17.08.2020 - 12:04 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Patrozinium heuer ohne Pfarrfest

Anders als gewohnt verlief diesmal das Fest Mariä Himmelfahrt in Fuchsmühl. Auf Gewohntes musste man verzichten. Die Pfarrgemeinde „Maria Hilf“ feierte ihr Kirchenfest in einem deutlich kleineren Rahmen.

Die duftenden Kräuterbüschel – als äußere Symbole des Himmelfahrtstages – wurden von der KAB gefertigt. Abgegeben wurden sie gegen eine freiwillige Spende.
von Werner RoblProfil

Den musikalischen Glanzpunkt am Fuchsmühler Patroziniumstag setzt die festliche Orchestermesse mit Chor. Gefeiert wird – in normalen Zeiten – auch mit einem geselligen Pfarrfest, Leckereien und Spielen beim Jugendheim. All dies opferte man heuer wegen der Corona-Pandemie. Nicht aber die Gottesdienste, die jedoch unter strengen Schutzauflagen stattfanden.

Im Juli beendete der Fuchsmühler Kirchenchor die coronabedingte Zwangspause

Fuchsmühl

Das Patrozinium am 15. August ist der unbestrittene Höhepunkt im Kirchenjahr der Fuchsmühler Wallfahrtsgemeinde. Viele Gläubige, auch aus dem benachbarten Oberfranken, machen sich stets auf, um in „Maria Hilf“ zu beten und Gottesdienst zu feiern. Am Tag Mariä Himmelfahrt kommen viele Wallfahrer aus nah und fern. Die Gottesdienste am Vorabend und während des ganzen Tages sind gut besucht.

Kräutersegnung

Heuer aber bot sich ein vollkommen anderes, für den Feiertag sehr ungewohntes Bild. Statt der Orchestermesse gab es „nur“ die Klänge von der Orgel. Der Festplatz – unterhalb des Jugendheims – blieb leer. Kräuterbüschel, die die KAB wenige Tage zuvor gefertigt hatte, wurden zwar angeboten. „Aber wir legen sie nur aus. Verkauft werden sie nicht“, erklärte ein KAB-Mitglied. Die Fuchsmühlerin verwies auf das Spendenglas am Verkaufsstand, den die KAB-Helfer vor der Wallfahrtskirche aufgestellt hatten. Gesegnet wurden die bunten Sträuße nach den Gottesdiensten. Wenigstens einige Wallfahrer ergänzten das Bild im Kirchenschiff.

Enttäuschte Gesichter

Trotz Vorabendmesse am Freitag und zwei Gottesdiensten am darauffolgenden Festtag war die Enttäuschung über den deutlich abgespeckten Patroziniumstag in den Kirchenstühlen und am Altar deutlich zu spüren. Den Vinzentiner-Geistlichen Pfarrer Joseph und Kaplan Pater Martin war dies deutlich anzusehen. Nicht verzichten wollte man aber auf die abendliche Andacht an der Steinwald-Kapelle „Maria Frieden“. „Es ist immer schwer, die richtige Entscheidung zu treffen“, bedauerte Pfarrer Joseph dann den langsam einsetzenden, aber überschaubar bleibenden Regen. „Halten wir die Andacht unter freiem Himmel oder in der Kirche?“ Man habe sich für die Kapelle entschieden, begrüßte er die Gläubigen, die an den Waldrand gekommen waren, um den in dieser Form "hoffentlich einmalig bleibenden" Patroziniumstag in Gedanken an die Mutter Gottes stimmungsvoll ausklingen zu lassen.

Viele nahmen sich die später gesegneten Kräuter mit nach Hause. Bereit stand ein Glas für Spenden.
Nicht ausfallen ließ Seelsorger Pfarrer Joseph die stimmungsvolle Andacht an der Kapelle „Maria Frieden“. Auf die gemeinsame Prozession verzichtete man aber.
Unter dem Schutz des Kapellen-Vordaches feierte Pfarrer Joseph die Andacht, mit der das Fest Mariä Himmelfahrt alle Jahre seinen Ausklang findet.

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