21.08.2018 - 12:32 Uhr
Fromberg bei NeukirchenOberpfalz

Bilderbuchkirwa bei Traumwetter in Fromberg

Traumwetter verleiht der Fromberger Kirwa dieses Mal ein fast schon mediterranes Flair. Aber das Brauchtum, dass die jungen Burschen und Moila eine Woche lang pflegen, fällt natürlich ganz nach Oberpfälzer Art aus.

Die Kirwapaare freuen sich nach dem Austanzen für ihre neuen Oberhäupter Lisa und Sebastian (vorne, Mitte). Mit im Bild die Kirchenreinbachern Spitzboum und der Bätz.
von Autor KERProfil

Nachdem die Kirwa auf der Wiese hinter dem Wirtshof ausgegraben war und die Schlachtschüssel auf dem Tisch stand, gab der Kirwamoidlchor zur Begleitung von Karin Bleisteiner für die begeisterten Zuhörer sein Bestes - ein gelungener Auftakt. Das Lochgraben wirbelte am Freitag einigen Staub auf. Vor einem Jahr waren da noch Pumpen zum Einsatz gekommen.

Am Samstag in aller Früh zogen die Kirwaboum in den Wald der Familie Heinl aus Kummerthal. Gewohnt fachmännisch legte Thomas Grädler den Kirwabaum um. Beim Ringeln kamen die Kirwamoila mit der Brotzeit, was dem Arbeitseifer neuen Antrieb gab. Sobald die Kränze angebracht waren, ging es mit dem Baum unter dem Kommando von Karl-Heinz Pilhöfer schon wieder aufwärts. "Karin und die Gmoimoila" spielten dazu, und die Burschen brachten das Kirwawahrzeichen in rekordverdächtiger Zeit zum Stehen.

Nach einer ruhigen Nacht ging es am Sonntagvormittag im heißen Wirtshof der Familie Übler mit der Kirwa zum Frühschoppen richtig los. Für das Mittagessen hatten alle Kirwamoila die Haare "sauber und sittsam" geflochten. Aber dann waren sie auch schon verschwunden.

Auf zwei Wagen nahmen die Boum die Verfolgung nach Niederricht auf, aber die Suche gestaltete sich anfangs sehr schwierig. Mit Gurzern gaben die Moila dann doch noch ihr Versteck oben auf einem Hackschnitzelhaufen preis.

Vollzählig versammelt, ging es mit dem Fassl, dem Bätzen und den Kirchenreinbacher Spitzboum Richtung Kirwabaum, wo das nagelneue Podium der Fromberger bereitstand. Dass die jungen Leute auch im digitalen Zeitalter mit Heimat und Brauchtum verwurzelt sind, bewiesen das Austanzen. Walzer, Dreher, Sternpolka und selbst der Zwiefache - alles kein Problem. Lieder mit Seitenhieben in Richtung Sulzbach gab's dazu.

Nach zahlreichen Runden um den Baum kürte der Wecker Lisa Hauenstein und Sebastian Ertel zum neuen Oberkirwapaar. Beim Tanz auf der Leiter räumte Sebastian gleich die Sachen für Lisa mit vom Baum. Aber sie musste trotzdem vor der Ehrenrunde auf die Leiter; da kannten die Kollegen kein Erbarmen. Anschließend ging es zurück in den Wirtshof, wo der Traumsommer wieder für eine angenehme Kirwanacht sorgte.

Unter dem Kommando von Karl-Heinz Pilhöfer geht das Baumaufstellen dieses Mal richtig flott von der Hand.
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