23.07.2018 - 18:04 Uhr
Fuchsberg bei TeunzOberpfalz

Harmonie des Lebens finden

Zu Menschen werden, die dem Leben dienen. Das wünscht Pfarrer Herbert Rösl den Gläubigen, die den Festgottesdienst zum Jakobifest besuchen. Diese nehmen sich das Anliegen zu Herzen und feiern anschließend im Feststodl.

Einige Mitglieder der Landjugend Fuchsberg trugen die Fürbitten vor.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

(ptr) Zwei Jahre ist es her, dass die Fuchsberger das Fest "250 Jahre Jakobi-Kirche und Abschluss der Generalsanierung" feierten. Am Sonntag war die Bevölkerung wieder zum Jakobifest eingeladen. Trotz Nieselwetter trafen sich die Ortsvereine am Dorfplatz und zogen zusammen mit Bürgermeister Norbert Eckl und der Blaskapelle Teunz zu dem etwa 700 Meter außerhalb der Ortschaft gelegenen Kirchlein, das im Volksmund gerne als "Da Jakowe drauß" betitelt wird.

Große Schirme der Schlossbrauerei verringerten die Angst vorm Nasswerden und so fand der Gottesdienst im Freien statt. Bei der Generalsanierung wurde auch ein befestigter Weg und eine Informationsstelle für Pilger und Wanderer verwirklicht. "Es ist ein Platz, wo man die Harmonie des Lebens finden kann", sagte der Pfarrer in der Predigt. Er wünschte sich, dass die Gläubigen zu Menschen werden, die dem Leben dienen. Arbeitgeber sollten ihre Angestellten nicht ausbeuten, um noch mehr Gewinn zu machen, sondern sie entsprechend ihren Fähigkeiten so einsetzen, dass sie sich ein sinnvolles Leben gestalten können. Rösl sprach das Anliegenbuch an, welches in der Jakobi-Kirche aufliegt. Viele Wanderer auf dem Goldsteig oder Pilger auf dem Jakobsweg zwischen Tillyschanz und Nürnberg würden hier gerne einen Eintrag hinterlassen - oft verbunden mit dem Dank an Gott für das Leben, den Ehepartner, die Kinder und alles Gute, was ihnen widerfahren ist. "Auf dem Weg bleiben", das ist auch für Herbert Rösl ein Anliegen, der seit 2005 jedes Jahr im August eine Etappe des Pilgerweges nach Santiago de Compostela beschreitet. "Der Weg verlangt alles ab, aber man bekommt es tausendfach zurück", sagte der Geistliche, der appellierte, seinen Glauben mit Herzblut zu leben, damit auch andere von Jesus Christus überzeugt werden.

Bevor einige Mitglieder der Landjugend die Fürbitten vortrugen, bat der Pfarrer um einen Applaus für alle, die sich in der Jakobi-Kirche engagieren. Für die musikalische Umrahmung mit der Schubert-Messe durch die Blaskapelle Teunz - auch einige Mädchen und Buben der Bläserklasse waren dabei - gab es spontan einen Extra-Applaus. Nach dem Gottesdienst wurde gemeinsam zum Kriegerdenkmal marschiert, wo mit einem Choral und einem Gebet den Gefallenen und Vermissten gedacht wurde. Der Vorsitzende der Feuerwehr, Michael Baumer, ließ eine Blumenschale abstellen.

Für den Frühschoppen im Feststodl war bereits alles bestens vorbereitet, so dass sich dieser schnell mit Gästen füllte. Die örtliche Wehr fiel mit ihren neuen Shirts - in himmelblau und mit rotem Fuchs am Rücken - auf. Die Blaskapelle Teunz, die zum Frühschoppen mit bekannten bayerisch-böhmischen Weisen hervorragend aufspielte, hatte da natürlich auch die "Fuchsgraben-Polka" parat. Nach dem Mittagessen im Stodl gab es am Nachmittag Kaffee und Kuchen und musikalisch übernahmen die "Biersejder" das Zepter. Die Volkstänzer der Region ließen es sich nicht nehmen, bei Schottisch und Zwiefachen die Tanzfläche vor der Bühne eifrig zu nutzen.

Zum Namenstag von Jakobus des Älteren am 25. Juli wird am Mittwoch in der Pfarrkirche St. Lambert in Teunz um 16 Uhr eine Heilige Messe gefeiert. Anschließend eucharistische Anbetung bis 17 Uhr.



Pfarrer Herbert Rösl feierte den Festgottesdienst bei leichtem Nieselregen unter einem großen Brauerei-Schirm. Die Blaskapelle Teunz hatte Verstärkung von der Bläserklasse dabei.

Die Volkstänzer der Region drehten zu den Klängen der "Biersejder" ihre Runden auf der Tanzfläche.

Namenstag:

Namenstag

Der Jakobstag - auch Jakobi genannt - findet um den 25. Juli, dem Namenstag von Jakobus den Älteren, als Festtag statt und wird in der katholischen und evangelischen Kirche seit dem 8. Jahrhundert gefeiert. Damit sind auch Wetterregeln verbunden, wie etwa: "Jakobi klar und rein, wird's Christfest frostig sein", oder "Jakobi heiß - lohnt Müh' und Fleiß". Jakobus starb den Märtyrertod als der erste der Zwölf Apostel 44 nach Christus. Auf seinem Grab steht die Kathedrale von Santiago de Compostela.

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