02.09.2021 - 14:20 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Pater Martins buntes Gartenreich

Gemüse, Obst, Kräuter, Blumen und Sträucher: Die Beete im Vinzentinerkloster Fuchsmühl werden von Pater Martin gepflegt. Der Ertrag daraus wird zur Selbstversorgung genutzt, aber auch andere Menschen und die Kirche profitieren davon.

Der Klostergarten in Fuchsmühl ist das Reich von Pater Martin. Der Vinzentinergeistliche stammt aus dem Bundesstaat Kerala in Südwestindien.
von Werner RoblProfil

Im gepflegten Garten des Vinzentinerklosters in Fuchsmühl stehen unter anderem ein Gewächshaus, eine Regentonne und viele Obstbäume. Im Umfeld der Klostermauer gedeihen Kräuter und Sträucher. Der besondere Blickfang, nur wenige Schritte vom Klosteranwesen entfernt, ist ein farbenfrohes Blütenreich. Dort trifft Oberpfalz-Medien auf Pater Martin. Vor neun Jahren wechselte der aus dem südindischen Bundesstaat Kerala stammende Pater von Pfreimd in die Wallfahrtspfarrei „Maria Hilf“. Dort übernimmt er seither auch die Pflege des Klostergartens.

Aus zunächst noch bescheidenen Anfängen entstand ein bunter und üppiger Klostergarten, der dem Kaplan „zwar viel Arbeit, aber auch viel Freude beschert“. Das meiste habe er gesät, betont der Inder. Andere Pflanzen und Blumen, wie zum Beispiel die üppig blühenden Rosen und was er sonst noch für den Garten benötigte, wurden in einer Gärtnerei bei Fuchsmühl eingekauft.

Saatgut für die nächste Saison

„Falls möglich, entnehme ich Samenkörner aus den abgeblühten Pflanzen, um das Saatgut für die nächste Saison aufzubewahren beziehungsweise in den Beeten – sobald es die Zeit erlaubt – auszusäen.“ Für die Ernte gebe es immer Abnehmer, kommentiert Pfarrer Joseph die Qualität der Kirschen, Äpfel und Birnen an den Obstbäumen. Er betreut seit sechs Jahren die Wallfahrtspfarrei „Maria Hilf“.

Zu Pater Martins Schätzen gehören viele Blumen-, Gemüse- und Kräutersorten. Exemplare der Sonnenblumen, die in einer Mauerecke in den Himmel wachsen, konnten beim Hochfest Mariä Himmelfahrt am Altar nahe des Jugendheims bewundert werden. Verwendet werden die Klosterblumen auch als Kirchenschmuck.

Eine volle Stunde fürs Gießen

Pater Martin greift zur Gießkanne. Allein für das tägliche Gießen, so rechnet Pater Martin vor, „benötige ich eine volle Stunde“. In diesem Frühjahr und Sommer habe ihm aber das heuer eher nasse Wetter viel Arbeit erspart. Einen Wermutstropfen gab es vor wenigen Wochen: einen Hagelschauer. Das Unwetter zerstörte viele Blumen.

„Pater Martin war darüber sehr traurig“, schildert Pfarrer Joseph. Die allermeisten der Tagetes-, Löwenmaul-, Dahlien- und Asternblumen erholten sich wieder. Einige Spuren seien aber noch gut zu sehen, beklagt er den Verlust. Das Gewächshaus, in dem Tomaten, Chilis und Gurken gedeihen, wurde von den Eiskörnern zwar getroffen, die Glasscheiben blieben aber zum Glück heil.

Zucchini, Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch wachsen im Freiland. „Das Gemüse verwenden wir in der Küche. Dort arbeiten wir gemeinsam und kochen nach Rezepten aus unserer Heimat“, so Pfarrer Joseph. Man sei Selbstversorger, schiebt er mit Blick auf Küche und Garten nach. „Ich bin stolz auf Pater Martins Garten. Ich bin froh, dass er das gerne macht und Freude am Garten hat“, ergänzt er.

Ingrid und Bernhard Stilp aus Friedenfels haben einen Naturgarten

Friedenfels

„Das Gemüse verwenden wir in der Küche. Dort arbeiten wir gemeinsam und kochen nach Rezepten aus unserer Heimat.“

Pfarrer Joseph

 

 

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