30.12.2019 - 10:26 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Neuanfang bei der Friedenfelser SPD

Voll durchstarten will die SPD nach einer für sie selbst unerwarteten Wendung. Der Ortsverein tritt zur Kommunalwahl mit zwölf Bewerbern an. Vor der Nominierungsversammlung vollzogen die Genossen eine wichtige Weichenstellung.

Die Entwicklung der SPD Friedenfels in den zurückliegenden Wochen und Monaten erfüllten SPD-Kreisvorsitzende Brigitte Scharf (Fünfte von links) und SPD-Landratskandidat Thomas Döhler (Dritter von rechts) mit Stolz. Sie gratulierten zusammen mit dem ehemaligen und langjährigen Vorsitzenden Manfred Schmalzreich (Zweiter von rechts) den Bewerbern für die Kommunalwahl am 15. März. Angeführt wird die Liste von Christian Bischof und Jürgen Kraus (sitzend, Zweiter und Dritter von rechts).
von Bernhard SchultesProfil

War noch vor wenigen Monaten davon die Rede, dass die Sozialdemokraten ihren Ortsverein möglicherweise auflösen und in der Kommunalpolitik des Erholungsortes künftig keine Rolle mehr spielen, ergab sich am Sonntagabend in der "Schlossschänke" schlagartig eine Wende. Im Beisein der SPD-Kreisvorsitzenden Brigitte Scharf und des SPD-Landratskandidaten Thomas Döhler wählte der Ortsverein Friedenfels bei seiner unmittelbar vor der Nominierungsversammlung stattfindenden Jahreshauptversammlung ein neues Vorstandsteam.

Die jungen Mitglieder und Unterstützer der Partei wollen sich künftig mit viel Schwung und Elan am Ortsgeschehen sowie an der Gemeindepolitik beteiligen. Die Redensart "Totgesagte leben länger" wandte SPD-Kreisvorsitzende Brigitte Scharf deshalb auch für den SPD-Ortsverein Friedenfels an und zeigte sich sichtlich erfreut, dass man dem Bestreben des alten Vorstands zur Auflösung des Ortsvereins vor Monaten nicht nachgekommen ist.

Großes Lob spendete sie den neuen Verantwortlichen für ihre Bemühungen um eine Liste zu den Kommunalwahlen am 15. März. Das Engagement der jungen Mitglieder kommentierte sie bei einem Grußwort mit: "Die Friedenfelser Sozis sind wieder da." Der Kreisvorsitzenden brachte diese Aussage einen Applaus ein, der selbst in den Nebenräumen der "Schlossschänke" von Gästen und Urlaubern gehört wurde.

Die Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl war bereits im Vorfeld vom neuen SPD-Ortsvorsitzenden Christian Bischof mit weiteren Unterstützern und SPD-Mitgliedern vorbereitet worden. Thomas Döhler und Brigitte Scharf hatten als Wahlleiter ein leichtes Amt und konnten den Bewerbern jeweils zu einer 100-Prozent-Zustimmung gratulieren.

SPD-Landratskandidat Thomas Döhler nutzte in einem Grußwort die Gelegenheit, sich und seine Ziele vorzustellen. Der in Sachsen-Anhalt geborene Döhler kam 1991 nach Bayern, 2000 zog er mit Frau und Tochter nach Pechbrunn, wo er mit seiner Frau und mittlerweile vier Töchtern bis heute lebt. "Die SPD wird künftig mehr denn je gebraucht", meinte Thomas Döhler. Er verwies auf die anstehenden Aufgaben und die nicht leichte Finanzierung für den Realschulbau in Kemnath, die Sanierung der Berufsschule Wiesau, die Renovierung des Hallenbads und der Gymnasiums-Turnhalle in Tirschenreuth sowie auf die Kliniken AG. Der Landratskandidat plädierte dabei für mehr Unterstützung durch den Freistaat. "Dann hätten Städte und Gemeinden mehr Luft für eigene und weitere Investitionen."

Wichtige Punkte für Döhler waren auch die Sicherung der ärztlichen Versorgung auf dem Land in Form von finanzieller Unterstützung junger Ärzte sowie die Sicherung des Baxis und der Ausbau des ÖPNV mit einem festen Takt. Ein abschließender Wunsch von Thomas Döhler war, dass die Friedenfelser Genossen nach den Kommunalwahlen wieder fest im Gemeinderat Friedenfels wirken.

Die Gemeinderatskandidaten der SPD:

1. Christian Bischof, 2. Jürgen Kraus, 3. Martin Streim, 4. Martin Bischof, 5. Petra Janker-Kraus, 6. Dieter Schraml, 7. Stefan Schmalzreich, 8. Manfred Maier, 9. Mario Seitz, 10. Michael Lang, 11. Meinhard Rückerl, 12. Manfred Schmid. (bsc)

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