19.01.2021 - 11:20 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Fuchsmühl: Vom Fußballplatz zum gefragten Baugrund

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Planen, bauen, sanieren: Fuchsmühl ist im Wandel. Auch heuer hat die Steinwaldgemeinde viel vor. Im Gespräch mit Oberpfalz-Medien nennt Bürgermeister Wolfgang Braun die bedeutendsten Vorhaben.

Auf dem bisherigen Sportplatz (Bild) könnte ein Baugebiet mit 12 bis 14 Parzellen entstehen.
von Harald Dietz Kontakt Profil

Fragt man Bürgermeister Wolfgang Braun nach wichtigen Projekten für die Marktgemeinde Fuchsmühl im Jahr 2021, muss er zunächst mal tief Luft holen. Denn das, was er auflisten möchte, ist eine Menge. Oben auf der Agenda steht beispielsweise die Schaffung eines Parkplatzes beim Friedhof - mit weiterem Eingangsbereich und behindertengerechtem Zugang. Die Ausschreibung laufe, so der Bürgermeister.

Mit rund 240.000 Euro ist der Ausbau des Mehrzweckplatzes Ortsmitte Ost (ehemaliger Parkplatz bei der Sparkasse) angesetzt. Abgerissen werden soll das alte Schützenheim der "SG Hackelstein". Auf der frei werdenden Fläche sollen Parkmöglichkeiten geschaffen und Containerstellplätze angelegt werden. Die Kosten beziffert Wolfgang Braun mit etwa 200.000 Euro.

Die Neugestaltung des Mehrzweckplatzes Ortsmitte Ost ist mit 240.000 Euro kalkuliert.

Im Zuge einer einfachen Dorferneuerung geht Fuchsmühl die Sanierung der reparaturbedürftigen Durchgangsstraße in Herzogöd an. Mit eingebunden werde der Bau eines Parkplatzes mit acht Stellflächen für die Autos von Wanderern und Skilangläufern. Der Bürgermeister rechnet mit Ausgaben von rund 300.000 Euro.

Fortführen wolle man die Planungen für den Mehrzweckplatz Ortsmitte West und die Sanierung des ehemaligen "Posthäusls" für die Nutzung als Warteraum für die Bushaltestelle und als Informationspunkt. Platz sei da für Anschlagtafeln und weitere Infos seitens der Gemeindeverwaltung Fuchsmühl. Wegen einer Umplanung (Verlagerung des Containerstellplatzes) sinken nach Auskunft des Bürgermeisters die Kosten. Förderzusagen lägen bereits vor. Bürgermeister Wolfgang Braun stellt fest: "Die Förderkulisse ist nach wie vor sehr positiv." Weiter vorangetrieben würden bei den gemeindeeigenen Gebäuden Marienstraße 36 bis 40 die Planungen für Sanierung oder Rückbau mit Neuerrichtung.

Für Ideen offen

"Ich werde gerne neue Anregungen aufnehmen", sagt Bürgermeister Braun mit Blick auf eine Zukunftswerkstatt mit Jugendlichen, Vereinen und Bürgern. Bedingt durch die Corona-Pandemie habe dieses Treffen verschoben werden müssen. Dabei gehe es um die Projekte Freizeitanlage Badeweiher und neues Sportgelände. "Die Umsetzung soll im Zuge der einfachen Dorferneuerung mit dem Amt für ländliche Entwicklung und der Städtebauförderung erfolgen." Wolfgang Braun erläutert: "Wir wollen unseren Badeweiher aufwerten." Unter anderem soll mehr Frischwasser zugeführt werden, um so die Qualität zu verbessern. Auch am Gebäude beim Badeweiher soll sich was tun.

Das Areal für den neuen Sportplatz nördlich des Waldbadeweihers: Bürgermeister Wolfgang Braun ist wichtig, dass das Gelände von allen Bürgern genutzt werden kann.

Kostenschätzung reduziert

Stichwort neuer Sportplatz: Das Gelände in unmittelbarer Nähe zum Badeweiher solle nicht nur den Fußballern zur Verfügung stehen, sondern auch von anderen Bürgern genutzt werden können, so der Bürgermeister. Ein wichtiges Anliegen ist ihm, den Flächenverbrauch zu minimieren. Wolfgang Braun: "Ich bemühe mich für dieses Vorhaben um Förderungen an verschiedenen Stellen." Auch verweist er darauf, dass die Kostenschätzung fürs Sportgelände von 1,8 Millionen Euro auf rund 800.000 Euro heruntergefahren werden konnte.

Die Verlagerung des Sportgelände hat einen äußerst positiven Nebeneffekt: Das frei werdende Gelände steht dann für Bauflächen zur Verfügung. Bürgermeister Wolfgang Braun freut sich, dass 12 bis 14 Parzellen für Baugrundstücke entstehen könnten.

"Wegen der Nachfrage sind nunmehr alle Grundstücke verkauft."

Bürgermeister Wolfgang Braun

Baugrundstücke seien gefragt. Braun: "Bedingt durch die positive Entwicklung im Landkreis Tirschenreuth und die Attraktivität des Ortes Fuchsmühl darf ich feststellen, dass junge Menschen nach der Ausbildung oder nach dem Studium wieder Interesse an ihrem Heimatort zeigen. Die Bautätigkeiten und die aktuelle Geburtenrate in Fuchsmühl bestätigen dies." Die Lebensqualität und "letztendlich das Preis-/Leistungsverhältnis unserer Region überzeugt zwischenzeitlich viele junge Bürger".

Und wie sieht es bei Gewerbeflächen aus? "Wegen der Nachfrage sind nunmehr alle Grundstücke verkauft", berichtet der Fuchsmühler Rathauschef. Aber es gebe nach wie vor Anfragen. Braun kündigt an: "Der Gemeinderat wird sich diesbezüglich mit dem Thema beschäftigen. Wir sind bestrebt, weiterhin Flächen bereitzustellen." Außerdem verweist er auf das interkommunale Gewerbegebiet bei Wiesau.

All die genannten Projekte und Planungen kosten viel Geld. Ein wichtiger Einnahmeposten ist für jede Gemeinde die Gewerbesteuer. Dazu stellt Bürgermeister Wolfgang Braun fest: "Trotz der Corona-Situation können wir keinen Einbruch bei der Gewerbesteuer feststellen."

Schulden sinken

Wie ist es grundsätzlich um die finanzielle Leistungsfähigkeit Fuchsmühls bestellt? Wolfgang Braun hebt hervor: "Die Leistungsfähigkeit der Marktgemeinde Fuchsmühl ist gut." Die Schulden wurden und werden in diesem Jahr erneut reduziert, bekräftigt der Bürgermeister. "Bei der Steuerkraft befinden wir uns im Mittelfeld des Landkreises Tirschenreuth. Im Ranking konnten wir uns um fünf Plätze verbessern." Wichtig ist ihm: "Trotz zahlreicher Maßnahmen war 2020 und ist für 2021 keine weitere Kreditaufnahme geplant. Für die neuen Baumaßnahmen sind Rücklagen vorhanden."

Auf seinen persönlichen Wunsch für das neue Jahr angesprochen, blickt Bürgermeister Wolfgang Braun zunächst kurz auf 2020 zurück und sagt: "Für das ausgeprägte bürgerliche Engagement, für die gegenseitige Hilfe und das gegenseitige Miteinander möchte ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern ganz herzlich bedanken." Er fährt fort: "Mein Wunsch für das Jahr 2021 ist, dass wir wieder die Normalität erreichen, die wir vor der Pandemie hatten." Das Wichtigste sei die Gesundheit und "dass wir unsere gesteckten Wünsche und Ziele umsetzen können".

Optimistisch sieht Bürgermeister Max Bindl die Situation der Marktgemeinde Konnersreuth

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Das ehemalige Schützenheim der SG „Hackelstein“ unweit der Wallfahrtskirche "Maria Hilf" soll abgerissen werden, informiert Bürgermeister Wolfgang Braun.
In Herzogöd soll über eine einfache Dorferneuerung die reparaturbedürftige Durchgangsstraße saniert werden.
Fuchsmühl will das Waldbadeweiher-Gelände aufwerten. Dies soll über mehrere Maßnahmen geschehen.
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