Fuchsmühl
04.10.2026 - 14:05 Uhr

Premiere von „Mord im Hühnerstall“ begeistert das Publikum in Fuchsmühl

Ein Mord erschüttert das Jugendheim in Fuchsmühl. Tatort: eine Pension. Beim fiktiven Fall, den sich Regina Rösch ausgedacht hatte, handelt es sich um ein Theaterstück der Laienspielgruppe, das am Samstag Premiere feiert.

„Mord im Hühnerstall“ lautet der Titel des Dreiakters, der aktuell in Fuchsmühl an fünf Abenden gespielt wird. Jede Vorstellung ist ausverkauft. Der Bühnenkrimi von Regina Rösch aus dem Theaterverlag Rieder hat alles, was ein humorvolles Stück braucht. Wochenlang wurde geprobt, ein Bühnenbild geschaffen und Requisiten besorgt. Belohnt wurde das fleißige Ensemble der Laienspielgruppe Fuchsmühl unter der Leitung von Daniela Seidel und Johanna Thoma mit viel Applaus im ausverkauften Jugendheim in Fuchsmühl.

Die Zentralfigur im Stück ist der Junggeselle Alfons Zipperich (Christian Maierhöfer). Nach einem Streit liegt der Finanzbeamte tot im Hühnerstall, dessen Zeuge auch der Chef- und Stallherr Gockel Otto ist. Doch bei ihm kann die Leiche nicht bleiben. Wohin mit ihr, zumal der Dorfgendarm sowie ein anderer Ermittler und dessen Freund die Fahndung aufgenommen haben? Das Chaos machen zwei Damen perfekt, die es auf das Geld der Männer abgesehen haben.

200 Zuschauer

Ein wenig turbulent wurde es kurz vor Beginn des Theaters. Die Bewohner des Senioren-Servicehauses, begleitet vom Pflegepersonal und ehrenamtlichen Betreuungsleuten, bezogen die Plätze. Für sie hatte die Theaterleitung fünf Tische reserviert. „Schauen wir mal, wie’s wird“, meinte Albert Günthner, der eine Bewohnerin im Rollstuhl dabei hatte. Zum Kreis der Senioren gehörte auch Rita Staufer, deren Wurzeln in Falkenberg liegen. Ein Kriminalstück auf der Bühne sei mal ganz was anderes, betonte sie auf Nachfrage. Begleitet wurde sie von ihrem Sohn Wilhelm. „Lassen wir uns überraschen“, sagte er kurz vor dem Stück.

Hinter der Bühne ist Mitglied der Fuchsmühler Laienspielgruppe Berthold Derwart. Er ist begeistert von den 200 Zuschauern. Unter den Darstellern ist auch sein Sohn Alexander.

Im Garten einer Pension

Nach dem Öffnen des Vorhangs befand sich die Szenerie im Garten einer Pension, die von Lisbeth Zipperich (Andrea Hecht) geführt wird. Die Frau wird von ihrem Bruder schikaniert. Die Feriengäste Sabine und Agathe (Sabrina Früchtl und Sabine Eger) meistern den Spagat zwischen Sympathie und Berechnung.

„Wahnsinn, wunderbar“, kommentierte Marianne Köllner den ersten Akt, in dem noch kein Mord geschehen war. Ton- und Lichttechniker Jürgen Meyer, der das Lustspiel mehrmals bei den Proben gesehen und mit viel Musik versehen hatte, sprach von einer „sehr guten Inszenierung.“ Seine Ehefrau Heike, durfte in der Rolle der Traudl ihren Bühneneinstieg feiern. Die 1000 Tickets sind ausverkauft, wer sie hat, darf gespannt sein.

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