12.07.2020 - 15:05 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Christbaum-Debatte im Sommer

Wechseln der Maibaum und die Weihnachtstanne von der Ortsmitte hinauf an den Marienplatz? Die Anregung ist keineswegs neu. Beschlossen wurde der Umzug aber noch nicht. Und ganz ausschließen will man den neuen Standort aber auch nicht.

An dieser Stelle stand einst das Marienheim. Die heute „Marienplatz“ bezeichnete Fläche war bereits vor 4 Jahren im Gespräch. Dort – so wurde vorgeschlagen – wäre ein durchaus passender Ort, um den Mai- bzw. den Christbaum aufzustellen.
von Werner RoblProfil

Schon seit vielen Jahren ziert im Frühjahr ein Maibaum die geografische Ortsmitte von Fuchsmühl. An gleicher Stelle - an der Marienstraße - steht in den Advents- und Weihnachtstagen ein Christbaum. Der gewohnte Standort gefällt aber nicht allen Fuchsmühlern. Dies war bereits in der Bürgerversammlung im Frühjahr 2016 schon einmal zu hören.

Alternativ wurde seinerzeit der Marienplatz gegenüber der Wallfahrtskirche ins Spiel gebracht. Die Grünfläche zwischen dem Kinderhaus „Sankt Marien“ und dem Vinzentiner-Kloster sei – so die Argumente eines Bürgers – ja auch ein Ortsmittelpunkt und dafür deutlich besser geeignet.

Als weitere Gründe für den angeregten Standortwechsel wurden der Wunsch nach einem beruhigteren Bereich, auch die bessere Möglichkeit zu einer gemeinsamen Mai-Feier geäußert. Zudem argumentierte man in der Bürgerversammlung mit einer "schöneren Optik", die am Marienplatz zweifelsohne gegeben sei.

Auf die zu erwartenden Kosten verweisend zeigte sich die Mehrheit der Gemeinderäte gut ein halbes Jahr später davon aber nur mäßig erfreut. Das neu zu erstellende Fundament, sowie die Kosten für einen zusätzlichen Stromanschluss wurden im Herbst 2016 als Ablehnungsgründe genannt. Auch seien der Mai- und Christbaum dort nur schlecht einsehbar. Das abschließendes Argument jedoch lautete: Die für einen neuen Standplatz aufzuwendende Summe würde für wichtigere Dinge gebraucht.

Keine Mehrheit

Eine Mehrheit fand der vor vier Jahren von Bürgermeister Braun angeregte Bürgerwunsch trotz der guten Argumente aber nicht. Sowohl die SPD, als auch die Freien Wähler verweigerten die Umsiedlungspläne in der Oktobersitzung. Die CSU, aus unterschiedlichen Gründen damals in der Minderheit, musste sich der Opposition beugen.

In der jüngsten Sitzung kam der Standort erneut auf den Tisch. Zweite Bürgermeisterin und CSU-Gemeinderätin Andrea Hecht erinnerte sich an die Diskussion vor gut 4 Jahren, um die Platzfrage, mehr aber die dortige Gestaltung, erneut anzusprechen. Grund dafür war die geplante Sanierung der Ortsmitte, von der auch der Maibaum und die Weihnachtsfichte in gewisser Weise betroffen seien.

Optisch "eingepfercht"

Hecht klagte, dass der gemeindliche Baumschmuck – ihrer Ansicht nach - durch die Sanierungsvorhaben optisch sehr „eingepfercht“ wirke. „Ich finde das schade“, bedauerte die Fuchsmühlerin und empfahl, den vorhandenen Platz "etwas größer“ zu gestalten und den Gedanken in die laufende Planung mit einzubinden.

Bürgermeister Wolfgang Braun erläuterte die Grundstücksituation, die eine Platz-Erweiterung schwierig mache. „Ich sehe da leider keine Möglichkeit“, ergänzte der Vorsitzende.

Standort durchaus sinnvoll

Erneut flammte der Marienplatz als Alternativ-Standort auf. In der damaligen Debatte 2016 vertrat Marktrat Markus Troesch (CSU) bereits die Ansicht, dass der vorgeschlagene Platz an der Kirche, wo früher einmal das Marienheim gestanden hatte, durchaus sinnvoll sei. Zudem - so Troesch - stelle das Areal für den Mai- bzw. Weihnachtsbaum eine optische Aufwertung dar. Der Fraktionschef empfahl seinerzeit, dem Wunsch aus den Reihen der Bürger entgegenzukommen.

Unverändert beharrte Troesch auch in der letzten Sitzung darauf. Troesch ließ anklingen, dass man über den Marienplatz noch einmal nachdenken sollte. Der sei, so das Argument des CSU-Sprechers, neben der geografischen, ja auch eine Art Ortsmitte. "Wenn man das optisch betrachtet, wäre das durchaus auch sinnvoll", fügte er hinzu.

Damit bleibt der Marienplatz als neuer Standort für den Mai- und Christbaum weiter im Rennen. Darüber abgestimmt wurde aber noch nicht. Man werde den Gedanken sicher noch einmal ansprechen, versprach Bürgermeister Wolfgang Braun.

Auch andernorts sind Christbäume unterm Jahr ein Thema:

Schönficht bei Plößberg
In der Ortsmitte, dort wo die Blumenpyramide steht, werden im Frühjahr, später in der Vorweihnachtszeit, der Mai- bzw. Christbaum aufgestellt. In der letzten Sitzung regte Markträtin Andrea Hecht eine Verbesserung der Situation an.
Infobox:

Anita Thoma und Nicole Fürst bleiben Familienbeauftragte

Wie in der Gemeinderatssitzung bekannt wurde, bleibt Anita Thoma Familienbeauftragte. An ihrer Seite, als Stellvertreterin, steht – wie schon zuvor - die Verwaltungsangestellte Nicole Fürst. Die Aufgaben des Seniorenbeauftragten führt Edwin Ulrich fort. Stellvertreterin wurde Markträtin und Zweite Bürgermeisterin Andrea Hecht. Man habe im Vorfeld bereits Gespräche geführt, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun. Die Ernennungen erfolgten einstimmig.

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