(wro) Das „Digitale Dorf“ bekommt mehr und mehr konkrete Gestalt. „Mittlerweile hat man das dafür benötige Personal (Verwaltung 30 Stunden, 2 Verkäuferinnen mit jeweils 25 Stunden) gefunden. Eingestellt wurde auch ein Kraftfahrer, der in Vollzeit beschäftigt wird, informierte Bürgermeister Wolfgang Braun in der Marktratssitzung. Inzwischen wurden auch die Haltestellen und die bislang noch vorläufige Routenplanung festgelegt. Änderungen seien möglich, stellte Braun in Aussicht. „Herzogöd konnte leider nicht berücksichtigt werden“, bedauerte der Bürgermeister und verwies dabei auf die zu geringe Einwohnerzahl, die dafür notwendig sei. In welcher Form der Gemeindeteil Güttern mit eingebunden werden könne, ließ Wolfgang Braun noch offen. Zum Stichwort „Start“ sagte er: „Wir hoffen, dass das 'Digitale Dorf' noch im dritten Quartal dieses Jahres seinen Betrieb aufnimmt."
Mittlerweile bringen die Landwirte nicht mehr, wie bisher geschehen, den Klärschlamm auf ihren Feldern aus. Grund dafür seien entsprechende Gesetzesänderungen. Bürgermeister Wolfgang Braun fasste zusammen: „Das bedeutet, dass der Klärschlamm anderweitig entsorgt werden muss.“ Zugleich bedauerte er die dabei zu erwartende Kostensteigerung. Braun stellte klar, dass man nach Einholung entsprechender Alternativangebote durch den Markt Wiesau feststellen musste, dass man statt 30.000 Euro wie bisher künftig dafür das rund Vierfache zahlen müsse.
Ergänzend dazu erinnerte Braun auch an die Ergebnisse der jüngsten Zusammenkunft, zu der die Steinwaldallianz ihre Mitglieder eingeladen hatte. Dabei wurde auch das Projekt der Ikom Stiftland für eine nachhaltige Klärschlammentsorgung vorgestellt. Das vorgeschlagene Verfahren, so Bürgermeister Braun, könnte eine deutlich günstigere Entsorgung ermöglichen. Gegebenenfalls würden auch Partner aus Tschechien eingebunden, stellte er in Aussicht. Entsprechende Daten würden zeitnah gesammelt und danach ausgewertet.
Vor wenigen Wochen wurde seitens der Steinwaldallianz eine Zusammenlegung der Standesämter ins Auge gefasst. „Aus den 16 teilnehmenden Allianz-Gemeinden kamen elf Rückmeldungen. Alle sprachen sich dagegen aus“, zog der Fuchsmühler Bürgermeister Bilanz. Damit sei sicher, dass alles so bleiben werde wie gewohnt.
Wolfgang Braun ließ bei der Sitzung zudem wissen, dass für die geplante rund zwölf Kilometer umfassende Sanierungsmaßnahme „Kernwegenetz“ ein Flurbereinigungsverfahren vorgeschrieben sei. Vor wenigen Tagen fand dazu eine Aufklärungsversammlung statt. Aktuell sind in Fuchsmühl der Geißbühlweg und die Hackelsteinstraße (in der Nähe des Forsthauses) davon betroffen. Braun bekundete sein Bedauern, dass für die bereits angemeldete Straße in Herzogöd eine andere Ausbaulösung, aber auch eine entsprechende Alternativförderung gesucht werden muss.
Fuchsmühl
06.07.2018 - 11:25 Uhr
Herzogöd vorerst kein "Digitales Dorf"
von Werner Robl
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