06.05.2019 - 14:28 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Kein Zuschuss für Sportprojekt

Die Pläne für das Projekt Freizeit- und Sportanlage am Waldbadeweiher muss wohl noch länger in den Schubladen liegen bleiben. Mit dieser ernüchternden Erkenntnis wurden die Markträte in der jüngsten Sitzung konfrontiert.

Bis auf weiteres bleibt das Gelände nördlich des Waldbadeweihers eine grüne Wiese. Das neue Sport- und Freizeitgelände liegt für unbestimmte Zeit weiter auf Eis.
von Werner RoblProfil
Die Pläne für die Sanierung des gemeindeeigenen Mietshauses Marienstraße 36 liegen vor. Wann die (ab links) angrenzenden Häuser umgestaltet werden, ist noch offen.

Seit langem ist man sich im Gremium einig, dass der Sportplatz am Jahnweg keine Zukunft mehr hat. Das Bundes-Förderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen 2018" kam daher gerade recht. "Wir waren voller Euphorie", erinnerte Bürgermeister Wolfgang Braun an den von der Gemeinde gestellten Förderantrag in Höhe von 1 750 000 Euro, den man fristgerecht zum 31. August vergangenen Jahres gestellt hatte. "Als Härtefall haben wir 90 Prozent Zuschuss beantragt", ergänzte Braun und verwies auf den Gemeinderatsbeschluss im September.

"Eigentlich hätte die Entscheidung des Bundes bereits im Oktober fallen müssen", ärgerte sich der Bürgermeister über die Verlängerung der Einreichungsfrist. "Dennoch waren wir guter Hoffnung", hob Braun hervor. Groß war dann vor einigen Wochen die Enttäuschung, als die Gemeinde von Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht erfuhr, dass das Vorhaben in Fuchsmühl nicht berücksichtigt werden konnte. "Ich finde es schade", kommentierte Braun die abgelehnte Förderung. Bayernweit seien von den rund 1240 eingegangenen Anträgen 240 befürwortet worden, kommentierte er das Vergabeverfahren. Dazu äußerte sich auch SPD-Fraktionssprecher Udo Fürst: "Das ist bedauerlich."

"Wir müssen dranbleiben und uns - um die Zielvorgabe zu erfüllen - weiter bewerben", empfahl Bürgermeister Braun bei einer möglichen Neuauflage des Förderprogramms. "Der derzeit genutzte Rasenplatz muss dringend erneuert werden", mahnte Udo Fürst, zugleich Mitglied der Sportgemeinschaft, eine zeitnahe Zwischenlösung zu suchen und bat um Unterstützung der Gemeinde. Deutlich sagte er: "Fußballspielen macht am Jahnweg keinen Spaß mehr." Man werde sich um andere Fördermittel bemühen, versprach der Bürgermeister. Im Rathaus will man das Projekt "Freizeit- und Sportanlage" weiter im Auge zu behalten.

Für die Generalsanierung des gemeindeeigenen, vermieteten Wohnhauses Marienstraße 36 sind rund 1,1 Millionen Euro eingeplant. Der genaue Kostenvoranschlag war Gegenstand der nichtöffentlichen Marktratssitzung. Öffentlich behandelt wurden aber die Pläne: Die Wohnungen im Erdgeschoss werden barrierefrei. Die im oberen Stockwerk habe man unterschiedlich groß geplant, verwies Bürgermeister Wolfgang Braun auf die vorgestellten Grundrisse. "Eine gute Lösung ist auch der Anbau eines völlig neu gestalteten Treppenhauses an der Gebäude-Außenwand." Vorgesehen sei auch eine Holzpellet-Heizung. Braun fasste zusammen: "Alle Generationen können dort eine Wohnung finden." Ziel der geplanten Maßnahme sei es, finanzierbare Unterkünfte zu schaffen, um damit den sozialen Wohnungsbau zu stärken: "Wir wollen keine Luxuswohnungen." Geplant sei auch, die beiden angrenzenden Mietshäuser nach und nach auf den neuesten Stand zu bringen.

"Die Häuser befinden sich in einer guten Lage. Die Maßnahme wertet den Ort auf", sprach sich CSU-Markträtin Andrea Hecht für die Maßnahmen aus. Dem schlossen sich die Freien Wähler und die SPD an. Wichtig seien auch entsprechende Fördergelder, fügte SPD-Marktrat Rainer Bleistein hinzu.

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