19.01.2020 - 13:23 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Fuchsmühl attraktiver machen

Die Freien Wähler nominieren einstimmig zwölf Bewerber für die Gemeinderatswahl im März. Thema sind bei der Versammlung natürlich die Ziele. Und dazu gehört die Zukunft der Wasserversorgung.

FW-Kreisrat Franz Dürrschmidt (links) gratulierte den Nominierten und wünschte viel Erfolg bei der Kommunalwahl am 15. März. Angeführt wird die Liste vom Zweiten Vorsitzenden der Freien Wähler in Fuchsmühl, Christopher April (Vierter von links).
von Werner RoblProfil

Vergeblich blieben die Bemühungen um einen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters, um das sich in Fuchsmühl aktuell Wolfgang Braun (CSU) und Nicole Fürst (SPD) bewerben. Gefunden wurden zwölf Bewerber, die sich für die Freien Wähler um einen Sitz im Gemeinderat bemühen. Angeführt wird die Liste vom Zweiten Vorsitzenden der Freien Wähler, Christopher April, der am Freitag im Hotel "Hackelstein" auch die öffentliche Nominierungsversammlung leitete. Dazu eingeladen war, um die Grüße des FW-Landratskandidaten zu überbringen, Kreisrat Franz Dürrschmidt aus der Nachbargemeinde Wiesau. "Wir werden unsere Kandidaten, die im Landkreis für die Freien Wähler antreten, in jeder Form unterstützen", versprach der Wiesauer.

FW-Landratskandidat Ely Eibisch, der aus terminlichen Gründen hatte absagen müssen, ließ über Dürrschmidt ausrichten, dass er gerne bereit sei, bei der öffentlichen Veranstaltung am 24. Januar im Wiesauer Bayer-Saal Rede und Antwort zu stehen. Verwiesen hat Dürrschmidt auch auf den 8. Februar, wo Eibisch an den Infoständen beim Fuchsmühler Markthaus und am Parkplatz des Wiesauer Rewe-Getränkemarktes seine Ziele darlegen werde. In seiner Grußrede beleuchtete Dürrschmidt die Arbeit im Kreistag. "Dort wird gut zusammengearbeitet." Der "größte Kummerkasten" aber bleibe die Diskussion zur Krankenhaus-Situation. "Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Schließung der kleinen Krankenhäuser von Berliner Seite sogar gewünscht wird." Das Geld, das man in den Kliniken-Erhalt investieren müsse, fehle anderswo. Leidtragende seien zum Beispiel Schulen, Kindergärten, unter anderem auch der Straßenbau.

Keine Äcker opfern

Auch in Fuchsmühl warb Franz Dürrschmidt für Photovoltaik-Anlagen auf Dachflächen im interkommunalen Gewerbegebiet - statt auf landwirtschaftlichen Flächen. "Auf den Hallen würden sie niemanden stören. Ich bin strikt dagegen, dass dafür Ackerböden geopfert werden." Dürrschmidt sagte: "Mich ärgert auch, dass die Investoren, die aus den Städten kommen, die Flächen beanspruchen und von den Erlösen profitieren. Die Nachteile aber müssen nur wir tragen." Er kritisierte die "Verschandelung" der Landschaft durch Eisengestelle und die fehlenden Vorteile für die Bürger.

Große Investitionen stünden am Beruflichen Schulzentrum Wiesau an, wo laut Dürrschmidt "viele Millionen in die Hand genommen werden müssen". Das sei notwendig.

Unterstützt von Annemarie Mayerhöfer und Conny Englmann leitete Franz Dürrschmidt die Wahl zur Nominierung. Einstimmig wurden zwölf Kandidaten ins Rennen geschickt. "Wir möchten die Zahl der Gemeinderatssitze weiter ausbauen", erinnerte danach Zweiter Vorsitzender Christopher April an die derzeitige Situation der lediglich durch Fraktionssprecher Anton April und Anni Koller vertretenen Wählergruppierung im Ratsgremium. Christopher April betonte: "Wir wollen eine Verbesserung erreichen, um die Mehrheitsverhältnisse zu korrigieren." Zu den weiteren Wahlzielen sagte er: "Wir müssen an der örtlichen Infrastruktur beziehungsweise deren Verbesserung verstärkt arbeiten." Anliegen sei es auch, an der Verschönerung im Gemeindegebiet mitzuarbeiten. Zudem sei man bestrebt, dass der Tourismus in Zusammenarbeit mit Steinwald-Allianz und Naturpark Steinwald weiter Fahrt aufnimmt.

Schulden weiter abbauen

"Die Wasserversorgung muss in kommunaler Hand bleiben", forderte April an anderer Stelle. Ziel müsse es zudem sein, den Schuldenstand Fuchsmühls weiter nach unten zu drücken. "Wir stehen zur Landwirtschaft", betonte der Sprecher. Ebenso müsse man auch den örtlichen Handwerkern den Rücken stärken. Deutlich sprach er sich dafür aus, dass gemeindliche Aufträge, sofern möglich, im Ort bleiben und nicht an Unternehmer außerhalb vergeben werden.

Die Kandidaten der Freien Wähler:

Die Freien Wähler treten mit einem Dutzend Bewerber und zwei Ersatzleuten bei der Gemeinderatswahl in Fuchsmühl an: 1. Christopher April (25 Jahre, staatlich geprüfter Bautechniker), 2. Felix Englmann (28, Fachkraft für Arbeitssicherheit), 3. Bernhard Gleißner (38, Elektriker), 4. Denise Englmann (25, Lageristin), 5. Anton April (55, Vorführtechniker und Marktrat), 6. Thomas Schraml (52, stellvertretender Verlademeister), 7. Richard Englmann (63, Medizintechniker), 8. Theo Lex (60, Rentner), 9. Anna Koller (64, Landwirtin und Markträtin), 10. Sonja Koller (36, Beamtenanwärterin am Finanzamt), 11. Alexandra Kellner (38, Hotelfachfrau), 12. Roland Ast (56, Polizeibeamter). Als Ersatzkandidaten stehen bereit: Christof Höcht (51, Außendienstmitarbeiter im Versicherungswesen) und Anton Sandner (58, Mischanlagenführer). (wro)

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