19.05.2019 - 15:06 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Geballte Infos aus erster Hand

Die Fuchsmühler scheinen mit der Arbeit im Rathaus zufrieden zu sein. Am Ende der gut zweistündigen Bürgerversammlung folgen keine Wortmeldungen. Ins Blickfeld rückt das Jubiläum "125 Jahre Holzschlacht".

Rund 40 Fuchsmühler ließen sich von Bürgermeister Wolfgang Braun (rechts) informieren.
von Werner RoblProfil

Mit 40 Teilnehmern war die Informationsveranstaltung, zu der Bürgermeister Wolfgang Braun ins Hotel "Hackelstein" eingeladen hatte, "gut besucht", wie er meinte. "Zwischen den Zeilen" klang aber an, dass es - angesichts der rund 1540 Einwohner - einige mehr hätten sein können. Bedauert hat Braun die Ablehnung des Förderantrags für den geplanten Bau einer neuen Freizeit- und Sportanlage. "Ich denke, dass wir andere Möglichkeiten der Finanzierung finden werden, damit das geplante Projekt am Waldbadeweiher, für das der Markt bereits 25.000 Euro (für den Grunderwerb) in den Haushalt eingestellt hat, verwirklicht werden kann." Der Gemeindechef versprach, alternative Fördertöpfe anzuzapfen.

Deutlich positiv entwickelt habe sich der Arbeitsmarkt in Fuchsmühl: Die Zahl der Arbeitsplätze stieg von 119 im Jahr 2006 kontinuierlich auf rund 200 (Stand 2017). "Hier ist Bedarf vorhanden", wandte sich Braun den 962 Wohnungen und 523 Wohngebäuden zu. Es sollten mehr werden, mahnte der Bürgermeister, in die Zukunft zu investieren und weiteren Wohnraum zu schaffen. Eines ärgert Braun schon lange und das ist die Kritik am Winterdienst. "Wir sind bestrebt, auch im Außenbereich zuverlässig zu räumen." Unmut komme von dort aber nicht, erklärte Braun am Beispiel von Herzogöd. Dort sei man zufrieden. Leider aber häuften sich die Beschwerden aus dem innerörtlichen Wohnbereich. "Der gemeindliche Bauhof hat rund 22 Kilometer an Straßen, Wegen und Plätzen, die gepflegt werden müssen", bat Braun um Verständnis, dass bei Schneefall nicht jede Straße bereits in aller Frühe geräumt sein könne.

"Gut gewirtschaftet"

Positiv seien die steigenden Tourismus-Zahlen: 7000 Übernachtungen (Vorjahr 5600). Weiter widmete sich Braun dem Gemeindehaushalt (gesamt 4,21 Millionen Euro). "Wir haben gut gewirtschaftet, bilanzierte Braun und bezifferte die freie Finanzspanne mit rund 276.000 Euro. Auch würdigte er die Tatsache, dass aktuell kein Kredit benötigt werde. "Wir haben den niedrigsten Schuldenstand seit 1997", kommentierte er die rund 1,7 Millionen Euro Fremdgeld, für das der Markt aktuell rund 25.000 Euro (Vorjahr 35.000 Euro) an Zinsen jährlich leisten müsse.

"Wir werden uns auch weiterhin - wenn auch nicht heuer - um eine Stabilisierungshilfe und um eine Konsolidierung der Ausgaben bemühen." Bürgermeister Braun war wichtig: "Wir werfen das Geld nicht zum Fenster hinaus."

Dabei blickte er auf die laufenden und geplanten Ausgaben, wobei unter anderem eine geförderte Maßnahmenerweiterung beziehungsweise die restliche Sanierung der Carl-Ulrich-Straße (260.000 Euro) und die Ortsgestaltung in der Gemeindemitte (160.000), vor allem aber die Renovierung eines Wohnhauses in der Marienstraße (1,1 Millionen Euro) im Haushalt eingebunden sind. Wann die Ortsgestaltung Süd angegangen wird, ließ Braun noch offen. Geplant sei aber ein Grunderwerb (100.000 Euro) an den "Finkenbühläckern" unweit der Mehrzweckhalle. Dazu aber äußerte er sich nicht weiter. Stichwort Maßnahme Friedhof: "Wir werden die unbefriedigende Parkplatzsituation lösen", beleuchtete der Bürgermeister die geplante Umgestaltung am nordöstlichen Friedhofsbereich. Angesprochen hat Wolfgang Braun am Ende auch das Kernwegenetz und die noch vorhandenen Lücken bei der Breitbandversorgung.

Im Blickpunkt:

Fuchsmühl steht derzeit im Zeichen des 125. Jubiläums der „Holzschlacht 1894“ bei Herzogöd. „Ein großes Festspiel wie 2014 ist nicht geplant“, bedauerte Bürgermeister Wolfgang Braun. Angedacht sei dafür aber die Schaffung eines „Holzschlachtgedenkweges“ und die Aufwertung des bereits vorhandenen Denkmals. Der Festakt finde am 12. Oktober statt, informierte Wolfgang Braun. (wro)

Neu gestaltet wird das sogenannte Schremsgassl. Der Weg gehört zur „Ortsgestaltung Mitte“.
Fast fertiggestellt ist die Carl-Ulrich-Straße, für die die Anlieger dank der Abschaffung der Straßenausbaubeiträge keinen Euro hinlegen mussten.
Die Ortsmitte wird aufgewertet. Erhalten bleibt auch das alte Posthäusl in der Bildmitte.
Einig ist man sich im Rathaus darüber, dass der Parkplatz in der Gemeindemitte deutlich schöner werden soll. Verschwinden werden die Altglas-Container.
Um der Parkplatznot am Friedhof Herr zu werden, könnten an der Nordost-Seite neue Stellflächen entstehen.
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