz waren zusätzlich im Dauereinsatz, um Sanitätsdienst zu leisten. Die Sonne wärmte hier am Waldrand und machte das Rasten richtig gemütlich. An der nächsten Station am Fuß des Schusterberges zogen die von Weitem sichtbaren Brauereifahrzeuge "magisch" an. Sie bremsten den Vorwärtsdrang, an den Friedenfelser Getränkespezialitäten kam keiner vorbei.

Bei strahlendem Sonnenschein steckte die pure Lust am Leben förmlich an. Ein Plausch im trockenen Gras mit Freunden war willkommen. Beim Picknicken mit Kindern konnte man auf Decken verzichten. Das Wetter machte es heuer möglich. Den Durst nach rund fünf Kilometern bekämpfte man gerne mit Friedenfelser Freibier. An den Zapfhähnen herrschte enormer Andrang. Braumeister Christian Mitterbauer und seine Helfer hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Nicht nur durch den Steinwald in Richtung Zimmerplatz zeigte sich die herbstliche Natur von ihrer schönsten Seite. Insbesondere am Schusterberg ließ eine 350 Jahre alte Linde die Wanderer staunen. Naturnahe Wege führten zurück nach Friedenfels. Wie in den 33 Jahren davor gab es für den abgestempelten Wanderpass einen Erinnerungskrug. Die mitwandernden Buben und Mädchen nutzten das Kinderprogramm am Stand von Gabi Lang.

Leckeres Wildschwein

Die Trachtenkapelle Waldthurn pflegte am Sonntag vor einer stattlichen Kulisse die bayerische Gemütlichkeit mit typisch mährischer Blasmusik. Gegen Mittag waren das Festzelt und die Garnituren im erweiterten Biergarten vor dem Musikpavillon gut mit zurückkehrenden Wanderern und Freunden der Geselligkeit gefüllt. Tausende wollten den vorbereiteten reichhaltigen Mittagstisch genießen. Von zwei Wildschweinen steckten gegen 13 Uhr nur noch Reste am Spieß. Liebevoll portioniert hatten sie reißenden Absatz gefunden. Die Band "Gipfelgaudi" befeuerte bravourös die Feierlaune.

Über 7000 Gäste in Feierlaune:

Das Friedenfelser Herbstfest mit Bierwandertag entwickelte sich wieder zum furiosen Sommer-Finale in der sonst eher beschaulichen Steinwaldgemeinde. Drei stimmungsvolle Festabende lockten. Tausende Besucher wollten wieder dabei sein und feiern.

Traumhaftes Herbstwetter und ein sonniger Sonntagmorgen beflügelten die Wanderlust. Der Erfolg basiert aber auch auf einem guten Ruf, bester Organisation, einem ansprechenden Musikprogramm, einem reichhaltigen Mittagstisch am Sonntag und dem hochwertigen süffigen Kulturgut Bier.

Rekordbeteiligung? Zumindest nahe dran. Die Bilanz der Organisatoren von der Schlossbrauerei fällt sehr positiv aus. Zugeparkte Ortsstraßen von Wiesau kommend ab Ortseingang bis zum anderen Ende nach Thumsenreuth. Jede freie Stelle wurde genutzt. Die Schlossbrauerei und die Helfer aus den örtlichen Vereinen durften sich einschließlich Wandertag über mehr als 7000 Genießer in Feierlaune freuen. (roh)

Frohgelaunt marschieren die Wanderer zur Raststation bei Voitenthan.

Gerne beteiligen sich die Kinder an den von Gabi Lang (rechts am Tisch) vorbereiteten Spielen.

Nicht wenige Wanderer staunen über die große alte Linde am Schusterberg.

Das Rote Kreuz leistet Schwerstarbeit bei der Suppenausgabe. Der Andrang ist enorm.

An der Raststation ist der Durst groß. Die Helfer haben alle Hände voll zu tun.

Sie sind noch nicht müde Die geübten Wanderer des FGV genießen den Bierwandertag.

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