17.07.2020 - 11:25 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Neue Ortsmitte: Start in der Marienstraße

Die Ortsmitte von Fuchsmühl soll deutlich aufgewertet werden. Im Marktrat gab es nun weitere Details. Offen blieb aber die Frage nach den Kosten.

Die Neugestaltung der Fuchsmühler Ortsmitte soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Erhalten bleibt das alte Posthäuschen (links unten), um es einer neuen Bestimmung zu übergeben.
von Werner RoblProfil

Schon im Frühjahr hatten die Markträte darüber gesprochen, wie die Ortsmitte in Fuchsmühl neu gestaltet werden könnte. Die damals eingebrachten Vorschläge hat das Kemnather Ingenieurbüro Wolf in die Pläne eingearbeitet. Voraussichtlich sind mindestens zwei Bauabschnitte notwendig.

Laut Bürgermeister Wolfgang Braun, der das Thema erneut auf die Tagesordnung des Marktrats setzte, soll der Startschuss im Bereich „Ost“ der Marienstraße erfolgen. Unter anderem sind dort derzeit noch ein Parkplatz und die Entsorgungscontainer, die aber von dort bald verschwinden werden. Als eine „schwierige Konstellation“ bezeichnete er die privaten Zufahrtsbereiche zu den Anwesen. Nach Aussage von Braun sollen die Zufahren optimiert werden. Dieser Bauabschnitt soll noch heuer in Angriff genommen werden, versprach der Rathauschef. Zudem verwies er darauf, dass das Ingenieurbüro die Anregungen für die neue Planung der Parkplätze aufgenommen habe.

Schon im Frühjahr beschäftigte sich der Marktrat mit den Plänen für die Ortsmitte:

Fuchsmühl

Das alte Posthäuschen als Markenzeichen der Ortsmitte bleibe erhalten, bekräftigte Braun sein Versprechen, das er bereits im Frühjahr gab. In diesem Bereich, wenige Meter nördlich des ehemaligen Gasthofes „Zum Schützen“, werden künftig die Entsorgungscontainer stehen. Anklingen ließ er auch die Verbesserungsmaßnahmen am "Schrems-Gassl". Der von den Fuchsmühlern so bezeichnete Weg bildet die Verbindung zwischen der Marien- und der Waldstraße im Süden. Der relativ schmale Steig wird auch weiterhin nur den Fußgängern zur Verfügung stehen. Für den übrigen Verkehr sei das Gässchen aber ungeeignet, machte der Bürgermeister deutlich. „Die Bürger können sich in gewisser Weise einbringen. Deren Wünsche könnten – falls möglich – auch eingebunden werden“, so Braun.

„Mit welcher Summe müssen wir rechnen?“, erkundigte sich Ernst Tippmann. „Wenn ich dem zustimme, muss ich wissen, was die Neugestaltung kostet“, bohrte der SPD-Fraktionssprecher weiter. „Die Gesamthöhe steht leider noch nicht fest“, bedauerte Bürgermeister Braun. Aufgrund der Debatte zwischen Braun und Tippmann sah sich Markus Troesch veranlasst, sich einzuschalten. Deutlich verwies der CSU-Fraktionssprecher auf die Tagesordnung. Er fügte hinzu, dass mit keinem Wort erwähnt werde, dass dafür heute ein Beschluss zu fassen sei. "Es handelt sich lediglich um die Vorstellung der Planung", erläuterte Troesch, womit die Diskussion ein schnelles Ende fand.

Eine deutliche Aufwertung erfährt das sogenannte „Schrems-Gassl“, das in das Sanierungskonzept mit aufgenommen wurde.
Wenn es nach den Plänen geht, sollen hier neue Parkplätze, zudem - rechts - Stellflächen für die Altglas- und Dosencontainer entstehen.
Im Blickpunkt:

Drei Ferienhäuser beim Fuchsmühler Schloss

Einstimmig befürwortete der Marktrat die Bauvoranfrage für die Errichtung von drei Ferienhäusern und drei Doppelgaragen im Bereich des Fuchsmühler Schlosses. Verbunden wird die Ferienanlage mit je einem Holzsteg. Die Grundfläche der Gebäude beziffert der künftige Bauherr auf je 42 Quadratmeter pro Anwesen. Nach dessen Informationen fanden bereits Gespräche mit dem Landratsamt statt. „Aus Sicht der Gemeinde, auch mit Blick auf den Tourismus ist diese Maßnahme zu begrüßen“, empfahl Bürgermeister Wolfgang Braun der Voranfrage zuzustimmen.

Bevor es aber dazu kam, bat Marktrat Ernst Tippmann ums Wort. Der SPD-Fraktionssprecher forderte, dass die naturschutzrechtlichen Belange unbedingt berücksichtigt werden müssen. „Nur dann werde ich mein Einverständnis geben“, ergänzte Tippmann. Worauf Markus Troesch (CSU) erwiderte, dass man ein Einverständnis nicht an eine Bedingung koppeln könne. „Selbstverständlich wird das Landratsamt auch diese Belange prüfen“, tat Troesch seine Meinung kund. Zudem ließ sich Troesch zur Aussage hinreißen, dass man dazu keinerlei Anmerkungen aus dem Munde des Herrn Tippmann brauche, was der Angesprochene wortlos zur Kenntnis nahm.

Einstimmig passierten die weiteren Bauanträge für ein Einfamilienhaus mit Garage und für die Neuerrichtung des Parkplatzes am Friedhof den Gemeinderat.

Die Deutsche Telekom plant im Ortsbereich den Eigenausbau des Breitband-Netzes. Dazu müssen vier Multifunktionskästen aufgestellt werden. „Damit wird die Breitband-Situation im Ort weiter verbessert“, sagte Braun. Als Standorte nannte er den Ortseingang von Wiesau kommend, die Schulstraße, Waldstraße und den Buchäckerweg. Braun wies darauf hin, dass es dabei zu Grabarbeiten in den betreffenden Straßen kommen wird.

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