15.07.2020 - 10:50 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Naturpark-Ranger erklären in Fuchsmühl speziellen Hotelbau

Das Kinderhaus St. Marien ist eine Naturpark-Kita. Vor einigen Tagen waren die Ranger aus dem Naturpark Steinwald zu Gast, um dort eine ganz besondere Wohnanlage zu bauen.

Das erste Insektenhotel ist bereits fertig.Voller Stolz zeigen es die Kinder, ihre Erzieherinnen und die Naturpark-Ranger, Marie Wittmann und Jonas Ständer (vorne von links), im Garten des Kinderhauses.
von Werner RoblProfil

Geplant sind im Kinderhaus vier Insektenhotels aus natürlichen Materialien. Die Behausungen sind nicht nur ein schöner Blickfang; mehr noch tragen sie zum Erhalt der wichtigen und friedlichen Wildbienen sowie anderer nützlicher Insekten bei. Wie man beim Hotel-Bau vorgeht, was man dazu braucht und wer alles darin wohnen wird, erfuhren die Kindergartenkinder und deren Erzieherinnen von den Rangern Marie Wittmann und Jonas Ständer vom Naturpark Steinwald.

Dass die Behausungen nur eine vorübergehende Bleibe sein werden, erklärten die Handwerker gleich. „Wer lebt schon ein ganzes Jahr lang in einem Hotel, baut und renoviert dort sein Schlaf- und Wohnzimmer?“ Das Material – Säge, Schraubenzieher und vieles mehr – hatten Jonas Ständer und Marie Wittmann von gegenüber mitgebracht. Wenige Schritte vom Kinderhaus entfernt befindet sich nämlich die Geschäftsstelle des Naturparks Steinwald, wo man sich einen arbeitsintensiven Vormittag für die Buben und Mädchen ausgedacht hatte.

Insgesamt vier der vom Gewicht her schweren Behausungen sollten aus den Lärchen-, Birken und Fichtenbrettern, Tannen- und Fichtenzapfen, Bambusrohren und Ziegelsteinen gebaut werden. Der Zeitplan war allerdings sehr sportlich gewählt. Der Aufwand, die Hotels nur mit „normalen“ Werkzeugen zu bauen, also ohne Akku-Säge und -Schrauber, war doch etwas aufwändiger als gedacht. Mit vereinten Kräften und vielen Handlangern ging die Arbeit voran. Endlich wurde „Richtfest“ gefeiert, danach das Dach mit Dachpappe gedeckt. Das erste Insektenhotel war bezugsfertig eingerichtet.

„Die weiteren Behausungen werden wir auch noch fertig bekommen“, versicherten die Fachleute aus dem Naturpark. Zudem bekamen die Kinder Roh-Material zur Verfügung, damit sie ihr handwerkliches Geschick ohne Anleitung selbst ausprobieren können. Eines der Insektenhotels bleibt auf jeden Fall im Garten des Kinderhauses, ein anderes wird nach Absprache mit dem Revierförster Eckhard Deutschländer an der Streuobstwiese einen geeigneten Platz finden. Auch die restlichen zwei sollen irgendwo im Naturpark Steinwald den kleinen Nützlingen Unterkunft bieten, damit sie in aller Ruhe darin ihre Familien gründen können, versprach Naturpark-Ranger Jonas Ständer.

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