30.09.2019 - 11:34 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Auch flotte Märsche an der Orgel

Orgelkonzerte, heiter und leicht beschwingt, sind längst nichts mehr Ungewohntes in der Fuchsmühler Wallfahrtskirche. Dafür sorgt ein Mittelfranke.

Thomas Köhler ist ein Meister seines Faches. Bereits seit 2013 gastiert der Mittelfranke gerne an der Fuchsmühl Orgel.
von Werner RoblProfil

Thomas Köhler wohnt im mittelfränkischen Eckental. Sein regelmäßiger Arbeitsplatz aber sind die Orgel-Manuale und -Pedale in der ehemaligen Benediktiner-Abtei Weißenohe, die aber schon zum Regierungsbezirk Oberfranken gehört. In Sachen Musik ist Köhler - wie er selbst betont - daher ein Pendler geworden. Einmal im Jahr fährt er auch in die Oberpfalz, um in Fuchsmühl Orgelmusik zu machen. Köhlers musikalische Visitenkarte ist in der Maria-Hilf-Kirche längst bekannt.

Bereits am Nachmittag - noch vor dem Konzert - bat er um den Schlüssel zum Orgelraum, um in der Wallfahrtskirche zu proben. Dass Köhler die Klais-Orgel ganz besonders schätzt, war beim erneuten Auftritt, bei dem er im wahrsten Sinne des Wortes alle Register zog, deutlich zu hören. Das Programm stellte Köhler bereits im Sommer zusammen. Zu hören waren Werke von Telemann, Bach, Charpentier, John Philipp Sousa und anderen Komponisten. Eingearbeitet waren, neben klassischen aber nicht zu schweren Werken, auch flotte Märsche und sogar ein Ausschnitt aus dem Musical "Elisabeth". Thomas Köhler machte auch die Bravourarie, die Gioachino Rossini für seinen "Barbier von Sevilla" geschrieben hatte, zu einem neuen - so nur selten gehörten - Ohrenschmaus.

Thomas Köhler ist aber auch ein Künstler zum Anfassen. Vor und nach dem mit viel Applaus bedachten Konzert trat er vor sein Publikum. Gerne ließ er sich aushorchen und beantwortete die Fragen, die an ihn herangetragen wurden. Er selbst fragte, was denn die Hamburger Elbphilharmonie mit der Fuchsmühler Wallfahrtskirche gemeinsam habe. "Beide Häuser haben eine Klais-Orgel, die aus der Bonner Werkstatt stammt", ergänzte Köhler, nachdem die Antwort ausblieb.

"Schade nur, dass man dem Künstler beim Orgelspiel nicht zuschauen kann", bedauerte ein Zuhörer. Er wolle das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden, sagte Köhler, der sich nach dem Konzert für einen Kurzurlaub im Stiftland entschieden hatte. "Ich möchte die Schönheiten dieser Gegend einmal kennenlernen." Und: Auch 2020 dürfen sich Zuhörer auf ein Orgelkonzert freuen.

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