Pascherverein: Entscheidung über "Advent im Wald" noch nicht gefallen

Auf der Tribüne am Eulenberg feierten die Pascher traditionell ihre Dankandacht (rechts Gemeindereferent Chrstian Glaser) und hielten anschließend im Freien die Generalversammlung für die Jahre 2019/2020.
von Ludwig HöcherlProfil

Eine Dankandacht am Eulenberg zum Abschluss der jährlichen Spielsaison hat beim “Pascherverein Schönseer Land” Tradition. Diese wurde vergangenen Samstag, gestaltet von Gemeindereferent Christian Glaser, gefeiert. Im Anschluss gab es eine Premiere: Erstmals ließ Vorsitzende Birgit Höcherl bei einer “Freiluft-Mitgliederversammlung” die vergangenen beiden Vereinsjahre Revue passieren.

2019 ging sprichwörtlich noch "alles gut über die Bühne", erinnerte die Vorsitzende in ihrem Tätigkeitsbericht. "Pascher – die Nacht der langen Schatten" und "Irrlichter" hätten im Sommer 2019 die Erwartungen von Organisatoren und Spielern erfüllt. Hervorragendes Echo beim Publikum fanden wiederum die Aufführungen des "Königlich bayerischen Amtsgericht" in der Gewölbehalle des Centrum Bavaria Bohemia zum Finale des Faschings 2020. Kurz darauf schloss Corona den Vorhang für die Spielzeit desselben Jahres.

Sprach Birgit Höcherl über die besonderen Termine des 181 Mitglieder zählenden Vereins im Jahr 2019 mit den Freilichtspielen, der vom Lindauer Wirt organisierten Pferdewallfahrt oder auch von "Advent im Wald" von einem üblichen Vereinsjahr, schrieb die Pandemie ab dem Frühjahr 2020 das Vereinsprogramm. Wie im Sommer blieb es dann auch am zweiten Adventwochenende am Eulenberg still. Eine gelungene Alternative waren dafür am zweiten Adventsonntag die Aufführungen der "Herbergssuche" in der Pfarrkirche mit verschiedenen Gruppen. Bemerkenswert in der Rückschau der Vorsitzenden war zudem die Erinnerung an die Verleihung des Brückenbauer-Preises im CeBB.

Im Blick auf das aktuelle Vereinsjahr verwies Höcherl auf die Öffnung der Bücherei wie auch den Zuspruch für die gespielte Szene in Bügellohe. Heuer waren die Aufführungen des Pascher-Freilichtspiels wieder möglich, was nach einem Jahr Zwangspause nicht nur Spieler und Helfer sondern auch das Eulenberg-Team mit den Arbeiten rund um die Freilichtbühne forderte.

Wenn auch die Zahl der Besucher auf ein Drittel der Sitzplätze reduziert werden musste, wollte man den Gästen ein Stück Rückkehr zur Normalität – zu der dort auch die Pascherwurst und frische Küchln gehören – bereiten. Verständlich allerdings, dass sich die eingeschränkte Gästezahl auch auf die Finanzen des Vereins auswirkte, wie Schatzmeister Hans Margraf in seinem Bericht darlegte.

Dass hinter "Advent im Wald" in diesem Jahr noch ein Fragezeichen steht, versteht sich nach aktuellem Stand von selbst, so die einhellige Meinung der Mitglieder. Jedoch wollen sich die Pascher mit einer Entscheidung darüber noch Zeit lassen. Sollte die Traditionsveranstaltung rund ums Bergweberhaus nicht möglich sein, werde aber eine Alternative überlegt, so die Vorsitzende.

 

 

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