(wro) Vorab hatte sich der Bauausschuss mit dem Problem befasst und nach Lösungen gesucht. Das Ergebnis des Ortstermins legte Bürgermeister Wolfgang Braun nun den Gemeinderäten vor. Favorisiert wird die sogenannte Süd-Variante, bei der Kosten in Höhe von rund 65.000 Euro entstehen. Diese sieht vor, dass unweit des bereits vorhandenen Parkplatzes ein behindertenfreundlicher Ausgang mit Rampe und Trittstufen gebaut werden soll. Man sei aber nicht verpflichtet, einen behindertengerechten Eingang zu schaffen, beantwortete Braun eine entsprechende Anfrage.
Ein gesonderter Zuschuss dafür sei nicht zu erwarten, dämpfte der Sprecher zugleich Erwartungen hinsichtlich entsprechender Fördergelder. Man müsse sich mit einem zinsgünstigen Darlehen zufrieden geben, betonte Braun mit Nachdruck. Als Maßnahmenträger stünde den Andreas-Hofer-Schützen eine sogenannte Sportförderung in Höhe von 25 Prozent zu, schloss Braun. Die Mitglieder des Gemeinderates folgten der Ansicht des Bauausschusses und des Bürgermeisters. Einstimmig befürwortete das Gremium die angeregte "Süd-Variante". Nach entsprechenden Planungen wäre eine Kostensenkung möglich, verwies Geschäftsstellenleiter Ernst Tippmann auf die Möglichkeit, den künftigen Eingang an das vorhandene Gelände anzupassen.
In wenigen Wochen rücken die Schreiner in der Mehrzweckhalle an. Mit der Vergabe der Aufträge für die Türen und Fenster rückt das Ende der Sanierung näher. "Ich denke, dass wir die Maßnahme so fortsetzen", kommentierte der Bürgermeister die später beschlossene Vergabe der Handwerkerleistungen, für die ein Kostenvoranschlag in Höhe von rund 301.700 Euro vorlag. Vorsorglich merkte Braun an, dass die Kostenschätzung um rund 4,9 Prozent überschritten werde. "Die Steigerung liegt aber noch im Kostenrahmen."
Parkplätze beim Friedhof
Anklingen ließ Braun auch die Gestaltungsmöglichkeiten am Containerplatz entlang des Friedhofes. Nach dem Willen der Gemeinde sollen an der östlichen Seite beziehungsweise auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern zusätzliche Stellplätze entstehen. Erforderlich sei aber auch die Schaffung eines zusätzlichen Eingangs zum unteren Gräberbereich. Die Abfallcontainer könnten nach der entsprechenden Neugestaltung stehen bleiben. Die Mitglieder des Marktrates zeigten sich davon nicht abgeneigt. Ins Blickfeld rückte der Bürgermeister auch den Fortschritt der weiteren Baumaßnahmen entlang der Carl-Ulrich-Straße, an der Pechbrunner Straße, ebenso auch die Arbeiten am Friedhof. Anhand des vorgelegten Protokolls informierte der Bürgermeister zudem über eine Begehung durch den Bauausschuss im Schlossbereich. Die Mitglieder hatten sich dort für eine gründliche Durchforstung des Wildbewuchses auf Gemeindegrund entlang der Straße und bei der alten Kläranlage ausgesprochen. Mit Blick auf die künftige Gestaltung wurde dort zusammenfassend festgestellt, dass das Areal durchaus lohnenswert sei, "daraus etwas zu machen."
Die Marktgemeinde Fuchsmühl ist Teil des Grund- und Mittelschulverbandes. Allein für die Grundschule in Wiesau wurde im Vorjahr ein Gesamtumlagebetrag in Höhe von 213.100 Euro errechnet. Für das laufende Jahr jedoch müsse der Verband insgesamt gesehen deutlich mehr Geld ausgeben, bedauerte Bürgermeister Wolfgang Braun und verwies auf die vorgelegte Forderung in Höhe von nunmehr 240.400 Euro. Die Steigerung begründete er mit einer niedrigen Rücklagenentnahme, gestiegenen Personalausgaben und höheren Kosten für die Schülerbeförderung. Die Zahl der Grundschüler bezifferte er auf 147 Buben und Mädchen (Vorjahr: 138). Die der Fuchsmühler Kinder, die nach Wiesau gebracht werden müssen, auf 44. Die Fuchsmühler Zahl sei konstant geblieben. Den Anteil der Umlagekosten für Fuchsmühl bezifferte Braun mit 72.000 Euro (im Vorjahr rund 67.900 Euro). Diese Kosten habe man im Haushalt bereits berücksichtigt, erinnerte er an die Debatte vor wenigen Wochen.
Gesunken seien die Zahlen, die die Mittelschule betreffen, fuhr Braun fort. Die Umlage betrug im Vorjahr 378.100 Euro. Aktuell seien es 349.000 Euro. Die Senkung begründete er mit einer höheren Rücklagenentnahme. Nach unten gegangen sei aber auch die Zahl der Mittelschüler, bedauerte Braun. Die Wiesauer Bildungseinrichtung wird aktuell von 72 Jugendlichen (Vorjahr: 93) besucht. Der Umlageanteil für die derzeit 18 Schüler aus dem Fuchsmühler Gemeindebereich beträgt 87.250 Euro (Erhöhung zum Vorjahr um 13.000 Euro). "Sinkende Schülerzahlen und steigende Kosten bedeuten steigende Umlagebeiträge", kommentierte Braun die Entwicklung. Zugleich verwies er auf Vergleichszahlen seit 1980, die einen deutlichen Rückgang der Schülerzahlen an der Wiesauer Mittelschule ausweisen.














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