Derzeit steht im Teichelberg kein einziges Windrad. In der Bürgerversammlung, im Gasthof „Weißenstein“, hoffte Karl-Heinrich Voh von der Bürgerinitiative (BI) „Wirklich Windkraft im Naturpark“, dass „die Vernunft einkehrt“ und die Vorgaben des Planungsverbandes Oberpfalz-Nord nicht eingehalten werden müssen. BI-Sprecherin Christina Kretschmer machte deutlich, dass es sich um das größte Vorranggebiet in der Oberpfalz handle. „Und das haben wir“, so Kretschmer, „vor der Haustür.
Von Bürgermeister Wolfgang Braun, der die Versammlung leitete, forderte sie eine Antwort, wie man die Bürger schützen wolle. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte an den 1000-Meter-Abstand und versicherte, dass man auf die Anzahl der Räder achten werde. Kretschmer, die sich gut vorbereitet hatte, bohrte nach. Erneut forderte sie den Schutz der Bürger. Darauf Braun, mit Blick auf die Argumente der BI: „Es werden Theorien aufgestellt, in denen wir uns nicht befinden.“
„Ich kann's nicht mehr hören.“
In die Debatte schaltete sich Marktrat Harald Bächer ein. „Wir haben sehr wohl den Schutz der Bürger einbezogen. Man stellt uns hin, als würden wir die Bürger nicht schützen. Ich kann's nicht mehr hören. Wir haben nichts zu entscheiden, hier haben wir Null zu melden.“ Zu Wort meldete sich Jürgen Schärl. „Auch ich kann vieles nicht mehr hören, vor allem weil immer vom kleineren Übel gesprochen wird. Vom kleineren Übel sind wir betroffen; wir wohnen dort“, schob Schärl nach. BI-Sprecherin Kretschmer empfahl „zusammen zu halten.“
„Wir werden die Aufgaben ernst nehmen und vernünftige Gespräche führen", versicherte der Bürgermeister. Marktrat Markus Troesch fand die „Diskussionskultur nicht schön.“ Allem leid geworden, lenkte er den Blick auf den ehemaligen Gasthof „Zum Schützen“. Den Windrädern war die Luft ausgegangen.
Die Bürgerversammlung verfolgen 51 Interessiere. Als „positiv“ kommentierte Bürgermeister Braun die Gemeindeentwicklung, insbesondere die der Einwohner. „Ich hoffe, der Trend geht weiter.“ Vollendet sei der Parkplatz am Markthaus; die Straße zur Plattenmühle ist asphaltiert. Aktuell läuft die Sanierung des Anwesens Marienstraße 36.
Generalsanierungen stehen an
Die beiden anderen Häuser in der Marienstraße müssen warten: „Viel Arbeit steht noch an“, wusste der Bürgermeister. „Wenn alles fertig ist, haben wir attraktive Wohngebäude, in denen man sich wohlfühlen kann.“ Die Gestaltung der nun leeren Fläche, wo einst der Gasthof Fürstenhof stand, ist ungeklärt. Die Ent- und Versorgungsleitungen seien laut Braun „Probleme, die wir nicht aussitzen dürfen.“
Schwerpunkt der Veranstaltung war auch der Dorfladen. „Reich wird man nicht, erklärte Braun die schwarze Null in der Bilanz. „Es wäre schön“, fasste der Bürgermeister zusammen, „wenn die Unterstützung nach oben gehen würde.“
Ausgabeposten in Fuchsmühl
- Die Fertigstellung des Parkplatzes am Markthaus kostete rund 428.000 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Der gemeindliche Eigenanteil beläuft sich auf rund 70.000 Euro, darin eingeschlossen: der Grunderwerb.
- Für Straßensanierungen stellte der Markt rund 22.300 Euro bereit.
- Der Eigenanteil für die Generalsanierung Marienstraße 36 beläuft sich auf rund 829.300 Euro
- Der gemeindliche Kostenanteil für das Projekt Alte Straße beläuft sich auf rund 25.700 Euro















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