12.01.2021 - 14:18 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

60 Wohngrundstücke in Konnersreuth sofort bebaubar

Bürgermeister Max Bindl sieht Konnersreuth auf einem guten Weg. Die Eröffnung des Info- und Begegnungszentrums soll in diesem Jahr der Höhepunkt werden. Im Blick hat die Gemeinde auch die Bautätigkeit.

Ende Mai, Anfang Juni will Bürgermeister Max Bindl das Info- und Begegnungszentrum sowie das Theres-Neumann-Museum aufsperren.
von Josef RosnerProfil

Durchaus optimistisch sieht Bürgermeister Max Bindl die Situation seiner Marktgemeinde. Vor allem finanziell geht es Konnersreuth besser, was auch daran erkennbar ist, dass es zuletzt keine Stabilisierungshilfe gab. 2021 soll ein ganz spezielles Jahr werden, schließlich steht die Eröffnung des Info- und Begegnungszentrums mit Theres-Neumann-Museum an. Von diesem Projekt verspricht sich die Marktgemeinde auch für den Tourismus sehr viel.

Bindl, der kürzlich seinen 62. Geburtstag feierte und seit 2008 Bürgermeister ist, gab für Oberpfalz-Medien einen Ausblick auf 2021. Neben bekannten Projekten brachte er auch neue Ideen ein. Viel hält er vom verpflichtenden Marktratsbeschluss entsprechend der Förderinitiative "Innen statt Außen", um den Ortskern zu beleben und Flächen zu sparen. „Wir haben damit den Weg frei gemacht, dass wir für Projekte der Städtebauförderung nicht 60 Prozent, sondern bis zu 90 Prozent Förderung erhalten.“ Mit Hilfe der höheren Förderung geht es um Investitionen in die Sanierung des Resl-Hauses, die öffentliche Toilettenanlage, die Neugestaltung der Friedhofstraße und die Abarbeitung der Projekte aus dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept.

Hohe Priorität genießt weiter der Überschwemmungsschutz. „Gespräche und Planungen laufen, sie sollen Schritt für Schritt umgesetzt werden“, sagt Bindl. Keine so hohe Priorität setzt Bindl er die Ausweisung von neuen Wohngebieten auf der grünen Wiese. „Bei uns in Konnersreuth und in den Ortsteilen gibt es 60 Grundstücke mit sofortiger Bebaubarkeit, allerdings in privater Hand. Zehn der Flächen befinden sich im Ortsteil Neudorf.“ Der Bürgermeister sieht für heuer und kommendes Jahr einen Bauboom. „Ich weiß, dass viele der genannten Grundstücke bereits an junge Familien verkauft sind.“ Sein Appell geht an die Grundstücksbesitzer, brach liegende Flächen an Bauwillige zu verkaufen. Im Besitz der Gemeinde ist dagegen gerade mal ein Bauplatz. In den sozialen Wohnungsbau will die Gemeinde nicht einsteigen: "Bei uns gibt es derzeit keinen Investor.“

„Bei uns in Konnersreuth und in den Ortsteilen gibt es 60 Grundstücke mit sofortiger Bebaubarkeit, allerdings in privater Hand."

Bürgermeister Max Bindl

Höhepunkt soll heuer die Eröffnung des Info- und Begegnungszentrums sowie des Theres-Neumann-Museums werden. Bindl erhofft sich Orte der Begegnung mit vielen Veranstaltungen. „Wir wollen den ehemaligen Schafferhof mit Leben erfüllen.“ Hier hofft der Bürgermeister auch auf die Unterstützung des Fördervereins. Einweihung des gesamten Areals soll im Mai oder Juni sein.

Ein weiteres Augenmerk legt Bindl auf die Instandsetzung von Kinderspielplätzen, Straßen und Wegen. Saniert werden soll der Bauhof, die gemeindliche Grüngutannahme braucht eine neue Struktur und im Friedhof laufen bereits Vorbereitungen für die Neuanlage von Urnenruhestätten. Von einer Aufwertung sowohl für Einheimische als auch für Gäste spricht der Bürgermeister angesichts der Verkehrsberuhigung am Therese-Neumann-Platz. Gleiches könne er sich auch rund um den Kirchplatz und Pfarrer-Naber-Platz, in Teilen für die Hauptstraße und beim Friedhof vorstellen.

Zum Thema Nachfolgenutzung des Klosters Fockenfeld berichtete der Bürgermeister von intensiven Gesprächen: „Es zeichnet sich eine Lösung für das gesamte Stiftland ab“, deutete er an. Zum Jahresbeginn hat sich die Volksbank-Raiffeisenbank Nordoberpfalz mit ihrer Geschäftsstelle aus Konnersreuth zurückgezogen. Wie es mit dem leerstehenden Gebäude weitergehen soll, ist fraglich. Max Bindl weiß, das es die Bank verkaufen will.

Als Herausforderung bezeichnete der Bürgermeister den Tourismus, nicht zuletzt wegen der Auswirkungen von Corona. Konnersreuth sieht er im engen Zusammenhang mit der Klosterstadt Waldsassen und der Kappl sowie vielen weiteren sakralen Einrichtungen wie Waldbesinnungspfad, Kreuzweg, Fockenfeld, Theresianum und Schafferkapelle, die demnächst 200-jähriges Bestehen feiert und heuer saniert werden soll. Weiter ist geplant, einen neuen Rundwanderweg entlang der Feld- und Wegkreuze in Konnersreuth zu errichten. Ebenfalls im Blick bleibt ein Lückenschluss der Radwege nach Waldsassen und Mitterteich.

Zu den wirtschaftlichen Themen gehört die Zukunft des Steinbruchs Hirschentanz. Bindl berichtete, dass aktuell intensive Gespräche über die Fortführung des Basaltabbaus laufen: „Nähere Einzelheiten zu gegebener Zeit.“ Für Gewerbeansiedelungen hat die Gemeinde noch eine Fläche gegenüber dem Geflügelheim, allerdings nicht erschlossen. Noch nicht weitergekommen ist Bürgermeister Max Bindl auf der Suche nach einer neuen Führung des Vereinskartells als Nachfolger für Andreas Malzer. „Ich habe zwar Gespräche geführt, aber noch keine Lösung.“

Abschließend hofft Bindl darauf, dass Corona bald besiegt ist und sich die Vereine wieder treffen dürfen. Schließlich soll heuer auch das Bürgerfest am 18. Juli stattfinden. Ein weiteres Highlight ist die Primiz von Bastian Neumann am 4. Juli. Um Konnersreuth lebens- und liebenswert zu erhalten, sei es nötig, „dass sich unser gesellschaftliches Leben wieder normalisiert“.

Auch in der Nachbargemeinde Pechbrunn ist einiges geplant

Pechbrunn

 

 

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