16.04.2019 - 11:45 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Köstliches in aller Munde

Das Fuchsmühler Markthaus blickt auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. Gefeiert wird das Jubiläum mit einem rund einwöchigen kulinarischen, kulturellen und sportlichen Rahmenprogramm, bei dem auch Sonderangebote nicht fehlen dürfen.

von Werner RoblProfil

Beim Auftakt mit dabei waren die "Stiftlandgriller", die regionale Erzeugergemeinschaft der Steinwald-Allianz und nicht zuletzt die Ökomodellregion Steinwald, die ebenfalls auf ihr fünfjähriges Bestehen zurückblicken kann. Regionalität ist in aller Munde - und das darf man durchaus wörtlich nehmen. Denn die breite Auswahl an Bio-Produkten aus der Umgebung findet Anklang.

"Burger mal anders", versprachen die "Stiftlandgriller", die mit einem großen Mannschaftsaufgebot mit dem neu vorgestellten Beef-Bacon-Burger aus 100 Prozent Bio-Rinderhackfleisch, würzigem Räucherspeck und frischem Gemüse die Gäste bewirteten. "Das Fleisch stammt aus einer Trabitzer Bio-Landmetzgerei." Die weichen Semmeln - Burger-Buns genannt - habe die Reuther Dorfbäckerei gebacken, erklärte die Projektmanagerin der Öko-Modellregion, Elisabeth Waldeck, die zusammen mit Steinwald-Allianz-Manager Martin Schmid und Mitarbeiterin Eva Gibhardt auch die gemeinsame Arbeit und den mobilen Dorfladen vorstellte.

Fachsimpeln

Am Eröffnungstag war jeder willkommen, der gerne grillt und schlemmt. Dabei durfte man auch mit den Grill-Profis und den Mitgliedern der regionalen Erzeugergemeinschaft "Öko-Rinder aus dem Steinwald" fachsimpeln und dabei in guter Gesellschaft sein. Im Mittelpunkt der rund vierstündigen Veranstaltung stand natürlich auch der Dorfladen, den Bürgermeister Wolfgang Braun, unterstützt vom Verkaufsteam vorstellte.

Von seinem kalorienreichen Alltag und wie er es schaffte, sich von seinen 280 Kilogramm Körpergewicht zu trennen, erzählte Reinhard Stummreiter am Montag im Dorfladen. Mitgebracht hatte er seine Teilbiografie "Meine fetten Jahre sind vorbei". "Wie bei der Altneihauser Feierwehrkapell'n beginne ich die 90-minütige Lesung mit einem Paukenschlag", versprach der als "dicker Trommler" bekannte Autor, der zudem angekündigt hatte, aus seinem 2018 verfassten Buch vorzulesen. Musikalisch begleitet - an der Gitarre - wurde er von Nichte Lisa.

Reinhard Stummreiter wuchs in Friedenfels auf. "Als ich neun Jahre alt war, starb meine Mutter Monika", beschreibt er das Schlüsselerlebnis, mit dem er zu einem "Vielesser" wurde und so versuchte, die spätere Kindheit zu "verdauen". "Eine Leberkässemmel bitte, sagte ich zur Metzgereiverkäuferin in Windischeschenbach. Na, glei zwoa oder gib ma lieba drei." Das Wasser sei ihm im Mund zusammengelaufen und er dachte: Blöd, dass es in der Metzgerei keine Nusshörnchen gibt. "Nussherndln mit Leberkässemmel, mochte ich besonders gern."

Abnehmen oder gehen

Mehr durch Zufall wird der damals 280 Kilogramm schwere Oberpfälzer zu einem gewichtigen Mitglied der "Altneihauser Feierwehrkapelln'n". Bis er von Kommandant Norbert Neugirg ermahnt wurde: "Abnehmen oder die Feuerwehr verlassen." Stummreiter folgte der Anweisung des Kommandanten. Der Trommler raffte sich auf, halbierte das Körpergewicht und ordnete sein Leben. All das erzählte er im Dorfladen.

Monate nach seiner Radikalkur wurde er nach einem Auftritt mit der "Feierwehrkapell'n" von einem Zuschauer gefragt: "Den dicken Trommler habt ihr wohl nicht mehr dabei?" Darauf Stummreiter: "Nein, wir haben uns von ihm getrennt. Für den ,Dicken' bin jetzt ich da."

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