11.03.2020 - 14:56 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Wanderung vor der Wahl in Friedenfels

Als letzte der vier Parteien, die im Erholungsort zu den Kommunalwahlen antreten, lud die Wählergemeinschaft „Grüne / Neue Wege“, interessierte Bürger zu einer etwas anderen Veranstaltung ein. Diese war verbunden mit viel frischer Luft.

20 Wanderer und Spaziergänger beteiligten sich an der Wahlveranstaltung der Wählergemeinschaft „Grüne / Neue Wege“ im Erholungsort. Im Gegensatz zu den anderen Parteien war bei der Wählergemeinschaft festes Schuhwerk und warme Kleidung erforderlich. Fraktionssprecherin Lisa Rauh (mit Broschüre) freute sich bei der nicht alltäglichen Veranstaltung auch über die Teilnahme ihrer Gemeinderatskandidaten Petra Gärtner (Dritte von rechts) sowie Karl Zeh (Fünfter von rechts) und den Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler, Oskar Schuster (links).
von Bernhard SchultesProfil

Nicht wie bei anderen Parteien üblich in einer Gaststätte begrüßte Lisa Rauh die Mitglieder und andere Interessierte zur Wahlveranstaltung, sondern an der Grundschule. Die Fraktionssprecherin der Wählergemeinschaft brach mit den Gästen zu einer Wanderung rund um Friedenfels auf, um an verschiedenen Stellen einen Stopp einzulegen. Dort gaben die drei Gemeinderatsmitglieder Lisa Rauh, Petra Gärtner und Karl Zeh Auskünfte zu einigen Wahlkampfthemen.

Beim ehemaligen Lehrerwohnhaus sprach sich die Wählergruppe für eine zukünftige Nutzung als neues Rathaus aus. Das alte Rathaus sei längst "abgewohnt" und nicht mehr zeitgemäß, leide im Übrigen auch unter massivem Platzmangel. Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus wurde die Verkehrssituation im Hinblick auf den fehlenden Gehweg an der Badstraße zwischen dem Feuerwehrhaus und der Staatsstraße 2121 nach Marktredwitz begutachtet. Ein baldmöglicher Lückenschluss wurde befürwortet.

Strom sparen bei Leuchten

Gemeinderatsmitglied Karl Zeh erläuterte, dass eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrhauses sowohl für dieses als auch im Sommer für das benachbarte Freibad ein enormes Stromsparpotenzial bieten würde. Auch bei der Straßenbeleuchtung gäbe es Möglichkeiten zum Stromsparen durch die konsequente Umstellung aller Leuchten auf LED-Leuchtmittel sowie in wenig befahrenen Straßen durch die Ausstattung der Leuchten mit Bewegungsmeldern. Hier könnte die Gemeinde einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Dritte Bürgermeisterin Lisa Rauh und verschiedene Kandidatinnen erklärten, wie wichtig eine schnelle Planung für die Sanierung des Freibades sei, um an die bereitstehenden Fördergelder zu gelangen. Es gäbe jedoch nur eine Förderung für das Becken und die dazugehörige Technik, nicht aber für die Außenanlagen. "Neue Wege"-Kandidatin Isabella Bärmoser-Alker brachte ins Gespräch, die schönen Grünanlagen des Freibads auch außerhalb der Badesaison für Veranstaltungen zu nutzen.

Die Gruppe erwanderte dann das höchstgelegene Ziel, den derzeit nur provisorisch ausgebauten Verbindungsweg zwischen Altenreuth und Blaslberg. Bei dieser Behelfsstraße geht es darum, diese im Rahmen des Programms "Verbesserung des Kernwegenetzes" auszubauen und zu asphaltieren. Um Fördergelder zu bekommen, müsste der Weg aber auf 3,50 Meter Fahrbahnbreite verbreitet werden, plus jeweils 0,75 Meter Seitenbankette und einer zusätzlichen Straßenentwässerung.

Gegen überbreiten Wegeausbau

Das sei nach Aussagen des Amtes für Ländliche Entwicklung nötig, um ihn als bedarfsgerechten Wirtschaftsweg zu klassifizieren. Lisa Rauh interpretierte diese Aussage so, dass das "Kernwegenetz" eigentlich dem landwirtschaftlichen Verkehr für moderne Schlepper mit überschweren Anhängern bis zu zu 40 Tonnen dienen solle. Die Wählergemeinschaft sehe gegen einen solchen überdimensionierten Ausbau keinen Bedarf. Während des Rückmarsches äußerten die Kandidaten Bedenken, die neue Kläranlage von einem privaten Träger betreiben zu lassen. Abwasserbeseitigung sei vorrangig eine Pflichtaufgabe der Kommune. Am Ende der zweistündigen Tour wurden die Teilnehmer zu einem gemütlichen Ausklang im Gasthof "Grüner Kranz" auf ein Fastenbier eingeladen.

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