16.12.2018 - 15:17 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Weihnachtsmarkt beschert Vorfreude auf Weihnachten

Im Sommer das Bürgerfest, im Winter der Weihnachtsmarkt: Für beides eignet sich der Platz rund um das Ökonomiegebäude in Friedenfels bestens. Am Wochenende lockt der Weihnachtsmarkt wieder unendlich viele Besucher aus nah und fern an.

Abendstimmung beim Weihnachtsmarkt im Friedenfelser Ökonomiehof.
von Bernhard SchultesProfil

Leichter Schneegriesel kam vom Himmel, als Bürgermeister Gottfried Härtl zusammen mit dem Kinderhaus den 14. Weihnachtsmarkt im neu renovierten Ökonomiehof eröffnete. Viel Beifall bekamen hierbei gleich zu Beginn die jüngsten Besucher - nicht nur von ihren Eltern, Opas und Omas. Auch viele auswärtige Gäste spendeten Beifall für das bekannte Lied von Rolf Zuckowski "In der Weihnachtsbäckerei ...": Kinder des Kinderhauses mit ihren Betreuerinnen dick eingepackt und mit Kochlöffel, Nikolaus- und Kochmützen ausgestattet, schmetterten das bekannte Kinderlied von der Bühne. Doch nicht nur die urige Atmosphäre im Innenhof ließ Vorfreude auf Weihnachten aufkommen. Familienfreundlich, freier Eintritt und trotzdem ausreichend Platz um an den Verkaufsständen zu schauen und kaufen - dies alles sind weitere Merkmale, warum der Markt alljährlich Tausende Besucher anlockt und zu etwas Besondern macht.

Besondere Note

Auch am Sonntagnachmittag war der Weihnachtsmarkt viel besucht. Und sogar leichter Schneefall einsetzte, war die Stimmung perfekt. Ob im Ökonomiehof oder außerhalb auf dem Weg zum Dorfladen: Stilvoll dekorierte Weihnachts- und Verpflegungsstände, beleuchtete Weihnachtsbäume, Feuerschalen, Laternen und Lichtern verleihen dem Weihnachtsmarkt eine besondere Note. Dazu gehörten die handwerklichen Produkte und kleine Accessoires der Kunsthandwerker sowie die zum ersten Mal angebotenen Bio-Produkte aus der eigenen Forst- und Landwirtschaft der Friedenfelser Betriebe - Mohn-Öl, Mehl, Biersenf, aber auch Getreide oder Nudeln.

Jäger und Förster servierten frisch zubereitete Wildburger und zahlreiche Wild-Spezialitäten aus dem Steinwald. An den weiteren Verkaufsständen der Vereine gab es Dotsch mit Apfelmus, Wildgulasch, Bratwürste mit Kraut sowie frische Kartoffelchips. Der Stand der Delegation aus der Partnergemeinde Raggal in Österreich verzauberte mit Käsespezialitäten und Berghonig. Im beheizten Innenbereich konnten die Besucher bei einem Glas warmem Tee oder Kaffee ihre klammen Finger aufwärmen und Genüsse aus Omas Backstube ausprobieren. Der Felsenkeller. Ein Anziehungspunkt auch der Felsenkeller: Alt und Jung genossen am Lagerfeuer Limonaden und die Spezialitäten wie den "Wintertrunk" von der Schlossbrauerei.

Gemeinschaftswerk

Eine Woche lang hatten Vereine, Friedenfelser Betriebe und Gemeinde die Buden aufgebaut. In Szene gesetzt war auch wieder der alte Baumbestand im ehemaligen Schweinerondell. Die kahlen Äste, weihnachtlich bestrahlt, versetzten die Besucher in Stimmung. Für Bürgermeister Gottfried Härtl war deshalb der Weihnachtsmarkt wieder ein großartiges Gemeinschaftswerk. Sein Dank galt den vielen Helfern, allen voran Hauptorganisator Karl Wittmann und der Familie von Gemmingen-Hornberg, für die Bereitstellung des Ökonomiehofes. Die Konkurrenz durch Weihnachtsmärkte anderorts war nicht spürbar: Die Autokennzeichen auf den Parkflächen und an den Straßen deuteten auf etliche Besucher aus den Regionen Weiden, Bayreuth und dem Fichtelgebirge.

Zu hören war zum ersten Mal auch Musik und Gesang von heimischen und benachbarten Musikgruppen. In Advents- und Weihnachtsstimmung versetzten dabei die Besucher der Männergesangverein "Frohsinn" Friedenfels, die Blaskapelle Falkenberg, der Posaunenchor Thumsenreuth, die Großkonreuther Alphornbläser, der Musikverein Wiesau, die Kaibitzer Schlossbläser und die Steinwaldmusikanten aus Pullenreuth. Für die Musikanten gab es viel Applaus.

Noch vor Einbruch der Dunkelheit strömten bereits bei der Eröffnung am Samstag viele Besucher durch das Eingangstor in den historischen Ökonomiehof.

Geöffnet war beim Weihnachtsmarkt auch der Dorfladen, hier waren vor allen die Bio-Produkte aus der eigenen Landwirtschaft gefragt.

Die Kleinsten bekamen den meisten Beifall. Das Kinderhaus eröffnete zusammen mit Bürgermeister Gottfried Härtl den 14. Friedenfelser Weihnachtsmarkt mit dem Lied „In der Weihnachtsbäckerei…“

Auf Grund der vielen Kunsthandwerker setzte sich der Weihnachtsmarkt vom Ökonomiehof zum Dorfladen hin fort. Der stimmungsvoll erleuchtete Baumbestand zauberte auch hier eine besondere Note.

Im Felsenkeller unter dem Dorfladen war Zeit für einen Plausch

Förster und Jäger aus dem Steinwald boten reichliche Wild-Spezialitäten.

An den Feuerstellen konnte man gut speisen.

Bürgermeister Gottfried Härtl (rechts) und Dr. Siegfried Steinkohl (links) informierten auswärtige Besucher bei einer Tasse Glühwein über den Erholungsort Friedenfels

Auch die Friedenfelser Ministranten stimmten sich mit einer Tasse alkoholfreien Glühwein auf dem Abendgottesdienst ein. Lob spendeten sie den Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates, Carsten Klöble (Vierter von links), für die Spende des warmen Getränks.

Ein neuer Filzhut zu Weihnachten …

… oder ein neues Armband. Viel kleine Accessoire hatten die Händler im Angebot.

Gefragt waren beim Friedenfelser Weihnachtsmarkt auch kleine Präsente ….

… sowie Heimatgeschichte. Die Gesellschaft „Steinwaldia“ Pullenreuth hatte viele ihrer Bücher zur Auswahl.

Ein Hingucker beim Friedenfelser Weihnachtsmarkt. Pfarrer Siegfried Wölfel stellte in seiner Garage die Krippe von Agnes und Markus Kreuzer zur Schau. Dichtes Gedränge herrschte deshalb immer davor.

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