10.02.2019 - 15:13 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Minne Weiß stellt Ukraine-Hilfe endgültig ein

Fuchsmühlerin blickt auf vergangene Jahrzehnte zurück und würdigt alle Spender und Unterstützer.

Diese Handarbeiten sind Geschenke aus der Region Tschernobyl - ein Zeichen der Dankbarkeit für die jahrzehntelange Arbeit, die Minne Weiß geleistet hat.
von Werner RoblProfil

Im Herbst vergangenen Jahres hatte Minne Weiß versprochen, noch einmal für die Ukraine-Hilfe zu sammeln. Dann aber sei Schluss. Das Sammelergebnis hat Dr. Josef Ziegler nun vor einigen Tagen abgeholt und im Kleinbus verstaut. Aus gesundheitlichen Gründen konnte die Fuchsmühlerin bei der Übergabe aber nicht dabei sein. Daher könne sie diesmal auch keine aktuelle Sachspendenbilanz vorweisen.

"Die Übergabe musste ohne mich stattfinden, ohne dass ich mir einen Überblick verschaffen konnte", bedauert die 88-jährige Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, die die Sammlungen im Steinwaldort bis zuletzt allein geleitet hat. Bereits 2017 hatte die Fuchsmühlerin anklingen lassen, dass es ihr immer schwerer falle, die persönliche Initiative weiterzuführen. "Auf Drängen von Dr. Josef Ziegler, der die Aktion auch weiterhin leitet und selbst die Transporte begleitet, habe ich mich aber noch einmal überreden lassen", erinnert sich die Fuchsmühlerin, die jahrzehntelang Anlauf-, Lager- und Kontaktstelle zugleich war. "Einmal kam weniger zusammen, mal wieder ganz viel", erinnert sie sich. "Als der Platz dann zu klein geworden war, bin ich ins ehemalige Rathaus umgezogen", fügt sie hinzu.

Zahlreiche Dankschreiben

Begonnen habe alles bei einem Treffen der AsF in Friedenfels. "Dort habe ich Dr. Josef Ziegler kennengelernt und dessen Angebot, dabei mitzumachen, spontan angenommen." Während der vergangenen Jahre erreichten Weiß zahlreiche Dankschreiben aus der Tschernobyl-Region. Dass dort Kinder in Not geraten seien, berührte sie besonders. "Einmal schickte man mir auch eine Ikone", erzählt sie. Eine Stoff-Puppe und einen handgefertigten Schal aus der Ukraine habe Dr. Ziegler bei der Abholung der Spenden vor ein paar Tagen mitgebracht, verweist Minne Weiß auf aktuelle Geschenke.

Dankbar ist sie den Spendern, aber auch den fleißigen Handarbeitern in der "Hutza-Stubn", die in unzähligen Arbeitsstunden Wolldecken angefertigt haben. Deren Unterstützung geht auf eine Initiative von Katharina Ernstberger zurück, die vor wenigen Wochen verstorben ist. "Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich und Dr. Ziegler in den vergangenen Jahrzehnten unterstützt haben", betont Minne Weiß. Vor ein paar Tagen hat sie 530 Euro auf das Hilfskonto, das Dr. Josef Ziegler eingerichtet hat, überwiesen. "Das Geld stammt aus den Haushalten der Spender", erklärt Minne Weiß und fügt hinzu: "Damit schließe ich meine Arbeit ab."

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