16.07.2021 - 11:26 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Fuchsmühler Bürgermeister klagt über persönliche Angriffe

20 Monate sind seit der letzten Bürgerversammlung in Fuchsmühl verstrichen, jetzt ging diese pandemiebedingte Zwangspause zu Ende. Bürgermeister Wolfgang Braun sprach zahlreiche Themen an und berichtete auch von Attacken auf seine Person.

Bürgermeister Wolfgang Braun am Mittwochabend bei der ersten Bürgerversammlung seit 20 Monaten in der Mehrzweckhalle.
von Werner RoblProfil

Es war am 27. November 2019, als die bislang letzte Bürgerversammlung in Fuchsmühl stattfinden konnte. Seitdem hatte die Corona-Pandemie eine Neuauflage behindert – bis zum vergangenen Mittwoch. Rund 40 Zuhörer waren der Einladung zur Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle gefolgt. Bürgermeister Wolfgang Braun hatte gut 70 Präsentationsseiten und eine Handvoll Planzeichnungen in digitaler Form vorbereitet, um seine Ausführungen zum Geschehen in den Jahren 2020 und 2021 anschaulich zu begleiten. Auf die Zuhörer wartete daher eine geballte Informationsflut.

Veranstaltungen im Herbst

"Hinter uns liegt eine schwere Zeit", bekannte Braun. "Eineinhalb Jahre Corona brachten auch das Vereinsleben zum Erliegen", bedauerte der Bürgermeister zu Beginn der rund zweieinhalb Stunden dauernden Bürgerversammlung. "Mein Ziel ist es, auch im Herbst eine Bürgerversammlung und zu gegebener Zeit einen Ehrenabend anzubieten", erklärte Braun. Einige Maßnahmen in der Gemeinde hätten wegen der Pandemie noch nicht verwirklicht werden können, so Braun später an anderer Stelle.

Die Bürgerversammlung am Mittwoch war abgesehen von den Marktratssitzungen die erste öffentliche Veranstaltung des Bürgermeisters seit der Wiederwahl im März 2020. Braun verwies auf die Neubildung des Marktgemeinderates und bedankte sich bei ausgeschiedenen Mandatsträgern für ihre geleistete Arbeit. Unerwartet kam Braun danach auf seine Person zu sprechen: "Die Angriffe gegen mich häufen sich", klagte das Marktoberhaupt. "Die meisten Entscheidungen treffe aber nicht ich allein", machte er in Richtung von Kritikern deutlich und verwies auf gemeinsam getragene Beschlüsse im Marktgemeinderat.

Festgestellt habe Braun, dass die Kritik eine "niedrige Schwelle" erreicht habe. Allerdings zeigte er sich entschlossen: "Ich kann mit Angriffen leben, auch mit denen, die meine Person betreffen." Er stelle sich der Kritik, versicherte Braun und sagte zu seiner Arbeit: "Ich versuche, mein Bestmögliches zu tun." Um Verständnis warb er bei Entscheidungen, die nicht jedermann passten und manchmal auch zu Missstimmungen führten. Stets habe man aber das Wohl der Gemeinde und deren Bürger im Blick, versicherte Braun und ergänzte: "Jedem recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann." Braun bedauerte weiter, dass Informationen in den vergangenen Monaten auf Sparflamme gelaufen seien.

Grüße von Pater Kress

Umso mehr freue er sich darüber, dass die anwesenden Zuhörer "trotz der schwierigen Zeit" gekommen seien, um sich bei der Bürgerversammlung vom gemeindlichen Leben ein Bild zu verschaffen. Grüße aus Unterfranken nach Fuchsmühl geschickt hatte übrigens Augustiner-Pater Gisbert Kress. Der beliebte Seelsorger betreute viele Jahre lang die Pfarrei und das Kloster Fuchsmühl. Aktuell verbringt er seinen Lebensabend im Münnerstädter Haus Sankt Michael. "Pater Gisbert wünscht der Bürgerversammlung einen guten Verlauf. Sein Herz schlägt noch immer für Fuchsmühl", erklärte der Bürgermeister. (Weiterer Bericht folgt)

Um den Lkw-Verkehr ging es kürzlich im Marktgemeinderat

Fuchsmühl

"Die Angriffe gegen mich häufen sich."

Bürgermeister Wolfgang Braun

 

 

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