22.04.2019 - 09:24 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Klangreiches Geschenk zum Osterfest

Die Orchestermesse war der musikalische Oster-Höhepunkt in der Wallfahrtskirche: Das kurze Kyrie war leicht beschwingt. Das Agnus Dei - schwer und ausladend - bildete den längsten Teil der "Missa in B" von Wolfgang Amadeus Mozart.

Der Anblick war ungewohnt: Statt wie sonst am Altar agierten die Künstler im deutlich engeren Chorraum.
von Werner RoblProfil

Mozart hat seine "Missa in B" für eine nur kleine Instrumentalbesetzung, Chor, Solistinnen und Solisten komponiert. Vier Violinen und ein Streicher am Bass reichten daher auch, um die Festmesse auf kleinstem Raum im Chorraum bei der Orgel aufführen zu können. Mit dem Entschluss bewies Dirigent Werner Fritsch ein glückliches Händchen. Dank der weiter oben deutlich besseren Akustik wirkte die herabströmende Musik voluminöser und klanglich wirkungsvoller.

Die melodienreiche "Missa brevis" (kurze Messe) mit dem Salonorchester Neustadt und dem Kirchenchor wurde - nicht zuletzt auch wegen des ins Ohr gehenden "Benedictus" - somit zu einem nachhaltigen Festtags-Geschenk. Erstmals in „Maria Hilf“ zu hören war Mozarts „Te deum“. Den erneut feierlichen Abschluss fand der Gottesdienst mit dem „Halleluja“ aus Händels Oratorium „Der Messias“, das längst zu einem gewohnten Begleiter der feierlichen Stunde geworden ist.

„Dankeschön und Applaus für die beeindruckende Aufführung“, lobte Pater Martin nach dem Gottesdienst den gut aufeinander abgestimmten Chor, das Orchester und Organisten Hubert Köhler, der – unter anderem – auch die "Toccata in C-Dur" von Johann Sebastian Bach beisteuerte.

In seiner Predigt erinnerte Pater Martin an die Auferstehung Christi. „Das Leben ist voll guter, aber auch voll böser Überraschungen.“ Der Festprediger verwies auf die Lesung aus dem Evangelium: Gleich mehrere Oster-Überraschungen erlebten die Frauen, die unterwegs waren, um Jesu Grab zu besuchen. Man hatte den Stein weggewälzt. Die Begräbnisstätte war leer. "Der Überraschung über das leere Felsengrab aber folgte eine unglaubliche Freude", fuhr Pater Martin fort und sagte: „Jesus, der wie ein Schwerverbrecher gekreuzigt worden war, war von den Toten auferstanden.“ Das Osterfest feiere man auf dem ganzen Erdkreis. Als Christ dürfe man nicht Trübsal blasen. Der Seelsorger appellierte: „Freuen wir uns über den Ostersieg.“

Den Gottesdienst am Ostersonntag zelebrierte Kaplan Pater Martin.
Ostersonntag in der Wallfahrtskirche Fuchsmühl mit dem Salonorchester Neustadt, Organist Hubert Köhler und dem Kirchenchor unter der Gesamtleitung von Werner Fritsch.

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