Der Fasching hat sich rar gemacht. Dabei ist er doch eine Zeit der Freude. Sie und das Lachen standen auch im Mittelpunkt der Heiligen Messe, die das Kindergottesdienst-Team für den Faschingssonntag vorbereitet hatte. Die Lieder dazu bot der Singkreis Cantiamo. „Wir haben die Freude heute zum Thema des Gottesdienstes gemacht“, versprach Pfarrer Joseph, nachdem die Ministranten neben dem Altar der Fuchsmühler Wallfahrtskirche Platz genommen hatten.
Weit kam der Seelsorger mit seinen Gedanken aber nicht. Von einer Kinderschar jäh unterbrochen, lauschte er einer berührenden Geschichte, in deren Mittelpunkt ein Ordensbruder, ein Gaukler und dessen Späße rückten. Davon beeindruckt bat Pfarrer Joseph die maskierten und erzählenden “Störenfriede“, in den Bänken Platz zu nehmen, um – wenn sie schon einmal hier sind – auch gleich die Symbole des Faschings vorzustellen. Luftschlangen, Kostüme und verletzliche Luftballons wurden ins Kyrie-Gebet eingebunden, das von den Mädchen und Buben vorgetragen wurde.
„Sehr oft sehen wir – zum Beispiel bei einem Faschingszug oder im Zirkus – Menschen, die sich als Clown verkleidet haben. „Ein Clown macht die Menschen glücklich“, strich Pfarrer Joseph heraus. Außerdem könne man von ihm viel lernen, fuhr er fort. Die Kleidung des Clowns sei meist viel zu klein oder viel zu groß. „Und trotzdem: der Spaßmacher lächelt nur darüber.“ Mit einem Lächeln als „die beste Lösung“ wäre vieles im Leben leichter.
Der Seelsorger empfahl, dem Beispiel des Clowns zu folgen. „Egal was passiert, verlieren wir nie das Lächeln, das uns innerlich frei macht.“ Hinfallen sei menschlich, wusste Joseph. Niemals aber dürfe man liegenbleiben. Noch einmal kam Pfarrer Joseph auf die Figur des Clowns zu sprechen. „Er verbirgt seinen Schmerz. Das kann er gut“, meinte der Prediger. „Gott hat ihn nämlich mit einer besonderen Gabe beschenkt: Ein Clown kann lachen, auch wenn das Herz weint.“ Aller Ziel sollte es sein, so empfahl Joseph, „die Welt, so wie es der berühmte Clown Charly Rivel und Franz von Assisi vormachten, mit Fröhlichkeit zu beschenken.“
















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